Die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte hat offiziell ihre Kandidatur für die für 2028 geplanten Präsidentschaftswahlen bestätigt. Die Tochter des ehemaligen Staatschefs verkündete diese Entscheidung am Mittwoch, was eine Eskalation des politischen Konflikts mit dem amtierenden Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. darstellt. Obwohl die Wahl noch zwei Jahre entfernt ist, verändert diese Ankündigung die Dynamik auf der philippinischen politischen Bühne, die vom Wettstreit einflussreicher Clans dominiert wird, radikal.

Offizielle Kandidaturerklärung

Vizepräsidentin Sara Duterte hat ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2028 angekündigt und erklärt, ihr Leben dem Dienst am philippinischen Volk widmen zu wollen.

Konflikt mit dem Präsidenten

Die Kandidaturankündigung vertieft den Bruch zwischen Duterte und Präsident Ferdinand Marcos Jr. und beendet endgültig ihre frühere politische Allianz.

Schatten der Prozesse des Vaters

Der Start von Sara Duterte erfolgt im Schatten der rechtlichen Probleme von Rodrigo Duterte, der sich vor dem Gerichtshof in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten muss.

Vizepräsidentin Sara Duterte hat während einer Pressekonferenz am 18. Februar 2026 offiziell erklärt, sich um das höchste Staatsamt bewerben zu wollen. Ihre Entscheidung beendet Spekulationen über die politische Zukunft der 47-jährigen Politikerin, die sich derzeit in einem tiefen Streit mit Präsident Ferdinand Marcos Jr. befindet. In ihrer Ansprache betonte Duterte die emotionale Dimension ihrer Mission und bot der Nation ihre „Stärke und Zukunft“ an. Diese Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da sich die Vizepräsidentin politischem Druck ausgesetzt sieht, einschließlich eines gescheiterten Impeachment-Versuchs, den der Oberste Gerichtshof im vergangenen Jahr abgewiesen hat. Das politische System der Philippinen basiert auf einer sechsjährigen, nicht verlängerbaren Amtszeit des Präsidenten, was Bewerber zwingt, Unterstützungsstrukturen lange vor Ablauf der Amtszeit des amtierenden Staatsoberhaupts aufzubauen. Die politische Lage des Duterte-Clans ist nicht nur auf nationaler Ebene kompliziert. Der Vater der Vizepräsidentin, der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte, erwartet derzeit einen Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Die Vorwürfe betreffen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die während seiner blutigen Anti-Drogen-Kampagne begangen worden sein sollen. Sara Duterte genießt trotz der Kontroversen um ihre eigene Familie weiterhin hohe Zustimmungswerte in Umfragen, was sie zur Favoritin im kommenden Rennen macht. Experten weisen darauf hin, dass ihre Kandidatur ein Versuch ist, die Wählerschaft, die der Ideologie ihres Vaters treu ist, zu konsolidieren und die Interessen des Clans vor justiziellen Maßnahmen zu schützen. „„Es hat 47 Jahre gedauert, bis ich verstanden habe, dass mein Leben nie ausschließlich mir selbst gehören sollte.“” — Sara Duterte Der Konflikt an der Machtspitze in Manila hat einen kritischen Punkt erreicht, nachdem die Koalition „UniTeam“, die das Duo Marcos-Duterte 2022 zum Sieg verholfen hatte, zerbrochen ist. Derzeit konkurrieren beide Seiten offen um Einfluss im Parlament und die Kontrolle über Schlüsselbehörden der Regierung. Die Entscheidung der Vizepräsidentin, ihre Kandidatur für die Wahlen 2028 so früh anzukündigen, zielt darauf ab, potenzielle Abwanderungen ihrer Verbündeten ins Lager des Präsidenten zu verhindern und sie als einzige realistische Alternative zur derzeitigen Regierung zu positionieren.

Mentioned People

  • Sara Duterte — Amtierende Vizepräsidentin der Philippinen, die ihre Kandidatur für das Präsidentenamt 2028 angekündigt hat.
  • Ferdinand Marcos Jr. — Derzeitiger Präsident der Philippinen, der in einen politischen Konflikt mit seiner Stellvertreterin verwickelt ist.
  • Rodrigo Duterte — Ehemaliger Präsident der Philippinen, Vater von Sara Duterte, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist.