Die französische Bürgerrechtsbeauftragte warnt in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht, dass junge Einwanderer und Personen mit Einwanderungsgeschichte in vielen Lebensbereichen eine Kumulation von Diskriminierung erfahren. Die Untersuchung zeigt, dass etwa ein Viertel der jungen Menschen aus dieser Gruppe in den letzten fünf Jahren Diskriminierungserfahrungen gemeldet hat. Besonders gefährdet sind Personen, die als schwarz, arabisch oder maghrebinisch wahrgenommen werden und die auf dem Arbeitsmarkt doppelt so hohe Diskriminierungsraten angeben wie ihre als weiß wahrgenommenen Altersgenossen. Die Bürgerrechtsbeauftragte Claire Hédon fordert, dass die Bekämpfung dieser Phänomene zu einem „politischen Schwerpunkt” wird.
Umfang des Diskriminierungsphänomens
Der Bericht der Bürgerrechtsbeauftragten (Défenseure des droits) zeigt, dass etwa 25% der jungen Einwanderer und Personen mit Einwanderungsgeschichte in den letzten fünf Jahren Diskriminierung aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Nationalität erfahren haben.
Besondere Gefährdung auf dem Arbeitsmarkt
Laut Daten des Barometers vom Dezember 2025 geben ganze 41% der jungen Personen, die als schwarz, arabisch oder maghrebinisch wahrgenommen werden, Diskriminierung bei der Arbeitssuche an, und 33% während ihrer Karriere. Zum Vergleich liegen diese Werte bei als weiß wahrgenommenen Personen bei 18% bzw. 27%.
Kumulation von Barrieren in verschiedenen Bereichen
Junge Menschen stoßen nicht nur bei der Arbeit auf Barrieren, sondern auch beim Zugang zu Wohnungen (Ablehnung der Vermietung, Forderung zusätzlicher Kaution), in der Schule (Fehlen sozialer Durchmischung in Schulen, stereotype Ansätze von Lehrern) sowie bei Kontakten mit der Polizei.
Aufruf zu institutionellem Handeln
Die Bürgerrechtsbeauftragte Claire Hédon betont, dass Diskriminierung „den sozialen Zusammenhalt verletzt” und fordert die Behörden auf, den Kampf gegen dieses Phänomen zu einem politischen Schwerpunkt zu machen. Der Bericht zeigt, dass ein Teil der Ungleichheiten im Bildungswesen einen „systemischen” Charakter hat und oft unbewusst ist.
Die Bürgerrechtsbeauftragte (Défenseure des droits) in Frankreich veröffentlichte am Donnerstag, dem 26. Februar 2026, einen Bericht, der vor der allgegenwärtigen und kumulierten Diskriminierung warnt, mit der junge Einwanderer und Personen mit Einwanderungsgeschichte täglich konfrontiert sind. Das Dokument, das unter anderem auf Untersuchungen des Nationalen Instituts für Jugend und Volksbildung basiert, zeigt, dass etwa ein Viertel der Personen aus diesen Gruppen in den letzten fünf Jahren Diskriminierung aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Nationalität erfahren hat. Die Bürgerrechtsbeauftragte Claire Hédon betonte die Bedeutung des Problems und argumentierte, dass „wenn wir diskriminieren, den sozialen Zusammenhalt verletzen” und forderte, dass dieses Thema zu einem „politischen Schwerpunkt” wird. Der Bericht beschreibt detailliert, in wie vielen Lebensbereichen junge Menschen auf Barrieren stoßen. Im Bildungsbereich sind Ungleichheiten oft „unbewusst” und haben einen „systemischen” Charakter, was sich unter anderem durch das Fehlen sozialer Durchmischung in einigen Schulen oder stereotypen Ansätzen von Lehrern zeigt, illustriert im Bericht durch das Beispiel eines Mädchens, dem die Lektüre eines Buches über Sklaverei anvertraut wurde, weil es das Thema „natürlich” kannte. Ein weiterer kritischer Bereich ist der Arbeitsmarkt. Der letzte Barometer zur Wahrnehmung von Diskriminierung am Arbeitsplatz, veröffentlicht im Dezember 2025, zeigt drastische Unterschiede. Ganze 41% der jungen Personen, die als schwarz, arabisch oder maghrebinisch wahrgenommen werden, gaben Diskriminierung bei der Arbeitssuche an, und 33% während ihrer beruflichen Laufbahn. Zum Vergleich liegen diese Werte bei jungen als weiß wahrgenommenen Personen bei 18% bzw. 27%. 41% — Junge, die als schwarz, arabisch oder maghrebinisch wahrgenommen werden, geben Diskriminierung bei der Arbeitssuche an Die Probleme enden nicht mit Schule und Arbeit. Der Bericht weist auch auf Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnungen hin. Junge Menschen beklagen die Ablehnung ihrer Anträge durch Vermieter, die sie als Ausländer oder Bewohner sogenannter prioritärer Stadtviertel wahrnehmen. Eine weitere häufige Erschwernis ist die Forderung von Vermietern nach Kautionen, was eine zusätzliche finanzielle Barriere für Personen mit geringerem Einkommen darstellt. Die Kumulation dieser Erfahrungen – in Bildung, auf dem Arbeitsmarkt, auf dem Wohnungsmarkt und auch bei polizeilichen Kontrollen – schafft einen Effekt der „doppelten-dreifachen-vielfachen-sozialen-Bestrafung” und erschwert die Integration. Der Bericht stellt daher nicht nur eine Diagnose dar, sondern auch einen deutlichen Aufruf an die französischen Behörden, konkrete, systemische Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Phänomenen entgegenzuwirken und die Chancengleichheit für alle Bürger unabhängig von ihrer Herkunft zu stärken.
Mentioned People
- Claire Hédon — Französische Bürgerrechtsbeauftragte (Défenseure des droits), Autorin des Berichts.
- Camille — Eine Frau ivorischer Herkunft, die im Bericht ihre Erfahrungen mit Diskriminierung in der Schule und bei der Wohnungssuche teilt.