Über dreitausend Menschen zogen durch die Straßen von Lyon in einem Marsch zum Gedenken an Quentin Deranque, einen 23-jährigen Aktivisten der extremen Rechten, der nach einer Prügelei durch linksextreme Schläger starb. Obwohl die Demonstration unter strenger Aufsicht von Polizei und Gendarmerie stattfand, blieb sie nicht ohne Zwischenfälle. Die Behörden verzeichneten Fälle von Hitlergrüßen und rassistischen Sprechchören, was zu sofortigen Ankündigungen rechtlicher Schritte seitens der Stadtverwaltung und der Präfektur führte.

Tausende Demonstranten in Lyon

Offiziell gedachten 3200 Personen dem getöteten nationalistischen Aktivisten unter außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen.

Initiative von Staatsanwaltschaft und Präfektur

Die Behörden kündigten die Verfolgung von Personen an, die Hitlergrüße zeigten sowie rassistische und homophobe Parolen riefen.

Spannungen zwischen Bürgermeister und Regierung

Die lokalen Behörden von Lyon lehnten die Genehmigung des Marsches ab, doch das Innenministerium ließ die Demonstration als Ausübung des Versammlungsrechts zu.

Internationaler Kontext der Gewalt

Die US-Administration äußerte sich zum Mord an dem Aktivisten und verurteilte die Brutalität der radikalen Linken.

Am Samstagnachmittag wurde Lyon zur Bühne einer Massenkundgebung nationaler und rechter Kreise, die zu Ehren von Quentin Deranque organisiert wurde. Der junge Aktivist starb am 12. Februar nach einem brutalen Angriff, für den radikale antifaschistische Gruppen verantwortlich gemacht werden. Nach offiziellen Polizeiangaben nahmen 3200 Personen an dem Zug teil, während die Organisatoren die Teilnehmerzahl auf etwa 3500 schätzen. Die Veranstaltung wurde durch massive Ordnungskräfte abgesichert, darunter Bereitschaftspolizei, unterstützt von Drohnen, um direkte Zusammenstöße mit Gegendemonstranten zu verhindern. Trotz der Anwesenheit der Einsatzkräfte war die Atmosphäre des Marsches äußerst angespannt. In der Nähe des Rathauses kam es zum Austausch beleidigender Parolen zwischen Teilnehmern und Passanten, die antifaschistische Sprechchöre anstimmten. Einige Demonstranten hatten ihre Gesichter verhüllt, und in der Menge wurden Fälle von Hitlergrüßen registriert. Die Präfektur von Lyon teilte mit, dass auf Grundlage von Überwachungsaufnahmen und Social-Media-Material Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung und der Verwendung totalitärer Symbolik erstattet werden. Die Polizei nahm mindestens eine Person mit einem gefährlichen Werkzeug fest, und einige spanische Quellen berichten von sieben Festnahmen im Zusammenhang mit Ordnungswidrigkeiten. Lyon gilt seit Jahren als Hochburg identitärer Bewegungen in Frankreich, was zu regelmäßigen, oft blutigen Auseinandersetzungen zwischen der extremen Rechten und den in dieser Region starken anarchistischen Gruppen führt. Die Tragödie um Deranque hat eine internationale Dimension angenommen und ist zu einem Element der politischen Debatte geworden, die über die Grenzen Frankreichs hinausreicht. US-amerikanische diplomatische Stellen äußerten sich zu dem Vorfall und verurteilten die Gewalt linker radikaler Gruppen. Die Demonstranten trugen Transparente mit Parolen wie „Adieu camarade” (Leb wohl, Kamerad) und „Die extreme Linke tötet”. Die Veranstaltung löste eine scharfe Kontroverse zwischen dem Bürgermeister von Lyon, Grégory Doucet, der ein Verbot des Marsches forderte, und dem Innenministerium aus, das die Versammlung letztlich unter Verweis auf die Achtung der Bürgerrechte und die Gewährleistung der Kontrolle über die Menge genehmigte. „C'est impensable que l'extrême droite puisse défiler impunément dans notre ville après de tels excès.” (Es ist unvorstellbar, dass die extreme Rechte nach solchen Exzessen ungestraft durch unsere Stadt marschieren darf.) — Grégory Doucet Der Mord an Deranque und die anschließende Kundgebung werden von Analysten als politischer Zündstoff für die Vorsitzende des Rassemblement National, Marine Le Pen, angesehen, die den Vorfall nutzt, um die Regierung für ihre Unfähigkeit bei der Bekämpfung politischer Gewalt zu kritisieren. Der Fall vertieft die Polarisierung in der französischen Gesellschaft, insbesondere im Kontext der Debatte über das Verbot der aggressivsten Gruppierungen auf beiden Seiten des politischen Spektrums.

Mentioned People

  • Quentin Deranque — 23-jähriger Aktivist der extremen Rechten, dessen Tod nach einer Prügelei Anlass für den Marsch in Lyon wurde.
  • Grégory Doucet — Bürgermeister von Lyon von den Grünen, der sich gegen die Durchführung des Marsches der Extremisten aussprach.
  • Marine Le Pen — Vorsitzende der französischen Rechten, deren Bewegung politisch von den sozialen Spannungen profitieren könnte.