Das Gesundheitsministerium hat sich von dem geplanten Verbot des Kaffeeverkaufs in Schulautomaten und -kiosken zurückgezogen. Diese Bestimmung fand sich nicht in der veröffentlichten Verordnung, die die Ernährung der Schüler ab September 2026 regelt. Ministerin Jolanta Sobierańska-Grenda kündigte jedoch an, dass das Ressort die Idee nicht aufgibt und einen weiteren Versuch zur Einführung des Verbots unternehmen wird, wobei sie die Schädlichkeit von Koffein für Jugendliche argumentiert.
Rücknahme des Kaffeeverbots
Der Plan eines vollständigen Kaffeeverkaufsverbots an Schulen wurde aus der neuen Verordnung gestrichen, die am 1. September 2026 in Kraft tritt.
Ankündigung eines weiteren Versuchs
Gesundheitsministerin Jolanta Sobierańska-Grenda kündigte an, dass das Ressort einen weiteren Versuch zur Einführung des Verbots unternehmen wird, mit der Begründung, der vorherige sei zu früh gewesen.
Neue Ernährungsregeln
Die Verordnung führt eine Liste zugelassener Produkte ein, darunter belegte Brote, Salate, pflanzliche Getränke und dunkle Schokolade, sowie Zuckergrenzwerte für Getränke.
Reaktion auf Proteste
Die Entscheidung zur Rücknahme des Kaffeeverbots wurde nach zahlreichen Protesten und kritischen Stimmen zu diesem Vorschlag getroffen.
Das Gesundheitsministerium hat sich von der umstrittenen Idee eines Kaffeeverkaufsverbots an Schulen zurückgezogen. Diese Bestimmung fand sich nicht in der diese Woche veröffentlichten Verordnung zur Ernährung in Bildungseinrichtungen, die am 1. September 2026 in Kraft tritt. Die Entscheidung fiel nach zahlreichen Protesten und gesellschaftlicher Kritik an diesem Vorschlag. Die neuen Vorschriften legen präzise die Liste der Produkte fest, die in Schulkiosken und -automaten verkauft werden dürfen. Auf der Liste finden sich u.a. belegte Brote, Salate, pflanzliche Getränke sowie dunkle Schokolade. Die Verordnung führt auch strenge Grenzwerte für den Zuckergehalt in Getränken sowie neue Anforderungen an die in Kantinen servierten Mittagessen ein. Ziel der Reform ist die Verbesserung der Ernährungsqualität der Schüler und die Eliminierung hochverarbeiteter Lebensmittel aus ihrer Ernährung. Gesundheitsministerin Jolanta Sobierańska-Grenda macht jedoch keinen Hehl daraus, dass das Ressort die Idee eines Kaffeeverbots nicht aufgibt. Die polnischen Vorschriften zur Schulverpflegung werden seit 2015 sukzessive verschärft, als erstmals ein Verbot des Verkaufs sogenannten Junkfoods eingeführt wurde. Frühere Regelungen betrafen hauptsächlich die Eliminierung von Süßigkeiten und zuckerhaltigen Limonaden. In einem Gespräch mit Radio ZET räumte die Ministerin ein, dass der vorherige Versuch, das Verbot einzuführen, vielleicht zu früh kam, kündigte aber einen weiteren Anlauf zu diesem Thema an. „Nie jestem absolutnie za tym, by spożycie kofeiny w szkołach się odbywało. Być może było za wcześnie. Będziemy próbować ponownie.” (Ich bin absolut nicht dafür, dass Koffeinkonsum in Schulen stattfindet. Vielleicht war es zu früh. Wir werden es erneut versuchen.) — Gesundheitsministerin Jolanta Sobierańska-Grenda Das Ressort sei sich bewusst, dass das Thema Emotionen und Kontroversen auslöse, argumentiere aber, dass übermäßiger Koffeinkonsum Konzentration und Entwicklung junger Menschen negativ beeinflussen könne. In den Medien gab es auch Stimmen, die nahelegten, dass Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums unter dem Einfluss der Kaffeeproduzenten-Lobby gestanden haben könnten, was das Ministerium entschieden dementiert. Die neue Verordnung ist eine weitere Etappe der Reform des Ernährungssystems in polnischen Schulen. Sie führt restriktivere Standards ein als die bisherigen Regelungen, mit dem Ziel, einen gesunden Lebensstil unter Kindern und Jugendlichen zu fördern. Ernährungsexperten betonen, dass nicht nur der Zugang zu ungesunden Produkten eingeschränkt, sondern auch Ernährungsbildung und die Bereitstellung attraktiver Alternativen entscheidend seien. Viele Schulen führen bereits Programme zur Förderung gesunder Gewohnheiten ein, und die neuen Vorschriften sollen diese Maßnahmen auf nationaler Ebene vereinheitlichen. Änderungen beim Lebensmittelverkauf an Schulen ab September 2026: Kaffee: Erlaubter Verkauf in Automaten → Geplantes Verbot aus Verordnung zurückgezogen; Gesüßte Getränke: Keine präzisen Zuckergrenzwerte → Strenge Grenzwerte für Zuckergehalt; Sortiment der Schulkioske: Teilweise Einschränkungen → Liste zugelassener Produkte Die Debatte über ein Kaffeeverbot an Schulen spiegelt einen breiteren gesellschaftlichen Streit über die Grenzen staatlicher Einmischung in die Konsumentscheidungen der Bürger, selbst der jüngsten, wider. Einerseits gibt es Argumente für die Notwendigkeit des Schutzes der Kindergesundheit, andererseits für das Recht auf eigenständige Entscheidungen und die Verantwortung der Eltern. Die Frage löst besonders im Zusammenhang mit älteren Schülern der weiterführenden Schulen Emotionen aus, die oft vor Prüfungen zu Kaffee als Aufputschmittel greifen. Unabhängig vom weiteren Schicksal des Kaffeeverbots stellt die neue Verordnung einen wichtigen Schritt in Richtung eines systematischen Wandels im Umgang mit Ernährung im polnischen Bildungswesen dar.
Mentioned People
- Jolanta Sobierańska-Grenda — Gesundheitsministerin, die einen weiteren Versuch zur Einführung eines Kaffeeverkaufsverbots an Schulen ankündigt