In Frankreich wurden an einem Tag zwei Frauenmorde verzeichnet, bei denen die Partner der Opfer verdächtigt werden. In Ailly-sur-Noye in der Somme starb eine 28-jährige Frau durch einen Schuss. Am selben Tag wurde in Les Lilas bei Paris die Leiche einer Frau gefunden, die mit einem Hammer und einem Messer ermordet worden war. In beiden Fällen wurden die Männer festgenommen und befinden sich in Polizeigewahrsam. Es sind weitere Fälle in einer Reihe von Tötungsdelikten, die Frankreich als Partnerschaftsmorde qualifiziert.
Zwei Morde an einem Tag
Am 23. Februar kam es in zwei verschiedenen Regionen Frankreichs zu Frauenmorden, bei denen die Partner der Opfer verdächtigt werden. In der Somme wurde eine Schusswaffe verwendet, in Les Lilas ein Hammer und ein Messer.
Festnahme der Partner der Opfer
In beiden Fällen wurden die Partner der Opfer, ein 31-jähriger Mann bzw. ein 29-jähriger Mann, festgenommen und befinden sich in Polizeigewahrsam (garde à vue).
Alarmierendes Ausmaß des Phänomens
Es ist bereits der dritte derartige Fall, der innerhalb weniger Tage bekannt wurde. 2023 kamen in Frankreich 94 Frauen durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners ums Leben.
Die französischen Behörden führen parallel Ermittlungen in zwei Fällen von Frauenmorden, die vorläufig als Mord durch den Partner eingestuft werden. Die erste Tragödie ereignete sich in der Ortschaft Ailly-sur-Noye im Département Somme im Norden des Landes. Eine 28-jährige Frau starb durch einen Schuss aus einer Schusswaffe. Die Staatsanwaltschaft in Amiens leitet die Ermittlungen, und der 31-jährige Partner des Opfers wurde festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam (garde à vue). Die Behörden gaben keine Einzelheiten zum Motiv oder den Umständen des Waffengebrauchs bekannt. Der zweite Mord ereignete sich in Les Lilas, einem Vorort von Paris im Département Seine-Saint-Denis. Die Leiche einer Frau wurde in einer Wohnung mit zahlreichen Verletzungen durch einen Hammer und ein Messer aufgefunden. Das Opfer ist eine 29-jährige Frau, und der Verdächtige der Tat ist ihr 29-jähriger Partner. Der Mann wurde festgenommen und in eine Polizeidienststelle gebracht. Nach ersten Berichten ereignete sich der Vorfall im Haus der Eltern des Mannes, wo das Paar lebte. Französische Medien berichten über diesen Fall als „Féminicide aux Lilas : une femme tuée à coups de marteau et de couteau” (Féminicide in Les Lilas: Frau mit Hammer und Messer getötet) — Le Parisien. Die Problematik der Tötung von Frauen durch ihre Partner (sogenannte Féminicides) wurde in Frankreich nach einer Reihe von Aufsehen erregenden Fällen Ende der 2010er Jahre zu einem zentralen Thema der öffentlichen Debatte. Als Reaktion kündigte die Regierung 2019 einen "großen nationalen Kampf" gegen häusliche Gewalt an, der zu einem Maßnahmenpaket führte, darunter die Einführung elektronischer Fußfesseln für Täter, die ihnen die Annäherung verbieten. Dennoch bleiben die Statistiken besorgniserregend. Diese beiden Vorfälle vom 23. Februar sind Teil eines breiteren, tragischen Trends. Wenige Tage zuvor, am 21. Februar, ordnete ein Gericht Untersuchungshaft für einen Mann im Département Seine-et-Marne an, der gestanden hatte, seine Ex-Partnerin auf besonders brutale Weise ermordet zu haben. Diese Serie von Ereignissen lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erneut auf die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen für Opfer häuslicher Gewalt. 94 — Frauen kamen 2023 in Frankreich durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners ums Leben Frauenorganisationen und Experten weisen darauf hin, dass trotz Regierungsversprechen und erhöhter Mittel die Zahl der Todesopfer seit Jahren alarmierend hoch bleibt. Nach offiziellen Statistiken des Innenministeriums wurden 2023 94 solcher Tötungsdelikte registriert. Diese Daten bestätigen das Ausmaß der Herausforderung, vor der die französischen Behörden und die Justiz im Kampf gegen familiäre Gewalt stehen.
Perspektywy mediów: Linke Medien und feministische Organisationen stellen diese Vorfälle als Ausdruck systemischer Gewalt gegen Frauen dar. Sie betonen die Unzulänglichkeit der Schutzmechanismen für Opfer und fordern dringende, tiefgreifende strukturelle Reformen. Konservative Medien konzentrieren sich auf die Beschreibung der einzelnen Verbrechen als isolierte Akte von Pathologie. Sie betonen häufiger die Frage der individuellen Verantwortung der Täter und vermeiden eine breitere Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen.