Beamte des Zentralen Antikorruptionsbüros sind in den Hauptsitz des Speedway-Klubs Unia Tarnów sowie in die Wohnungen ehemaliger Vorstandsmitglieder eingedrungen. Die Staatsanwaltschaft Tarnów führt Ermittlungen zum Verdacht der Verursachung eines Vermögensschadens für das Unternehmen in Höhe von fast 1,7 Millionen Złoty. Der Fall betrifft Unregelmäßigkeiten bei der Durchsetzung von Forderungen aus Darlehen, die in den Jahren 2019–2025 gewährt wurden, was zur Sicherstellung umfangreicher Buchhaltungsunterlagen führte.
Durchsuchungen an mehreren Standorten
Beamte des CBA drangen in den Hauptsitz des Klubs, in Wohnungen ehemaliger Vorstandsmitglieder sowie in kooperierende Einrichtungen ein, um Finanzdokumentation sicherzustellen.
Millionenschwere finanzielle Verluste
Die Staatsanwaltschaft schätzt den Vermögensschaden auf 1,666 Mio. Złoty, der aus der unsachgemäßen Verwaltung von Darlehen resultiert, die von der Gesellschaft in den Jahren 2019–2025 gewährt wurden.
Vorwurf der Pflichtverletzung
Die Ermittlungen betreffen die Nichtdurchsetzung von Forderungen gegenüber dem Verein Tarnowskie Towarzystwo Żużlowe, was die Lage der Unia Tarnów beeinträchtigte.
Beamte des CBA führten eine umfangreiche Aktion im Hauptsitz des Klubs Unia Tarnów Żużlowa Spółka Sportowa S.A. sowie an mehreren anderen Standorten durch. Die Maßnahmen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Tarnów fanden am 17. Februar 2026 statt und umfassten nicht nur die Büros des Klubs in Mościce, sondern auch private Wohnungen von Personen, die in den Jahren 2019–2025 in den satzungsmäßigen Organen der Gesellschaft saßen. Die Ermittler untersuchen den Aspekt der Pflichtverletzung durch Vertreter der Gesellschaft, die zu einem Vermögensschaden großen Ausmaßes geführt haben soll. Unia Tarnów ist einer der erfolgreichsten Speedway-Klubs in Polen, der in den Jahren 2004, 2005 und 2012 jeweils den Titel des polnischen Mannschaftsmeisters errang. In den letzten Jahren kämpft die Organisation jedoch mit ernsthaften finanziellen und organisatorischen Problemen, was sich auf ihre sportlichen Ergebnisse auswirkt.Ein Schlüsselelement des Verfahrens ist die Frage der gewährten Darlehen durch die Gesellschaft an den Verein Tarnowskie Towarzystwo Żużlowe. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft könnten die Vertreter des Klubs bewusst Maßnahmen unterlassen haben, die auf die Sicherung und wirksame Durchsetzung dieser Forderungen abzielten. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft angibt, beläuft sich der geschätzte Schaden auf 1,666 Millionen Złoty. Bei den Durchsuchungen sicherten die Beamten Finanzdokumentation sowie Datenträger, die für den weiteren Verlauf des Falls von entscheidender Bedeutung sind. „Das Vorverfahren betrifft den Verdacht der Pflichtverletzung insbesondere im Bereich der Sicherung und Durchsetzung von Forderungen aus Darlehen.” — Sprecher der Staatsanwaltschaft TarnówDie rechtlichen Probleme sind ein weiterer Schlag für den Klub, der seit längerer Zeit unter Liquiditätsengpässen leidet. Jeder Wechsel der Geschäftsführung in den letzten Jahren endete mit gegenseitigen Anschuldigungen und Meldungen über mögliche Straftaten. Die aktuelle Situation stellt die weitere sportliche Stabilität des dreifachen polnischen Meisters in Frage, zumal die Ermittlungen weitere Personen und kooperierende Einrichtungen umfassen könnten.