Die Bundesrichterin Cynthia Rufe hat eine einstweilige Verfügung zur sofortigen Wiederherstellung der Ausstellung über Sklaverei im historischen President's House-Komplex in Philadelphia erlassen. Die Ausstellung, die seit 2010 bestand, war Ende Januar von der Verwaltung von Donald Trump abgebaut worden. Diese Entscheidung löste zahlreiche Proteste und eine Klage der Stadtverwaltung aus, die der Bundesregierung vorwarf, willkürlich historische Fakten aus dem öffentlichen Raum zu entfernen.

Gerichtliche Anordnung an die Regierung

Die Bundesrichterin Cynthia Rufe hat dem National Park Service angeordnet, die Paneele über Sklaverei in Philadelphia sofort wiederherzustellen.

Kritik an Willkür der Macht

In der Begründung stellte das Gericht fest, dass die Regierung historische Fakten nicht nach eigenen Launen und Vorlieben ändern kann.

Erfolg der lokalen Behörden

Das Urteil ist das Ergebnis einer Klage von Philadelphia sowie intensiver sozialer Proteste gegen die Entfernung von Bildungselementen aus dem Jahr 2010.

Die Bundesrichterin Cynthia Rufe hat eine wegweisende Entscheidung getroffen und dem National Park Service angeordnet, unverzüglich alle Elemente der Ausstellung über Sklaverei in Philadelphia wiederherzustellen. Die Ausstellung befand sich auf dem Gelände des President’s House Site, einem historischen Ort, an dem George Washington während seiner Amtszeit als Präsident zusammen mit einer Gruppe versklavter Personen wohnte. Der Abbau der Ausstellung erfolgte Ende Januar 2026 und stieß auf heftigen Widerstand von Einwohnern, Historikern und der Stadtverwaltung. Das President's House in Philadelphia war von 1790 bis 1800 die Residenz der US-Präsidenten, bevor die Hauptstadt nach Washington, D.C. verlegt wurde. Die Entdeckung der Fundamentreste des Gebäudes im Jahr 2000 gab den Anstoß für die Errichtung eines Denkmals, das sowohl der Präsidenten als auch der neun dort arbeitenden versklavten Afrikaner gedenkt. In ihrer Begründung kritisierte Richterin Rufe die Maßnahmen der Bundesverwaltung scharf. Sie stellte fest, dass Regierungsbehörden nicht willkürlich entscheiden können, was historische Wahrheit ist, basierend auf den „Launen einer neuen Führung”. Die Anordnung umfasst die erneute Installation aller Informationspaneele, Anzeigen und Videomaterialien, die seit 2010 Teil der Dauerausstellung waren. Die Richterin betonte, dass die Regierung die Wahrheit offenbar nicht als offensichtliche Tatsache, sondern als Eigentum von Staatsbeamten behandle, was in einem Rechtsstaat unzulässig sei. „Eine Behörde kann nicht willkürlich entscheiden, was Wahrheit ist, basierend auf eigenen Launen oder den Vorlieben einer neuen Führung.” — Cynthia Rufe Der Fall kam vor Gericht, nachdem Philadelphia eine Klage gegen die Bundesregierung eingereicht hatte, die von zahlreichen Straßendemonstrationen unterstützt wurde. Die Gerichtsentscheidung ist eine einstweilige Maßnahme, die bis zur endgültigen rechtlichen Klärung des Streits gilt. Vertreter des Weißen Hauses und des National Park Service haben das Urteil noch nicht kommentiert, doch wird es als wesentliche Einschränkung der Handlungsfreiheit der Verwaltung bei der Veränderung historischer Narrative im National Park Service angesehen. Das US-Bundesrecht schützt historische Stätten vor plötzlichen Veränderungen ohne Konsultationsverfahren, was eines der Hauptargumente der Kläger in diesem Fall war. 16 Jahre — Die Sklaverei-Ausstellung war Teil des Stadtbilds von Philadelphia Zeitstrahl des Ausstellungsstreits: Dezember 2010 — Eröffnung der Ausstellung; Januar 2026 — Abbau der Paneele; Februar 2026 — Proteste und Klage; 16. Februar 2026 — Gerichtsurteil Liberale Medien betonen die Brutalität der historischen Zensur durch die Regierung und die Bedeutung der Bewahrung des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei in den USA. | Konservative Darstellungen könnten das Recht der Verwaltung zur Überarbeitung von Ausstellungen betonen und das Gericht beschuldigen, Verwaltungsverfahren zu politisieren.

Mentioned People

  • Cynthia Rufe — Bundesrichterin in Pennsylvania, ernannt von George W. Bush, die die Anordnung zur Wiederherstellung der Ausstellung erließ.
  • George Washington — Erster Präsident der USA, dessen ehemalige Residenz Schauplatz des Streits um das Gedenken an Sklaverei ist.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Regierung die Entscheidung zum Abbau der Ausstellung traf.