In Danzig hat das Berufungsverfahren im Fall von Anna Sz. begonnen, die zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde, weil sie im Dezember 2022 den 10-jährigen Filip auf einem gekennzeichneten Fußgängerüberweg in Reda tödlich überfahren hatte. Die Eltern des Jungen, die als Nebenkläger auftreten, fordern ein härteres Urteil und betonen das Fehlen von Reue und Entschuldigungen seitens der Angeklagten. Die Frau erschien nicht zur ersten Berufungsverhandlung, der das noch nicht rechtskräftige Urteil des Bezirksgerichts Danzig vom September 2025 vorausging.

Berufung gegen Urteil von 7 Jahren Haft

Die 66-jährige Anna Sz. wurde im September 2025 vom Bezirksgericht Danzig zu sieben Jahren Freiheitsentzug und lebenslangem Fahrverbot wegen Verursachung eines Unfalls mit Todesfolge verurteilt. Gegen das Urteil haben sowohl der Verteidiger der Angeklagten als auch die Eltern des verstorbenen Jungen Berufung eingelegt, die eine Verschärfung der Strafe fordern.

Tragödie auf dem Fußgängerüberweg in Reda

Der Unfall ereignete sich am 20. Dezember 2022 in Reda auf der Wejherowska-Straße. Laut polizeilichen Ermittlungen überholte die Fahrerin eines Opel Mokka stehende Fahrzeuge auf der linken Spur, bewahrte keine besondere Vorsicht und fuhr den 10-jährigen Filip an, der die gekennzeichnete Überquerung passierte. Der Junge starb nach mehreren Tagen im Krankenhaus.

Fehlende Reue der Angeklagten

Die Familie des Opfers betont, dass Anna Sz. seit der Tragödie weder Reue gezeigt noch sich für die Verursachung des Todes des Kindes entschuldigt hat. Filip's Mutter weist darauf hin, dass das Ziel der Berufung ein Urteil ist, das hoch genug ist, um der Gesellschaft ein klares Signal über die schwerwiegenden Konsequenzen von gefährlichem Fahren im Bereich von Fußgängerüberwegen zu senden.

Anhaltendes Leid der Familie

Vier Jahre nach dem Unfall kämpft die Mutter des Jungen immer noch mit seinen Folgen. Sie beschreibt, dass sie abends in ihr Kissen weint und ihr Leben sich um die Erinnerung an ihren Sohn dreht. Der Anblick von Jungen in Filip's Alter lässt sie wegschauen, und die Gedanken an die Tragödie kehren auch außerhalb der Arbeitszeit zurück.

Zusammensetzung des Gerichts und Prozessparteien

Während der ersten Berufungsverhandlung am 26. Februar 2026 erschien die Angeklagte nicht vor dem Bezirksgericht Danzig. Anwesend waren Staatsanwalt Jakub Chrząszcz von der Staatsanwaltschaft Danzig, der Verteidiger der Angeklagten Rechtsanwalt Tomasz Tuturusz sowie Filip's Familie mit ihrem Bevollmächtigten, die als Nebenkläger auftraten.

Vor dem Bezirksgericht Danzig hat das Berufungsverfahren im Fall eines tödlichen Verkehrsunfalls begonnen, der sich im Dezember 2022 in Reda ereignete. Die 66-jährige Anna Sz. wurde im September des vergangenen Jahres zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil sie den 10-jährigen Filip auf einem Fußgängerüberweg überfuhr und dessen Tod verursachte. Gegen das Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, haben sowohl der Verteidiger der Frau als auch die Eltern des verstorbenen Jungen, die im Verfahren als Nebenkläger auftreten, Berufung eingelegt. Bei der ersten Verhandlung am 26. Februar erschien die Angeklagte nicht vor Gericht.

Im polnischen Rechtssystem droht für die Straftat der Verursachung eines Unfalls mit Todesfolge, geregelt in Art. 177 § 2 des Strafgesetzbuchs, eine Freiheitsstrafe von 2 bis 12 Jahren. Das Gericht berücksichtigt bei der Strafzumessung den Schuldgrad des Täters, das Ausmaß des verursachten Schadens, die Motivation sowie mögliche mildernde oder erschwerende Umstände. In Berufungsverfahren kann das Gericht zweiter Instanz das Urteil aufrechterhalten, ändern oder aufheben und die Sache zur erneuten Verhandlung zurückverweisen.

Die Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft und die Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass Anna Sz., die auf der Wejherowska-Straße in Reda einen Opel Mokka fuhr, stehende Fahrzeuge auf der linken Spur in Richtung Wejherowo überholte. Sie bewahrte damals keine besondere Vorsicht, was die direkte Ursache dafür war, dass sie den 10-jährigen Filip überfuhr, der die gekennzeichnete Überquerung passierte. Der Junge starb nach mehreren Tagen im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Die Mutter des Opfers, die bei der Berufungsverhandlung anwesend war, betonte das völlige Fehlen jeglicher Anzeichen von Reue oder Entschuldigungen seitens der Täterin in den vergangenen vier Jahren.

„Chciałabym, żeby wyrok był na tyle wysoki, by dotarło do społeczeństwa, że za niebezpieczną jazdę przy pasach są poważne konsekwencje. Nie ma tu okoliczności łagodzących.” — Mutter von Filip

Die Erwartungen der Familie konzentrieren sich auf eine Verschärfung der Strafe, die sie als unverhältnismäßig zur Schwere der Tat und dem erlittenen Leid empfinden. In ihrer emotionalen Rede beschrieb Filip's Mutter die anhaltenden psychologischen Folgen der Tragödie und sprach von täglichen Schmerzen und der Unfähigkeit, ein normales Leben zu führen. Das Berufungsverfahren findet in Abwesenheit der Angeklagten statt, und im Gerichtssaal waren Staatsanwalt Jakub Chrząszcz, der Verteidiger Rechtsanwalt Tomasz Tuturusz sowie die Familie des Verstorbenen mit ihrem Bevollmächtigten anwesend. Weitere Verhandlungstermine wird das Gericht festlegen.

Mentioned People

  • Anna Sz. — 66-jährige, angeklagt wegen Verursachung eines tödlichen Verkehrsunfalls in Reda, zu 7 Jahren Haft verurteilt.
  • Filip — 10-jähriger Junge, der bei einem Verkehrsunfall auf einem Fußgängerüberweg in Reda im Dezember 2022 ums Leben kam.
  • Jakub Chrząszcz — Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Danzig, der am Berufungsverfahren teilnimmt.
  • Tomasz Tuturusz — Rechtsanwalt, Verteidiger der Angeklagten Anna Sz. im Berufungsverfahren.
  • Anetta Potrykus — Stabsobermeisterin, Pressesprecherin der Kreispolizeikommandantur in Wejherowo, die 2022 über den Unfall informierte.