Giovanbattista Fazzolari, Staatssekretär im Amt des Ministerpräsidenten und rechte Hand von Giorgia Meloni, erklärte, der russische Präsident Wladimir Putin würde bei dem anstehenden italienischen Referendum zur Justizreform mit 'Nein' stimmen. Der Kommentar fiel am Rande einer Konferenz über russische Desinformation im Kontext des Krieges in der Ukraine. Fazzolari bezog sich auch auf Äußerungen von General Roberto Vannacci und deutete an, dass Kritiker Kiews sich selbst aus der Regierungskoalition ausschließen.
Der italienische Staatssekretär im Amt des Ministerpräsidenten, Giovanbattista Fazzolari, hat für Aufsehen gesorgt, indem er die Frage der inneren Justizreform mit dem russischen Führer verknüpfte. Am Rande einer Konferenz der Partei Fratelli d'Italia im Palazzo Giustiniani über Desinformation im Kontext des Ukrainekrieges antwortete Fazzolari, der als rechte Hand von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gilt, auf eine provokative Journalistenfrage zum anstehenden Referendum zur Justizreform. Er erklärte damals, der russische Präsident Wladimir Putin „würde mit Nein stimmen“. „„Beh in Russia non mi risulta che ci sia la separazione”” — Giovanbattista Fazzolari Der Kommentar, obwohl mit einem Lächeln und in Form einer treffenden Erwiderung geäußert, zeigt deutlich, wie die Regierung die Bedeutung dieser Abstimmung wahrnimmt, indem sie Gegner der Reform mit dem russischen Regime gleichsetzt. Die Konferenz, bei der diese Worte fielen, fand am vierten Jahrestag der russischen Invasion in der Ukraine statt und befasste sich mit der Bekämpfung von Kreml-Desinformation. Fazzolari betonte auch, dass Personen, die sich gegen die Unterstützung der Ukraine aussprechen, wie General Roberto Vannacci, dessen frühere Äußerungen gegenüber Kiew kritisch waren, sich selbst aus der Regierungskoalition ausschließen. Die Reform der italienischen Justiz, oft als „Karrieretrennung“ bezeichnet, zielt darauf ab, die Karrierewege von Richtern und Staatsanwälten zu trennen, was nach Ansicht der Befürworter die Unabhängigkeit der Gerichte erhöhen soll. Die Idee kehrt seit Jahren in die öffentliche Debatte zurück, doch bisherige Umsetzungsversuche stießen auf starken Widerstand von Teilen der juristischen und politischen Gemeinschaft. Das bevorstehende Referendum, über das Fazzolari sprach, soll eine entscheidende Bewährungsprobe für die öffentliche Unterstützung dieses Projekts sein, das ein zentrales Wahlversprechen von Ministerpräsidentin Meloni darstellt. Die Äußerung des Staatssekretärs wird als Versuch interpretiert, der Abstimmung eine geopolitische und wertende Dimension zu verleihen, wobei die Option „Ja“ mit der Unterstützung westlicher demokratischer Standards und „Nein“ mit prorussischen Sympathien gleichgesetzt wird. <przypis title=