Eine neue Studie, die in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde, zeigt, dass die tatsächliche Zahl der Opfer des Konflikts im Gazastreifen deutlich höher ist als aus offiziellen Mitteilungen hervorging. Laut einem internationalen Forschungsteam kamen in den ersten sechzehn Monaten der Kampfhandlungen über 75.000 Menschen ums Leben. Diese Daten stellen die bisherigen Statistiken des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Frage und deuten auf eine massive Unterschätzung der tragischen Kriegsfolgen sowie das enorme Ausmaß der Opfer unter der Zivilbevölkerung hin.
Eine Analyse internationaler Experten, veröffentlicht in „The Lancet Global Health“, wirft ein neues Licht auf das Ausmaß der humanitären Katastrophe in der Region. Die Studie, basierend auf der Analyse von zweitausend Haushalten, die die demografische Struktur des Gebiets repräsentieren, ergab, dass die Zahl der gewaltsamen Todesfälle zwischen Oktober 2023 und Anfang 2025 mindestens 75.200 Personen betrug. Dies liegt etwa 25.000 höher als die offiziellen Daten, die in diesem Zeitraum von den lokalen Behörden präsentiert wurden. Die Autoren des Berichts betonen, dass 56,2 % der Opfer Frauen, Kinder und ältere Menschen sind, was das enorme Ausmaß des Leidens der schutzbedürftigsten Gruppen belegt. Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Gazastreifen dauert mit Unterbrechungen seit 1948 an, als die Region nach der Gründung des Staates Israel zum Ort eines massiven Zustroms palästinensischer Flüchtlinge und zum Auslöser zahlreicher Kriege im Nahen Osten wurde. Das <przypis title=