Die US-Wirtschaft hat im letzten Quartal 2025 deutlich an Tempo verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nur um 1,4 % im annualisierten Vergleich, was ein Ergebnis, das deutlich unter den Marktprognosen von 3 % liegt. Die anhaltende Lähmung der Bundesverwaltung wirkte sich besonders auf die Konjunktur der größten Volkswirtschaft der Welt aus. Gleichzeitig schränkt die beschleunigende Kern-PCE-Inflation den Spielraum der Federal Reserve für mögliche Zinssenkungen ein.

Enttäuschendes BIP-Wachstum

Laut vorläufigen Schätzungen (advance estimate) wuchs die US-Wirtschaft im letzten Quartal 2025 um 1,4 % im annualisierten Vergleich, was etwa die Hälfte des Marktkonsenses von 3 % ausmacht.

Kostspielige Regierungslähmung

Der langwierige Shutdown der Bundesverwaltung kostete das Gesamt-BIP etwa 1 Prozentpunkt, da er Staatsausgaben und Investitionen bremste.

Inflation über den Prognosen

Der Kern-PCE-Index stieg im Dezember um 0,4 % im Monatsvergleich, was auf Schwierigkeiten bei der Erreichung des Inflationsziels der Fed von 2 % hindeutet.

Handelsdefizit Polens

Polen schloss das Jahr 2025 mit einem negativen Handelsbilanzsaldo von 7,7 Mrd. Euro ab, was der erste derartige Fall seit zwei Jahren ist.

Die Daten des US-Handelsministeriums für das vierte Quartal 2025 deuten auf eine deutliche Konjunkturabkühlung hin. Das Wachstum des BIP von 1,4 % ist das schwächste Ergebnis seit der Pandemie und Folge der rekordlangen Einstellung der Tätigkeit der Bundesregierung. Laut dem Bureau of Economic Analysis (BEA) hat der sogenannte Shutdown die Wachstumsdynamik um etwa 1 Prozentpunkt gedämpft. Im gesamten Jahr 2025 wuchs die US-Wirtschaft um 2,2 %, was eine Verlangsamung gegenüber den 2,8 % im Vorjahr bedeutet. Präsident Donald Trump reagierte auf diese Nachrichten, indem er die Verantwortung auf die Demokratische Partei und den Fed-Chef schob. Seit 1976 gab es in den Vereinigten Staaten 21 Unterbrechungen der Finanzierung der Regierungsverwaltung, doch ihre Auswirkungen auf das BIP sind in der Regel vorübergehend, da die ausgesetzten Ausgaben in den folgenden Quartalen nachgeholt werden. Die Situation wird durch Inflationsdaten verkompliziert. Das von der Fed bevorzugte Maß für den Preisanstieg, der Kern-PCE-Index, stieg im Dezember um 0,4 % im Monatsvergleich und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Auf Jahresbasis lag der Indikator bei 3 %, was die Aussicht auf eine Lockerung der Geldpolitik in die Ferne rückt. Investoren an der Wall Street reagieren vorsichtig, und diese Stimmung überträgt sich auch auf die europäischen Märkte. Trotz der allgemeinen Verlangsamung bleibt der relativ starke private Konsum und die Stabilität der Unternehmensinvestitionen ein positives Signal. Diese Phänomene fallen mit der Veröffentlichung von Daten vom polnischen Markt zusammen. Analysen des Polnischen Wirtschaftsinstituts zufolge verzeichnete Polen im Jahr 2025 mit 7,7 Mrd. Euro das erste Handelsbilanzdefizit seit zwei Jahren. Obwohl die Exporte um fast 4 % stiegen, war die Dynamik der Importe (über 6 %) höher, was hauptsächlich durch Lieferungen aus asiatischen Märkten angetrieben wurde. 1.4% — betrug die annualisierte Wachstumsrate des US-BIP US-BIP - Rückgang der Wachstumsdynamik: 2025-Q1: 2.1, 2025-Q2: 2.5, 2025-Q3: 4.4, 2025-Q4: 1.4

Mentioned People

  • Donald Trump — Der US-Präsident macht die Opposition und die Zentralbank für die schwachen Wirtschaftsergebnisse verantwortlich.
  • Jerome Powell — Vorsitzender des Federal Reserve Board (Fed).
  • Scott Bessent — US-Finanzminister, der sich optimistisch über das Wachstum im Jahr 2026 äußerte.