Neueste Studien mit fast 30 Millionen Amerikanern zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und der Entwicklung der Alzheimer-Krankheit. Wissenschaftler der Emory University fanden heraus, dass das Einatmen von Feinstaub PM2.5 nicht nur die Lungen schädigt, sondern tatsächlich demenzielle Prozesse beschleunigt. Dieser Zusammenhang ist besonders bei Menschen mit chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck oder früheren Schlaganfällen sichtbar, was eine neue Herausforderung für alternde Gesellschaften darstellt.
Durchbruch im Umfang der Studie
Daten von 30 Millionen Senioren wurden analysiert, was bestätigt, dass Feinstaub PM2.5 direkt mit einem höheren Demenz-Risiko bei älteren Menschen korreliert.
Besonders gefährdete Gruppen
Die schädliche Wirkung von Smog ist stärker bei Patienten mit Bluthochdruck, Depressionen sowie nach einem Schlaganfall.
Große gesellschaftliche Herausforderung
An Alzheimer leiden bereits 60 Millionen Menschen, und Luftverschmutzung stellt einen modifizierbaren Risikofaktor dar, der die Chance bietet, Erkrankungen zu reduzieren.
Eine von Forschern der Emory University durchgeführte Analyse medizinischer Daten, veröffentlicht in der renommierten Zeitschrift „PLOS Medicine”, wirft ein neues Licht auf die Ursachen der wachsenden Demenz-Epidemie. Die Wissenschaftler analysierten die Krankengeschichte von 28-30 Millionen amerikanischen Senioren, einer der umfangreichsten Datensätze in der Geschichte der neurologischen Forschung. Die Ergebnisse sind alarmierend: Es gibt eine statistisch signifikante Korrelation zwischen hohen Konzentrationen von Feinstaub PM2.5 und der Inzidenz der Alzheimer-Krankheit. Weltweit sind derzeit fast 60 Millionen Menschen mit dieser Diagnose konfrontiert, und Prognosen deuten darauf hin, dass diese Zahl mit der alternden Bevölkerung systematisch steigen wird. Erste Hinweise auf den Umwelteinfluss auf die psychische Gesundheit gab es bereits in der Antike, aber systematische Forschungen zur Neurotoxizität industrieller Verschmutzungen entwickelten sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem Fortschritt der Toxikologie. Die Studie zeigte, dass Smog nicht nur ein begleitender Faktor ist, sondern direkt zur Degeneration des Nervensystems beitragen kann. Dieser Mechanismus wird durch andere bestehende Erkrankungen verstärkt. Menschen, die an Bluthochdruck, Depressionen leiden oder einen Schlaganfall erlitten haben, zeigen eine deutlich höhere Anfälligkeit für die schädlichen Auswirkungen von Luftverschmutzung. Die Wissenschaftler betonen, dass Luftverschmutzung ein Risikofaktor ist, der theoretisch durch umweltpolitische Maßnahmen kontrolliert werden kann, im Gegensatz zu genetischen Veranlagungen. 60 mln — Menschen weltweit leiden an Alzheimer Die Schlussfolgerungen der Veröffentlichung legen nahe, dass der Kampf für saubere Luft nicht nur eine Frage des Klima- oder Lungenschutzes ist, sondern vor allem ein Kampf für die Gehirngesundheit künftiger Generationen. Bisherige Risikofaktoren wie Alter oder Lebensstil müssen um den Parameter der Luftqualität am Wohnort ergänzt werden. Diese Entdeckung ist von grundlegender Bedeutung für die Stadtplanung und Strategien des öffentlichen Gesundheitswesens in hochindustrialisierten Ländern.
Mentioned People
- Yanling Deng — Hauptautorin der Studie der Emory University, die den Einfluss von Umweltverschmutzung auf Neurodegeneration analysierte.