Lamborghini hat die Einführung des elektrischen Modells Lanzador in die Produktion aufgegeben. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Stephan Winkelmann, erklärte, das Kundeninteresse an vollelektrischen Luxusautos sei „nahe null“. Die Pläne sahen die Markteinführung dieses Modells im Jahr 2029 als dynamischstes Fahrzeug in der Geschichte der Marke vor. Diese Entscheidung ist ein weiteres Signal für eine Verlangsamung im Segment der Elektro-Supersportwagen.
Absage des Modells Lanzador
Der Hersteller verzichtet auf die Serienversion des elektrischen SUV Lanzador, der 2029 als „Ultra GT“ auf den Markt kommen sollte.
Fehlende Kundennachfrage
Vorstandschef Winkelmann bezeichnete das Interesse von Käufern an elektrischen Luxusautos als „nahe null“, was der Hauptgrund für die Entscheidung war.
Zukunft der Elektrifizierungsstrategie
Das Unternehmen gibt die Elektrifizierungspläne nicht vollständig auf, konzentriert sich aber nun auf Plug-in-Hybride. Bis 2030 soll die gesamte Modellpalette elektrifiziert sein.
Auswirkungen auf den Supersportwagenmarkt
Die Entscheidung von Lamborghini folgt ähnlichen Schritten anderer Hersteller und wirft Schatten auf die Perspektiven des High-End-Elektrofahrzeugsegments.
Lamborghini hat offiziell die Pläne zur Einführung des vollelektrischen Modells Lanzador in die Produktion aufgegeben. Die Entscheidung wurde nach einer Analyse des Kundeninteresses getroffen, das Vorstandschef Stephan Winkelmann in einem Gespräch mit der britischen Zeitung „The Sunday Times“ als „nahe null“ bezeichnete. Das Konzeptfahrzeug Lanzador wurde im August 2023 während der Monterey Car Week in Kalifornien als eleganter Crossover mit einer Leistung von 1341 PS vorgestellt. Es sollte das leistungsstärkste Fahrzeug in der Geschichte der Marke und ihr erstes vollelektrisches Serienmodell werden, dessen Debüt für 2029 geplant war. Stephan Winkelmann wies darauf hin, dass im Segment der Supersportwagen ein niedriges Nachfrageniveau nach vollelektrischen Fahrzeugen derzeit ein weit verbreitetes Phänomen sei. „„Right now the interest for full electric supercars is close to zero”” („Right now the interest for full electric supercars is close to zero“) — Vorstandsvorsitzender von Lamborghini. Diese Diagnose veranlasste den Vorstand, die Strategie neu auszurichten. Das Unternehmen, das zur Volkswagen-Gruppe gehört, gibt den Kurs zur Elektrifizierung jedoch nicht vollständig auf, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung von Plug-in-Hybriden. Nach früheren Ankündigungen soll das gesamte Angebot von Lamborghini bis zum Ende dieses Jahrzehnts im Rahmen dieser Lösung elektrifiziert werden. Die Entscheidung der italienischen Marke ist Teil eines breiteren Trends. In den letzten Monaten haben auch mehrere andere Hersteller von Luxus- und Sportwagen Projekte im Zusammenhang mit vollelektrischen Modellen verzögert, überarbeitet oder gestrichen und sich dabei auf Marktherausforderungen, Kosten und eben gemischte Nachfragesignale berufen. Der Lanzador sollte das Flaggschiff einer neuen Ära sein, das typische Lamborghini-Dynamik mit null Emissionen verbindet. Seine Absage stellt das Tempo der Transformation im exklusivsten Segment der Automobilbranche in Frage, das traditionell auf großen, hochdrehenden Verbrennungsmotoren basierte. Das Unternehmen bleibt dabei bei seinem Bestseller, dem Urus, sowie den Modellen Huracán und Revuelto, die in neuen Generationen Hybridtechnologien nutzen werden.
Mentioned People
- Stephan Winkelmann — Vorstandsvorsitzender und CEO von Lamborghini, der den Verzicht auf das elektrische Modell Lanzador bekannt gab.