Das japanische Parlament hat offiziell Sanae Takaichi mit dem Amt der Premierministerin betraut und damit ihr Mandat nach dem deutlichen Sieg der Liberaldemokratischen Partei bei den vorgezogenen Wahlen vom 8. Februar bestätigt. Die 64-jährige Politikerin, die im Oktober die erste Frau in dieser Position wurde, sicherte sich eine Zweidrittelmehrheit im Repräsentantenhaus. Ihre Regierung wird sich nun auf dringende Haushaltsfragen und die Umsetzung wichtiger Handelsabkommen mit der US-Administration konzentrieren.

Offizielle Wiederwahl Takaichis

Das japanische Parlament bestätigte Sanae Takaichi im Amt der Premierministerin nach dem Wahlsieg vom 8. Februar, bei dem ihre Partei zwei Drittel der Stimmen erhielt.

Wirtschaftliche Prioritäten der Regierung

Die neue Administration plant, die Arbeiten am Staatshaushalt zu beschleunigen und das mit Präsident Donald Trump geschlossene Handelsabkommen umzusetzen.

Historische Amtszeit einer Frau

Die 64-jährige Politikerin setzt ihre Mission als erste Premierministerin in der Geschichte Japans fort und festigt ihre Position innerhalb der Liberaldemokratischen Partei.

Am Mittwoch hat das japanische Parlament, das Zweikammerparlament, offiziell die Wiederwahl von Sanae Takaichi zur Premierministerin des Landes bestätigt. Die Entscheidung fiel zehn Tage, nachdem ihre regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) bei den vorgezogenen Wahlen zum Repräsentantenhaus einen überwältigenden Sieg errungen und eine Zweidrittelmehrheit der Mandate erlangt hatte. Die Abstimmung im Unterhaus war eine Formalität, während im Rätehaus eine zweite Runde notwendig war, um ihre starke politische Position endgültig zu bestätigen. Takaichi, 64 Jahre alt, hat sich als erste Frau in diesem Amt in Japan in die Geschichte eingeschrieben, und die aktuelle Wahl legitimiert ihre Macht für eine volle Amtszeit. Die Liberaldemokratische Partei dominiert die japanische politische Szene nahezu ununterbrochen seit 1955, was Japan zu einem der stabilsten und gleichzeitig konservativsten demokratischen Systeme der Welt macht.Die neue Phase der Regierung Takaichi fällt mit der Notwendigkeit zusammen, die Arbeiten am Staatshaushalt zu beschleunigen und Handelsabkommen umzusetzen. Die Premierministerin erklärte, ihre Priorität sei die zügige Abwicklung der öffentlichen Ausgaben und die Stärkung der Beziehungen zu Washington. Ein Schlüsselelement der Außenpolitik soll die Umsetzung des Handelsabkommens sein, das mit dem US-Präsidenten Donald Trump ausgehandelt wurde. Experten weisen darauf hin, dass das starke Wahlmandat es Takaichi ermöglichen wird, eine entschiedenere Fiskalpolitik zu verfolgen und Forderungen aus dem konservativ-nationalistischen Lager umzusetzen, aus dem die Regierungschefin stammt. 2/3 — der Mandate im Repräsentantenhaus hält die RegierungskoalitionDie erneute Vereidigung Takaichis beendet eine Phase der Unsicherheit nach der Auflösung des Parlaments im Oktober letzten Jahres. Die Premierministerin, die nach den Februarvahlen über enorme öffentliche Unterstützung verfügt, steht nun vor der Herausforderung, die japanische Wirtschaft zu modernisieren und gleichzeitig traditionelle Werte zu bewahren. Die Parlamentssitzung, in der die Wahl stattfand, soll 150 Tage dauern, was der Regierung Zeit für die wichtigsten Strukturreformen gibt. Investoren verfolgen diese Ereignisse aufmerksam und hoffen auf eine Stabilisierung des Yen und klare Erklärungen zur weiteren internationalen Zusammenarbeit in der Asien-Pazifik-Region. Im Jahr 1947 trat die heutige Verfassung Japans in Kraft, die weitgehend von den amerikanischen Besatzungsbehörden auferlegt wurde und den Kaiser formal der politischen Macht entzog, wodurch der Premierminister zum höchsten Organ der Exekutive wurde.Liberale Medien heben den historischen Aspekt der ersten Premierministerin hervor, äußern aber Bedenken hinsichtlich ihrer stark nationalistischen Ansichten und der Beziehungen zu den USA. | Konservative Redaktionen loben die Stabilität der LDP-Regierungen und das starke Mandat zum Schutz japanischer nationaler Interessen und Traditionen.

Mentioned People

  • Sanae Takaichi — Premierministerin Japans, Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei, erste Frau in diesem Amt.
  • Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, mit dem die japanische Regierung ein Handelsabkommen ausgehandelt hat.