Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass zwei weitere Gebiete zur Liste der Risikoregionen für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hinzugefügt wurden. Die neuen Risikogebiete sind der Landkreis Nordsachsen in Sachsen und die kreisfreie Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland auf 185 Landkreise und kreisfreie Städte. Praktisch ganz Bayern bleibt mit Ausnahme der Stadt Schweinfurt in Unterfranken ein Hochrisikogebiet. Die Behörden betonen, dass trotz eines leichten Rückgangs der Fallzahlen im Jahr 2025 auf 282 Fälle dies der zweithöchste Stand seit Einführung der Meldepflicht ist. Eine FSME-Impfung wird allen Personen empfohlen, die in Risikogebieten leben oder dorthin reisen, wobei die Impfquoten nach wie vor unbefriedigend sind.

Erweiterung der Risikogebietskarte

Das deutsche Institut für öffentliche Gesundheit RKI hat zwei neue Regionen als Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis ausgewiesen: den Landkreis Nordsachsen in Sachsen und die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit 185 solcher Landkreise und kreisfreien Städte. Praktisch ganz Bayern, mit Ausnahme der Stadt Schweinfurt, bleibt eine Hochrisikozone. Die Hauptverbreitungsgebiete von FSME konzentrieren sich auf den südlichen und östlichen Teil des Landes.

Epidemiologische Situation in Bayern

Laut dem Bayerischen Gesundheitsministerium wurden im Jahr 2025 282 FSME-Fälle registriert, was einen Rückgang im Vergleich zu 312 Fällen im Vorjahr bedeutet. Trotz dieses Rückgangs ist diese Zahl die zweithöchste seit Einführung der Meldepflicht für die Krankheit. Gesundheitsministerin Judith Gerlach warnt davor, dass das FSME-Virus schwere Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute verursachen kann. Die Impfung ist die wirksamste Schutzmethode.

Niedrige Impfquoten

Die Impfquoten gegen FSME in Bayern werden als unzureichend eingeschätzt. Nur etwa ein Fünftel der Erwachsenen ist vollständig geimpft. Unter den Kindern, die im Schuljahr 2023/2024 eingeschult wurden, waren etwa 40 % vollständig geimpft. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Personen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten.

Charakterisierung von durch Zecken übertragenen Krankheiten

Die beiden wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten in Deutschland sind Borreliose (bakteriell, kommt überall dort vor, wo Zecken leben, ist mit Antibiotika behandelbar) und Frühsommer-Meningoenzephalitis (viral, auf Risikogebiete beschränkt, gegen die eine Impfung verfügbar ist). Viele FSME-Infektionen verlaufen symptomlos oder mit grippeähnlichen Symptomen, aber bei einem Teil der Erkrankten kann es zu einer gefährlichen Entzündung des zentralen Nervensystems kommen.

Das deutsche Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, das Robert Koch-Institut (RKI), hat eine aktualisierte Karte der Risikogebiete für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) veröffentlicht. Zur Liste wurden zwei neue Regionen hinzugefügt: der Landkreis Nordsachsen in Sachsen und die kreisfreie Stadt Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Durch dieses Update stieg die Gesamtzahl der deutschen Landkreise und kreisfreien Städte, die als FSME-Risikogebiete gelten, auf 185. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems, die hauptsächlich durch Stiche der Zeckenart Ixodes ricinus übertragen wird. Die ersten Beschreibungen der Krankheit stammen aus den 1930er Jahren aus der Tschechoslowakei und Österreich. In Deutschland ist die Krankheit seit Jahrzehnten endemisch, und die ersten Impfstoffe kamen in den 1970er und 1980er Jahren auf. Die Hauptkonzentrationen der Risikogebiete befinden sich in den südlichen und östlichen Bundesländern Deutschlands. Dies sind vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, Südostthüringen, Sachsen, Südostbrandenburg und der östliche Teil Sachsen-Anhalts. Einzelne Herde gibt es auch in Mittelhessen, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen. Besonderes Augenmerk in den Pressemitteilungen liegt auf der Situation in Bayern, wo mit Ausnahme der Stadt Schweinfurt in Unterfranken praktisch das gesamte Bundesland eine Hochrisikozone bleibt. 185 — Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland sind FSME-Risikogebiete Das Bayerische Gesundheitsministerium bezog sich auf die RKI-Daten und gab detaillierte Statistiken zu den Erkrankungen bekannt. Im Jahr 2025 wurden in diesem Bundesland 282 FSME-Fälle gemeldet. Obwohl dies weniger sind als im Rekordjahr 2024 (312 Fälle), ist dies immer noch der zweithöchste Wert seit Einführung der Meldepflicht für diese Krankheit. Die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach von der CSU betonte in ihrer Stellungnahme die Ernsthaftigkeit der Bedrohung: „„Das FSME-Virus kann schwere Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten verursachen”” — Bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU), die die FSME-Statistiken kommentiert und zu Impfungen aufruft.. Ihrer Ansicht nach zeigen diese Zahlen eindeutig die Notwendigkeit eines vollständigen Schutzes durch Impfungen. Gerade die niedrige Impfquote stellt ein ernstes Problem dar. Wie Ministerin Gerlach mitteilte, sind in Bayern nur etwa 20 % der erwachsenen Bevölkerung vollständig gegen FSME geimpft. Bei Schulkindern sieht die Situation etwas besser aus – bei Untersuchungen zur Einschulung im Schuljahr 2023/2024 hatten etwa 40 % von ihnen den vollständigen Impfschutz. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Personen, die in Risikogebieten leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen. Der vollständige Grundimmunisierungskurs besteht aus drei Dosen. Die Artikel erinnern auch an den Unterschied zwischen den beiden wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten. Die Borreliose, verursacht durch Bakterien der Borrelia-Gruppe, kommt überall dort vor, wo Zecken leben, und kann mit Antibiotika behandelt werden. Für Menschen gibt es keinen verfügbaren Impfstoff dagegen. FSME hingegen ist eine Viruserkrankung, gegen die es einen wirksamen Impfstoff gibt, deren Vorkommen jedoch geografisch auf bestimmte Risikogebiete beschränkt ist. Viele FSME-Infektionen verlaufen symptomlos oder mit milden grippeähnlichen Symptomen. Bei einem Teil der Patienten befällt das Virus jedoch das zentrale Nervensystem und führt zu einer Meningitis, Enzephalitis oder Myelitis, was mit schwerwiegenden, langfristigen gesundheitlichen Folgen verbunden ist. Anzahl der FSME-Risikogebiete in den Haupt-Bundesländern Deutschlands (ungefähr): Bayern: ~100, Baden-Württemberg: ~45, Sachsen: ~15, Thüringen: ~8, Brandenburg: ~5, Sachsen-Anhalt: ~5, Hessen: ~5, Übrige Bundesländer: ~2 In der Mitteilung des RKI und in den Presseberichten wird deutlich hervorgehoben, dass die Ausweisung einer Region als FSME-Risikogebiet in erster Linie Informations- und Präventionszwecken dient. Sie soll Bewohner und Touristen über die Gefahr aufklären und dazu ermutigen, eine Impfung als Schutzmaßnahme gegen eine potenziell schwere Erkrankung in Betracht zu ziehen. Die Aktualisierung der Karte basiert auf der Analyse der Fallzahlen der letzten Jahre und der Bewertung der lokalen Virusaktivität. Zeitplan der Zeckensaison: März-April — Beginn der Zeckenaktivität; Mai-Juni — Höhepunkt der Zeckenaktivität; September-Oktober — Zweiter Höhepunkt der Zeckenaktivität

Mentioned People

  • Judith Gerlach — Bayerische Gesundheitsministerin von der CSU, die die FSME-Statistiken kommentiert und zu Impfungen aufruft.