Die Schweizer Rettungsdienste haben die Suche nach dem 25-jährigen Luciano Capasso eingestellt, der am 18. Februar während einer Alleinwanderung in der Nähe des Kurorts St. Moritz verschwand. Der Mann, der aus der Gegend von Neapel stammt und in einem örtlichen Hotel arbeitete, wurde in 2700 Metern Höhe von einem heftigen Schneesturm überrascht. Seit vier Tagen hat er keinen Kontakt mehr zu seiner Familie aufgenommen, und seine letzte Nachricht an seinen Bruder klang dramatisch: "Ich versuche nicht zu sterben".
Einstellung der Rettungsaktion
Aufgrund der fatalen Wetterbedingungen und der Schneestürme in 2700 Metern Höhe mussten die Schweizer Dienste die physische Suche im Gelände unterbrechen.
Hohe Geldbelohnung
Die Mutter des Vermissten bot 50.000 Euro für Hilfe bei der Auffindung ihres Sohnes und appellierte gleichzeitig an die italienische Diplomatie.
Dramatischer letzter Kontakt
Das letzte Signal des 25-Jährigen wurde am 18. Februar registriert; er schickte eine SMS mit dem Text "cerco di non morire" (ich versuche nicht zu sterben).
Die Rettungsaktion in den Schweizer Alpen, die von der Polizei des Kantons Graubünden durchgeführt wurde, stieß auf extrem schwierige Wetterbedingungen. Luciano Capasso, ein erfahrener Alpinismus-Enthusiast, der zu Arbeitszwecken in der Schweiz weilte, brach an seinem freien Tag zu einer Tour auf. Nach Ermittlungen der Fahnder blieb der junge Mann in einer hochalpinen Region während eines starken Schneesturms stecken, eines plötzlichen Wintereinbruchs mit stürmischen Winden und null Sicht. Der letzte bekannte GPS-Standort zeigt einen Punkt bei den Koordinaten 46,43110 N und 9,92496 E, der sich auf einer Höhe von knapp 2700 Metern befindet. Die Schweizer Alpen gehören zu den gefährlichsten Hochgebirgsregionen Europas, wo im Winter plötzliche Wetterumschwünge und Lawinen jedes Jahr Dutzende von Touristen und Saisonarbeitern das Leben kosten.Die Mutter des Vermissten, Raffaella Grande, erhöhte in ihrer Verzweiflung die ausgesetzte Belohnung für die Auffindung ihres Sohnes von 10.000 auf 50.000 Euro. Die Familie appelliert an das italienische Außenministerium (Farnesina), sich stärker zu engagieren und direkten Kontakt mit den Schweizer Behörden aufzunehmen. Der Bruder des Vermissten befürchtet das Schlimmste, angesichts der niedrigen Temperaturen und des Lawinenrisikos, das in dieser Region derzeit als hoch eingestuft wird. Die Behörden von Qualiano, woher der 25-Jährige stammt, haben ihre volle Unterstützung für die Angehörigen zugesagt und stehen in ständigem Kontakt mit den Carabinieri. Unterdessen betonen die Schweizer Retter, dass eine Wiederaufnahme der Operation im Gelände erst nach einer Verbesserung der Wetterbedingungen möglich sein wird, die derzeit den sicheren Einsatz von Hubschraubern und Rettungshunden unmöglich machen. Die Situation wird stündlich überwacht, doch mit jedem Tag schwinden die Chancen, den Mann lebend zu finden, drastisch.
Mentioned People
- Luciano Capasso — 25-jähriger Italiener, vermisst in den Bergen bei St. Moritz
- Raffaella Grande — Mutter des Vermissten, bietet hohe Belohnung für die Auffindung ihres Sohnes
- Raffaele de Leonardis — Bürgermeister der italienischen Stadt Qualiano, unterstützt die Familie