Der jüngste Bericht des irischen Fiskalrats offenbart ein beunruhigendes Ausmaß der Konzentration der Staatseinnahmen. Nur drei amerikanische multinationale Konzerne waren im Jahr 2024 für 46 % aller Einnahmen aus der Körperschaftssteuer verantwortlich. Das ist eine Rekordabhängigkeit, die nach Ansicht von Experten die irischen Staatsfinanzen einem enormen Risiko plötzlicher Erschütterungen aussetzt, sollten sich die globalen Strukturen dieser Unternehmen ändern.
Extreme Kapitalkonzentration
Nur drei multinationale Unternehmen erwirtschafteten 46 % der Einnahmen aus der Körperschaftssteuer im Jahr 2024, was einem Betrag von 13 Milliarden Euro entspricht.
Identifizierte Marktgiganten
Die größten Zahler sind höchstwahrscheinlich Apple, Microsoft und das Pharmaunternehmen Eli Lilly, obwohl sie offiziell anonym bleiben.
Risiko für den Staatshaushalt
Der Irische Fiskalrat warnt vor der Unsicherheit der Gewinne des Technologiesektors, die plötzlich einbrechen und die Staatsfinanzen treffen könnten.
Eine Analyse des Irischen Fiskalrats (Ifac) wirft ein neues Licht auf die Struktur der Einnahmen des dortigen Staatsschatzes. Im Jahr 2024 brachte die Körperschaftssteuer dem Haushalt insgesamt 28,1 Mrd. Euro ein, wovon fast 13 Mrd. Euro von nur drei Unternehmen stammten. Obwohl der Bericht die Firmennamen offiziell nicht nennt, wird allgemein angenommen, dass es sich um die Tech-Giganten Apple und Microsoft sowie den Pharmakonzern Eli Lilly handelt, bekannt für die Produktion von Diabetes- und Adipositas-Medikamenten. Eine so hohe Konzentration weckt berechtigte Sorgen um die Stabilität der Staatsausgaben, da eine mögliche Entscheidung, Gewinne in andere Steuerjurisdiktionen zu verlagern, eine sofortige Haushaltskrise auslösen könnte. Das Wachstum der Einnahmen von diesem Trio ist frappierend – noch vor kurzem wurde geschätzt, dass sie für etwa ein Drittel der Einnahmen aus der Körperschaftssteuer verantwortlich sind. Das aktuelle Niveau von 46 % zeigt, dass Irland zunehmend zur Geisel des Markterfolgs einiger weniger globaler Akteure wird. Der Fiskalrat warnt, dass die Regierungen ihren Haushaltsansatz überprüfen und es vermeiden sollten, dauerhafte Staatsausgaben auf diesen äußerst volatilen und langfristig unsicheren Einnahmen aufzubauen. Die Situation wird dadurch erschwert, dass der Anteil der beiden größten Technologiefirmen an den Einnahmen satte 40 % beträgt, was die irische Wirtschaft extrem anfällig für globale Trends im IT-Sektor macht. Irland hat seit den 1990er Jahren seine wirtschaftliche Position als europäische Bastion niedriger Unternehmenssteuern aufgebaut, was Hunderte amerikanische Investoren anzog, aber gleichzeitig Spannungen mit der Europäischen Union in Bezug auf fairen Steuerwettbewerb verursachte. Die Direktoren von Ifac betonen, dass Irland derzeit ein Schlüsselelement der Konzernstrukturen dieser Unternehmen ist, aber dies ist kein für immer gegebener Zustand. Änderungen in den internationalen Steuervorschriften, wie die globale Mindeststeuer für Unternehmen, könnten die Vorstände dieser Firmen in Zukunft dazu bewegen, ihre Operationen außerhalb der Insel zu optimieren. Experten schlagen vor, dass die Überschüsse aus diesen außergewöhnlichen Einnahmen in spezielle Reservefonds geleitet und nicht für aktuelle politische Bedürfnisse ausgegeben werden sollten. Anteil von drei Firmen an den CIT-Einnahmen (2024): Andere Firmen: 54, Apple, Microsoft und Eli Lilly: 46 13 Mrd. Euro — zahlten nur drei Firmen an den irischen Staat Konzentration der Steuereinnahmen in Irland: Anteil der 3 größten Firmen: ca. 33 % (zuvor) → 46 % (2024); Wert der CIT-Zahlungen der 3 Giganten: keine Daten → 13 Mrd. Euro; Gesamte CIT-Einnahmen: keine Daten → 28,1 Mrd. Euro „Irland ist ein Schlüsselelement ihrer Konzernstrukturen. Es muss aber nicht für immer so bleiben, und die künftigen Gewinne des Technologiesektors sind höchst unsicher.” — Ifac-Bericht Liberale Medien betonen die Notwendigkeit, Innovation weiter zu unterstützen und die Vorteile, ein Hub für Giganten zu sein, bei gleichzeitiger Ausgaben-Vorsicht. | Konservative Medien heben die Gefahr für die wirtschaftliche Souveränität und das Risiko einer übermäßigen Abhängigkeit von ausländischem Kapital hervor.
Mentioned People
- Eoin Burke-Kennedy — Wirtschaftsjournalist, der die Details des Berichts für The Irish Times beschreibt.