Die Stadtverwaltung Tübingen erwägt, die Deutsche Telekom mit Sondernutzungsgebühren für die Inanspruchnahme von Verkehrsflächen durch nicht funktionierende Telefonzellen zu belasten. Nach der Abschaltung der letzten öffentlichen Telefonautomaten im Januar 2023 hat sich der physische Abbauprozess erheblich verzögert. Der Bürgermeister der Stadt kritisiert den Konzern dafür, den öffentlichen Raum wie eine Mülldeponie zu behandeln, und fordert die sofortige Entfernung der Infrastruktur, die das Stadtbild verschandelt und den Fußgängerverkehr behindert.
Gebühren für Verzögerung
Die Behörden Tübingens planen die Einführung neuer Gebühren für die Deutsche Telekom wegen der Lagerung nicht funktionierender Telefonzellen im öffentlichen Raum.
Problem Elektroschrott
Mehr als 12.000 Geräte, die im Januar 2023 abgeschaltet wurden, sind noch nicht abgebaut, was die Behörden als Vermüllung der Stadt ansehen.
Fehlender Zeitplan
Die Stadt wirft dem Betreiber mangelnde Transparenz vor und kritisiert, dass keine konkreten Daten für die Entfernung der das Stadtbild verschandelnden Infrastruktur von den Straßen genannt werden.
Die deutsche Deutsche Telekom sieht sich mit Kritik von lokalen Behörden konfrontiert, weil sie zögert, inaktive Telefonzellen zu entfernen. Obwohl die letzten der 12.000 Apparate in Deutschland im Januar 2023 abgeschaltet wurden, stehen Tausende von Konstruktionen noch immer auf den Straßen der Städte. Diese Situation hat den Sprecher der Stadt Tübingen veranlasst, Pläne für die Einführung einer Sondernutzungsgebühr für die Nutzung des öffentlichen Raums anzukündigen, die den Telekommunikationsriesen zwingen soll, die Abbauarbeiten zu beschleunigen. Telefonzellen waren seit dem 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil des Stadtbildes; der erste öffentliche Automat in Deutschland wurde 1881 in Berlin aufgestellt. Ihr Niedergang begann mit der Verbreitung der Mobiltelefonie, was zu einem drastischen Rückgang der Rentabilität dieser Geräte führte.Der Bürgermeister von Tübingen bezeichnet die zurückgelassenen Konstruktionen als „Elektroschrott“ und „Abfall“. Stadtvertreter bedauern, dass das Unternehmen trotz wiederholter Nachfragen keinen konkreten Zeitplan für die Arbeiten vorgelegt hat. Die Sondernutzungsgebühr soll als wirtschaftlicher Druck dienen. Der Abbauprozess ist logistisch anspruchsvoll und kostspielig, doch die Kommunalpolitiker betonen, dass sie die vertragslose Inanspruchnahme von Flächen durch nicht funktionierende Geräte nicht länger tolerieren können. Geplant ist die Erhebung einer Sondernutzungsgebühr für Telefonzellen aufgrund fehlender Fristen für deren Entfernung.Die Deutsche Telekom argumentiert, dass die Entsorgung einer so großen Anzahl von Objekten Zeit und entsprechende technische Ressourcen erfordert. In vielen Städten zeigen die Displays der Automaten weiterhin eine Störungsmeldung, was die Bürger irreführt. Die Stadt hat noch keinen genauen Betrag für die geplante Gebühr genannt, kündigt aber an, dass sie für den Konzernhaushalt spürbar sein wird, wenn keine sofortigen Maßnahmen ergriffen werden. Die Situation in Tübingen könnte ein Präzedenzfall für andere deutsche Gemeinden werden, die mit ähnlichen Problemen kämpfen. inaktive Automaten müssen in Deutschland noch abgebaut werden [{"aspekt": "Funktionalität", "vor": "Aktiv (bis 2023)", "nach": "Abgeschaltet/Nicht funktionierend"}, {"aspekt": "Rentabilität", "vor": "Durchschnittlich wenige Euro/Monat", "nach": "Keine Einnahmen"}, {"aspekt": "Bestimmung", "vor": "Öffentliche Dienstleistung", "nach": "Elektroschrott"}] Liberale Medien betonen den ökologischen Aspekt der Entsorgung von Elektroschrott und befürworten strenge Geldstrafen für zögerliche Konzerne. | Konservative Redaktionen weisen auf die logistischen Schwierigkeiten großer Unternehmen hin und plädieren für pragmatische Vereinbarungen statt neuer Gebühren.
Mentioned People
- Boris Palmer — Bürgermeister von Tübingen (Rathauschef), der die Deutsche Telekom scharf für die Verzögerung beim Abbau der Infrastruktur kritisiert.