Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva beendete seinen Besuch in Indien und forderte Donald Trump auf, alle Länder gleich zu behandeln. Vor dem Hintergrund der von den USA auf 15 % erhöhten Importzölle erklärte Lula seine Abneigung, sich in Blocklogik einzubringen. Ein zentrales Ergebnis des Gipfels in Delhi war die Unterzeichnung einer strategischen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich kritischer Mineralien, um beide Mächte von Lieferungen aus China unabhängig zu machen.

Widerstand gegen einen neuen Kalten Krieg

Präsident Lula forderte Donald Trump auf, Länder gleich zu behandeln und eine Eskalation der Handelsspannungen zwischen Washington und Peking zu vermeiden.

Rohstoffbündnis zwischen Brasilien und Indien

Es wurde eine Vereinbarung über die gemeinsame Nutzung von Seltenen Erden und kritischen Mineralien unterzeichnet, um die Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen zu verringern.

Macrons Intervention bei Trump

Der französische Präsident forderte in einem Brief an das Weiße Haus die Aufhebung der Sanktionen gegen Thierry Breton und Richter Nicolas Guillou.

Ehrgeizige Handelsziele

Die Führungspersönlichkeiten Brasiliens und Indiens planen, den bilateralen Handel bis 2030 auf ein Volumen von 30 Milliarden Dollar pro Jahr zu steigern.

Präsident Luiz Inacio Lula da Silva formulierte während einer Pressekonferenz in Neu-Delhi eine klare Botschaft an die Regierung von Donald Trump. Der brasilianische Führer betonte, die Welt brauche keine zusätzlichen Turbulenzen, und eine Rückkehr zur Rhetorik des Kalten Krieges wäre schädlich für die globale Stabilität. Diese Aussage stellt eine direkte Reaktion auf die Entscheidung des US-Präsidenten dar, 10-prozentige Importzölle zu verhängen und deren weitere Anhebung auf 15 Prozent anzukündigen. Lula stellte klar, dass Brasilien eine Partnerschaft auf der Grundlage von Gleichgewicht und ohne Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer souveräner Staaten erwartet. Der Begriff „Kalter Krieg“ bezieht sich ursprünglich auf den Wettstreit zwischen den USA und der UdSSR, der von 1947 bis 1991 dauerte. Heute definiert dieser Begriff zunehmend den wachsenden technologischen und Handelskonflikt zwischen Washington und Peking, in dem die Länder des Globalen Südens versuchen, ihre eigene wirtschaftliche Handlungsfähigkeit aufzubauen.Die diplomatische Dimension des Besuchs wurde durch konkrete wirtschaftliche Vereinbarungen mit Premierminister Narendra Modi gestärkt. Die Führungspersönlichkeiten unterzeichneten sieben Abkommen, darunter einen bahnbrechenden Pakt über kritische Mineralien und Seltene Erden. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, „resiliente Lieferketten“ aufzubauen und die Dominanz Chinas zu verringern, das derzeit den Großteil der globalen Verarbeitung dieser Rohstoffe kontrolliert. Brasilien, das über die zweitgrößten Vorkommen an Seltenen Erden der Welt verfügt, wird für Indien zu einem strategischen Partner beim Aufbau technologischer Souveränität. 30 mld USD — Ziel für das Handelsvolumen zwischen Indien und Brasilien bis 2030 Gleichzeitig wachsen in Europa die Spannungen zwischen Paris und Washington. Präsident Emmanuel Macron richtete einen Brief an Donald Trump, in dem er die Aufhebung der Sanktionen gegen europäische Beamte forderte. Der Fall betrifft unter anderem den ehemaligen Kommissar Thierry Breton und den Richter am Internationalen Strafgerichtshof, Nicolas Guillou. Macron bezeichnete diese Restriktionen als „ungerechtfertigt auferlegt“, was in das umfassendere Bild einer selbstbewussten Haltung der US-Verbündeten gegenüber der neuen Politik des Weißen Hauses passt. „I want to tell the US President Donald Trump that we don't want a new Cold War. We don't want interference in any other country; we want all countries to be treated equally.” (Ich möchte dem US-Präsidenten Donald Trump sagen, dass wir keinen neuen Kalten Krieg wollen. Wir wollen keine Einmischung in irgendein anderes Land; wir wollen, dass alle Länder gleich behandelt werden.) — Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva

Perspektywy mediów: Betonung der Notwendigkeit globaler Solidarität der Länder des Südens gegen den Handelsimperialismus der USA und Forderung nach Aufhebung der Sanktionen gegen EU-Beamte. Akzentuierung der souveränen Zollpolitik der USA als Instrument zum Schutz nationaler Interessen und der Notwendigkeit, alternative Lieferquellen zu China aufzubauen.

Mentioned People

  • Luiz Inacio Lula da Silva — Präsident Brasiliens, der einen offiziellen Besuch in Indien absolvierte.
  • Narendra Modi — Premierminister Indiens, Gastgeber des Gipfels in Neu-Delhi.
  • Thierry Breton — Ehemaliger EU-Kommissar, der von US-Sanktionen betroffen ist.