Die letzte Handelssitzung im Februar brachte eine deutliche Verschlechterung der Stimmung an den Kapitalmärkten. Der Hauptfaktor, der die Gewinne an der Wall Street bremste, waren die Daten zur Produzenteninflation, die die Befürchtungen über die weitere Zinspolitik schürten. In Europa konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf den italienischen Bankensektor, wo die Ankündigung eines ehrgeizigen strategischen Plans von Monte dei Paschi di Siena und Mediobanca für die Jahre 2026-2030 auf positive Resonanz stieß.

Inflation in USA kühlt Optimismus

Die über den Erwartungen liegenden PPI-Daten erhöhten die Befürchtungen vor Zinserhöhungen in den USA.

Kurskrise bei MPS in Italien

Der Kurs der ältesten Bank der Welt stürzte nach der Ankündigung von Fusionsplänen dramatisch ab.

Ende der staatlichen Aufsicht bei MPS

Premierministerin Giorgia Meloni kündigte den Ausstieg der Regierung aus dem Aktienbesitz der Bank Montepaschi an.

Schwäche des Technologiesektors

Zweifel an der KI-Blase wirkten sich negativ auf den Nasdaq-Index und Softwareunternehmen aus.

Die Handelssitzung an den Finanzmärkten am 27. Februar 2026 stand im Zeichen hoher Volatilität und einer Rückkehr zu Risikoaversion. Die amerikanischen Indizes Dow Jones, S&P 500 und der technologielastige Nasdaq schlossen die Woche im Minus. Die unmittelbare Ursache für den Ausverkauf in New York war die Veröffentlichung des Berichts zur Produzenteninflation (PPI), der über den Markterwartungen lag. Investoren interpretierten diese Daten als Signal für die Federal Reserve, die restriktive Geldpolitik länger beizubehalten. Eine zusätzliche Belastung für den Technologiesektor waren wachsende Zweifel an der Rentabilität von Investitionen in künstliche Intelligenz, was zu Kursverlusten bei den Giganten der Softwarebranche führte. Nach der Finanzkrise von 2008 hielten Zentralbanken weltweit über ein Jahrzehnt lang die Zinsen nahe null, was die Hausse an den Aktienmärkten und die rasante Entwicklung des Technologiesektors begünstigte. In Europa konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf Mailand, wo es zu einem dramatischen Kurssturz des Instituts Monte dei Paschi di Siena (MPS) kam. Der Ausverkauf erfolgte nach der Ankündigung eines Integrationsplans mit der Investmentbank Mediobanca, den die Märkte negativ bewerteten. Die Situation verschlechterte sich durch Äußerungen der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni, die in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte, dass die Rolle der Regierung bei der Aufsicht über MPS zu Ende sei. Die Opposition in Italien kritisierte den Zeitpunkt der Kommunikation scharf und bezeichnete ihn als unverantwortlich, da die Äußerungen während der laufenden Handelssitzung fielen, was die Panik der Anleger vertiefte. Trotz der lokalen Bankenkrise schloss die Mailänder Börse den Februar mit einem Plus von 3,7 Prozent und übertraf damit im Monatsverlauf viele andere entwickelte Märkte. „Il ruolo del governo in Mps è finito, nessuna influenza sulla governance.” — Premierministerin Italiens Auch am polnischen Markt vertiefte der WIG20-Index seine Verluste, was den globalen Rückzug vom Risiko widerspiegelte. Großen Einfluss auf die heimischen Notierungen hatten, wie auf anderen europäischen Märkten auch, die Verluste im Bankensektor. Investoren in Warschau und auf anderen Parketten des alten Kontinents fürchten zunehmend den Einfluss geopolitischer Spannungen, einschließlich der Lage um den Iran, auf die Stabilität der Rohstoffversorgung. Einziger positiver Akzent auf dem Energiemarkt war der Rückgang der Terminkontrakte für Erdgas, die die Woche bei 31,9 Euro pro Megawattstunde schlossen. 3,7% — Zuwachs verzeichnete im Februar der Hauptindex der Mailänder Börse Zusammenfassend endet der Februar in einer Atmosphäre der Unsicherheit. Der Markt, der in den letzten Monaten vom KI-Optimismus angetrieben wurde, beginnt, die Bewertungen von Technologieunternehmen zu überprüfen. Gleichzeitig wird die Stabilität des europäischen Bankensektors erneut im Kontext des Rückzugs der Staaten aus der außerordentlichen Unterstützung für Finanzinstitute diskutiert.

Perspektywy mediów: Medien konzentrieren sich auf die destabilisierende Rolle von Regierungsäußerungen während der Handelssitzung und das Risiko für Kleinaktionäre. Betont die Rückkehr der Bank zur Marktnormalität und den Erfolg der Restrukturierung unter staatlicher Schirmherrschaft.

Mentioned People

  • Giorgia Meloni — Premierministerin Italiens, die das Ende der Regierungsrolle bei der Bank MPS ankündigte.
  • Luigi Lovaglio — Generaldirektor der Bank Monte dei Paschi di Siena.