Die Regierung Galiciens kündigte den formellen Beginn des Verfahrens zur Archivierung des Projekts einer großen Zellulosefabrik des portugiesischen Unternehmens Altri in Palas de Rei an. Diese Entscheidung, bekanntgegeben von der Consejera María Jesús Lorenzan, resultiert aus dem Fehlen einer angemessenen elektrischen Infrastruktur im Regierungsplan für die Jahre 2025-2030. Die Archivierung der Akten bedeutet de facto die Blockierung der Investition, die seit Jahren von lokalen Gemeinschaften und Umweltorganisationen bekämpft wurde, die eine Umweltzerstörung entlang des Französischen Weges befürchteten.

Fehlende elektrische Infrastruktur

Das Projekt wurde archiviert aufgrund des Fehlens eines Anschlusses an das Übertragungsnetz im nationalen Plan für die Jahre 2025-2030.

Sieg sozialer Bewegungen

Lokale Gruppen, darunter Ulloa Viva, feiern den Stopp des Baus einer Megafabrik, die sie als ökologische Bedrohung ansahen.

Politische Eigenständigkeit Ruedas

Alfonso Rueda, der das zweite Jahr seiner Regierung abschließt, distanziert sich von Projekten, die zuvor von Alberto Feijóo gefördert wurden.

Die Entscheidung der Regionalregierung Galiciens, die Akten des Projekts für eine Zellulose- und Textilfaserfabrik Altri in der Provinz Lugo zu schließen, stellt einen Wendepunkt im jahrelangen Streit dar. Consejera María Jesús Lorenzana erklärte, dass der Grund für den Rückzug aus dem weiteren Verfahren das Fehlen eines gesicherten Anschlusswegs ist, der sich aus der Nichtberücksichtigung der benötigten Infrastruktur im nationalen Plan ergibt. Obwohl das Unternehmen die Analyse alternativer technischer Lösungen erklärt, hat die galicische Verwaltung unter der Führung von Alfonso Rueda beschlossen, das Verfahren zur Archivierung des Verfahrens einzuleiten, was in der Praxis den Stopp bedeutet. Das Ereignis fällt zeitlich mit dem zweiten Jahrestag des Sieges der PP bei den Regionalwahlen vom 18. Februar 2024 zusammen, nach denen Alfonso Rueda im April 2024 erneut vereidigt wurde; gleichzeitig baut er sein eigenes politisches Profil auf. Die Entscheidung zur Archivierung des Altri-Projekts wird als Versuch interpretiert, einen lästigen sozialen Konflikt zu beenden, der Tausende von Einwohnern mobilisierte. Die Plattform Ulloa Viva und zahlreiche Umweltschützer feiern den Erfolg und weisen auf die Notwendigkeit hin, das Herz Galiciens und sein Naturerbe vor den negativen Auswirkungen der Schwerindustrie zu schützen. Massive Proteste gegen die Altri-Investition begannen im Jahr 2024, als Tausende von Menschen in Palas de Rei auf die Straße gingen. Es wurden nicht nur die Verschmutzung des Flusses Ulla befürchtet, sondern auch negative Auswirkungen auf den Pilgertourismus auf dem Französischen Weg nach Santiago de Compostela. Trotz triumphalistischer Stimmungen bei der Opposition und Aktivisten macht die Regionalregierung die Zentralregierung in Madrid für das Scheitern der Investition verantwortlich. Lorenzana betonte, dass das Fehlen der Bedürfnisse Galiciens in der nationalen Energieplanung strategische Industrieprojekte blockiere. Diese Situation verschärft die Spannungen zwischen Santiago de Compostela und Madrid, während Alfonso Rueda seine Position als Führungskraft festigt, die auf Stabilität in der Region abzielt, ohne Koalitionen mit radikalen Gruppen wie Vox eingehen zu müssen.

Mentioned People

  • Alfonso Rueda — Präsident Galiciens, der das zweite Jahr seines Mandats feiert und sein eigenes politisches Profil aufbaut.
  • María Jesús Lorenzana — Consejera (Regionalministerin) für Wirtschaft und Industrie in der Regierung Galiciens.
  • Alberto Núñez Feijóo — Ehemaliger Präsident Galiciens, derzeit Oppositionsführer auf nationaler Ebene in Spanien.