Der deutsche Handball erlebt einen bittersüßen Abend in den europäischen Pokalwettbewerben. Während SG Flensburg-Handewitt Montpellier mit 40:35 besiegte und THW Kiel seine Führung nach einem Sieg in Spanien festigte, trübte der Tod eines Fans auf den Tribünen die Freude. Das tragische Ereignis führte zum Abklingen der Unterstützung und einer veränderten Atmosphäre in der Halle. Gleichzeitig verzeichnete MT Melsungen seine erste Niederlage im Wettbewerb und kämpft mit einer Verletzungswelle bei Schlüsselspielern.
Tragödie auf den Tribünen in Flensburg
Während des Spiels gegen Montpellier verstarb ein Fan, was zum Verstummen der Unterstützung und einer Stimmungsänderung in der Halle führte.
Sportlicher Erfolg von Flensburg-Handewitt
Trotz der düsteren Atmosphäre gewannen die Gastgeber mit 40:35 dank der herausragenden Leistung von Torhüter Benjamin Burić.
Sicherer Sieg von THW Kiel
Der deutsche Gigant besiegte Bidasoa Irun in Spanien und festigte seine Führung in seiner Gruppe.
Erste Niederlage für MT Melsungen
Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Bundesliga-Spitzenreiter seine Siegesserie im Pokal fortsetzen konnte.
Der Wettkampf in der EHF European League der Handballer wurde von traurigen Nachrichten aus Flensburg dominiert. Während des Spiels des lokalen Teams SG Flensburg-Handewitt gegen den französischen Vertreter Montpellier erlitt ein Zuschauer einen Zusammenbruch. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe verstarb der Fan, was einen Schatten über die Sportveranstaltung warf. Das Publikum in der Halle hörte spontan auf, die Mannschaft anzufeuern, und die Atmosphäre des Sportfestes wich der Trauer. Die Spieler beendeten die Partie, die mit einem 40:35-Sieg der Gastgeber endete, doch das Ergebnis trat in den Hintergrund. Sportlich gesehen war der Torhüter Benjamin Burić der Held Flensburgs, dessen zahlreiche Paraden die Angriffe des ehemaligen Siegers der Champions League abwehren konnten. Dieser Sieg ist äußerst wertvoll im Hinblick auf die Setzliste für die K.o.-Phase, doch die offiziellen Vereinsmitteilungen nach dem Spiel konzentrierten sich vor allem auf Beileidsbekundungen für die Familie des verstorbenen Fans. Es ist bereits ein weiterer Fall in den letzten Jahren, in dem die Rettungsmaßnahmen in großen deutschen Sportstätten einer strengen Bewertung durch Medien und Fans unterzogen werden. Die deutsche Handball-Bundesliga (HBL) gilt als die stärkste Liga der Welt, und das Lizenzsystem stellt an die Klubs strenge Anforderungen bezüglich der medizinischen Absicherung bei Massenveranstaltungen. In einem anderen wichtigen Spiel bestätigte THW Kiel seine Dominanz in der Gruppe mit einem Auswärtssieg gegen das spanische Team Bidasoa Irun. Dieser Sieg ermöglichte es den „Zebras“, ihre Tabellenführung sicher zu behaupten. Weniger Glück hatte das Team von MT Melsungen, das seine erste Niederlage in der laufenden europäischen Kampagne hinnehmen musste. Die hessische Mannschaft trat in stark dezimierter Besetzung an, was die direkte Ursache für die Niederlage war. TSV Hannover-Burgdorf wiederum kam ohne größere Probleme mit seinem Gegner in der Schweiz zurecht und holte den vollen Punktgewinn. Diese Ergebnisse zeigen eine starke, wenn auch ungleichmäßige Form der deutschen Vertreter in der EHF European League. „Es war ein sehr schwerer Abend für uns alle, die Gedanken sind bei der Familie des Fans” — Benjamin Burić Das Management der Emotionen nach solchen Ereignissen wird zur Herausforderung für die Trainerstäbe. Die Trainer müssen zwischen der Analyse taktischer Fehler und der psychologischen Unterstützung für die Spieler, die Zeugen der dramatischen Rettungsaktion waren, abwägen. In den kommenden Tagen werden offizielle Stellungnahmen des Verbandes bezüglich einer möglichen Ehrung des Verstorbenen während der nächsten Ligaspieltage erwartet.
Mentioned People
- Benjamin Burić — Torhüter der SG Flensburg-Handewitt, dessen erfolgreiche Interventionen den Sieg gegen Montpellier sicherten.