Ein internationales Forschungsteam veröffentlichte in der renommierten Zeitschrift "Science" das erste so umfassende Genom von Tumoren bei Hauskatzen. Die Ergebnisse der Analysen deuten auf überraschende genetische Analogien zwischen Tumoren bei Katzen und aggressiven Krebsformen beim Menschen hin. Diese Entdeckung ebnet den Weg für die Entwicklung moderner Therapien, die sowohl Haustieren als auch Krebspatienten zugutekommen können und die Zusammenarbeit zwischen Veterinär- und Humanmedizin vertieft.

Bahnhrechendes Onkogenom von Katzen

Wissenschaftler erstellten die erste so umfangreiche genetische Karte von Tumoren bei Hauskatzen und identifizierten dabei Schlüsselveränderungen, die zur Entwicklung aggressiver Tumore führen.

Ähnlichkeit zum Menschen

Es wurde nachgewiesen, dass genetische Mutationen bei Katzen überraschend deckungsgleich mit denen sind, die Brustkrebs bei Frauen und andere gefährliche Krebsarten verursachen.

Gemeinsame Behandlungswege

Die Entdeckung ermöglicht die Entwicklung zielgerichteter Therapien, die sowohl bei Tieren als auch bei Menschen dank der gemeinsamen genetischen Grundlage wirksam sein werden.

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern, darunter Experten des Wellcome Sanger Institute und der Universität Bern, führte eine beispiellose genetische Untersuchung von Tumoren bei Katzen durch. Die Ergebnisse der Analyse wurden am 19. Februar 2026 in der renommierten Zeitschrift "Science" veröffentlicht. Die Forscher identifizierten bei Katzen genetische Mutationen, die eine verblüffende Ähnlichkeit zu den Veränderungen aufweisen, die beim menschlichen Brustkrebs beobachtet werden. Diese Entdeckung legt nahe, dass die Mechanismen der Krebsentstehung bei beiden Spezies einander ähnlicher sind als bisher angenommen. Der interdisziplinäre Ansatz "One Health" (Eine Gesundheit), der die Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt verbindet, gewinnt seit Beginn des 21. Jahrhunderts an Bedeutung, doch die medizinisch-veterinärmedizinische Zusammenarbeit in der Onkologie war bisher begrenzt.Die Studie umfasste ein breites genetisches Profil feliner Tumore und verwandelte die bisherige "Blackbox" des Wissens über Katzenkrebs in eine transparente Roadmap für Onkologen. Hauskatzen leben in derselben Umwelt wie Menschen und sind nahezu identischen Umweltstressoren ausgesetzt, was sie zu natürlichen Modellen für die Erforschung von Krankheitsentwicklungen macht. Die Wissenschaftler fordern nun einen intensiven Informationsaustausch zwischen Tierärzten und Onkologen, was die Erprobung neuer Medikamente, die auf spezifische genetische Mutationen abzielen, erheblich beschleunigen könnte. „Die Tatsache, dass Tumore bei Katzen und Menschen dieselben genetischen Veränderungen teilen, eröffnet völlig neue therapeutische Wege, die Leben von Vertretern beider Spezies retten können.” — Zespół badawczy Das bisherige Wissen über die Krebsgenetik bei Tieren konzentrierte sich hauptsächlich auf Hunde, doch die neuesten Arbeiten belegen, dass gerade Katzen den Schlüssel zum Verständnis seltener und aggressiver Varianten von Brustkrebs besitzen könnten. Diese Ergebnisse sind von besonderer Bedeutung in Großbritannien, wo fast 25 % der Haushalte mindestens eine Katze besitzen. Weitere Arbeiten am felinen Onkogenom könnten zur Entwicklung neuer Standards in der onkologischen Behandlung führen, die auf präziser personalisierter Medizin basieren.

Mentioned People

  • Paulina Mozolewska — Autorin eines wissenschaftlichen Artikels, der den Einfluss der Veröffentlichung in Science auf die polnische Wissenschaft analysiert.