Extreme Schneefälle auf der Nordhalbkugel haben zu einer Serie tragischer Lawinen geführt. In der Sierra Nevada in Kalifornien wurden die Leichen von neun Skifahrern gefunden, die während einer durch einen Schneesturm unterbrochenen Expedition gesammelt wurden. Gleichzeitig kamen unter den Schneemassen in den unerbittlichen Bedingungen der österreichischen Alpen mindestens fünf Menschen ums Leben, darunter ein Pole. Die Naturgewalt zwingt auch zu einem Stillstand der Verkehrsinfrastruktur.
Abschluss der amerikanischen Suche
Rettungskräfte haben aus den verschneiten Regionen des Tahoe-Sees die Leichen von neun Skifahrern geborgen, die bei ihrem Rückzug vor einem Schneesturm von der Naturgewalt mitgerissen und getötet wurden.
Tod eines Polen in den Alpen
Eine einen halben Kilometer breite Lawine ging im österreichischen Tirol nieder und tötete unter anderem einen polnischen Staatsbürger und einen Amerikaner, die abseits der markierten Wege fuhren.
Verkehrschaos in Europa
Enorme Schneefälle bedeuten winterliches Chaos: Der Flughafen Wien hat über hundert Flüge gestrichen, und zehntausende steirische Haushalte wurden von der Stromversorgung abgeschnitten.
Rettungskräfte in den amerikanischen Bergen der Sierra Nevada beendeten die dramatische Suchaktion an den Hängen des Castle Peak in der Nähe des Tahoe-Sees. Nach vier Tagen des Kampfes mit extremen Wetterbedingungen wurden die Leichen von neun Personen lokalisiert und geborgen: sieben Frauen und zwei Männer im Alter von 30 bis 52 Jahren, wobei das letzte Opfer nach einer Ausweitung der Suchmaßnahmen gefunden wurde. Die Gruppe, zu der äußerst erfahrene Führer gehörten, versuchte, eine für drei Tage geplante Expedition wegen eines herannahenden Sturms abzubrechen. Auf dem Rückweg wurden die Skifahrer jedoch von plötzlich abrutschenden Schneemassen mitgerissen. Aufgrund des weiterhin intensiv fallenden Schnees und der ernsthaften Instabilität des Berghangs wurde die Rettungsaktion mehrfach aus Sicherheitsgründen für die Einsatzkräfte selbst unterbrochen. Die Sierra Nevada gilt seit langem als eines der unberechenbarsten Gebiete Nordamerikas. Aufgrund der spezifischen Geländeform und der Nähe zum Ozean ist die geschichtete Struktur der Schneedecke dort besonders anfällig für Risse. Die Region erinnert sich an zahlreiche historische Tragödien, darunter verschüttete Wege früher westlicher Siedler. Ein ebenso erschreckendes Szenario spielte sich in Mitteleuropa ab, wo in relativ kurzer Zeit ungewöhnlich massive Schneefälle das Ausmaß der natürlichen Gefahren drastisch erhöhten. Im österreichischen Bundesland Tirol, in den Außenbezirken des Luxuskurorts Sankt Anton am Arlberg, bildete sich eine verheerende Lawine mit einer Breite von fast einem halben Kilometer. Riesige Massen weißen Pulverschnees trafen mit enormer Geschwindigkeit auf eine internationale Gruppe von Freeridern. An Ort und Stelle starben ein polnischer Staatsbürger und ein Tourist aus den Vereinigten Staaten, während ein 21-jähriger Österreicher kurz darauf trotz sofortiger professioneller Reanimationsversuche starb. Schwere und lebensbedrohliche Verletzungen erlitt auch ein 23-jähriger niederländischer Staatsbürger, der von der Lawine mitgerissen wurde. 30 000 domostw — ohne Strom in der Oststeiermark Weitere Unfälle ereigneten sich in unmittelbarer Nähe. Nur einen Tag vor der Tragödie in Tirol starb in der östlich gelegenen Steiermark ein junger slowakischer Staatsbürger, der abseits der gesicherten Pisten in der Nähe des Hoher Zinken fuhr. Experten und Kommunalpolitiker sprechen offen über die Ursachen solch gewaltiger Abgänge. „Intense snowfall over the last week led to accumulations of up to 1.5 meters (5ft). Combined with windy conditions and weak snowpack below, the conditions were especially susceptible to avalanches” (Intensive Schneefälle in der letzten Woche führten zu Ansammlungen von bis zu 1,5 Metern (5 Fuß). In Kombination mit windigen Bedingungen und einer schwachen Schneedecke darunter waren die Bedingungen besonders lawinenanfällig.) — Vertreter der Tiroler Landesregierung Das schwierige und strenge Wetter hat die Flexibilität der europäischen Infrastruktur gnadenlos auf die Probe gestellt. Das desorganisierte Flughafen Wien musste dringend über 150 Flugverbindungen stornieren. Parallel dazu waren die Schweizer Straßendienste gezwungen, Hauptstraßen in den Kantonen Glarus und Uri zu sperren, aus Angst, Autokonvois zu verschütten.
Perspektywy mediów: Lokale Portale heben den Einfluss von Klimaphänomenen auf plötzliche und heftige Niederschlagsanomalien hervor und fordern eine Transformation des Warnsystems in Bergregionen. Konservative Medien betonen die mangelnde Disziplin von Skifahrern, die abseits der Pisten fahren, und fordern, sie vollständig mit den Kosten gigantischer Rettungsaktionen zu belasten.