Bildungsministerin Barbara Nowacka hat eindeutig angekündigt, dass der Staatshaushalt die Kosten für überobligatorische Religionsstunden, die von kommunalen Gebietskörperschaften organisiert werden, nicht decken wird. Ab September 2025 gilt eine zentral finanzierte Wochenstunde. Die Ressortchefin betonte, dass Entscheidungen der Gemeinden, dieses Ausmaß zu erhöhen, ihre autonome finanzielle Wahl seien, für die derzeit im Haushalt des Ministeriums kein finanzieller Spielraum vorgesehen ist.
Keine staatlichen Entschädigungen
Barbara Nowacka schloss eine Kostenerstattung für Kommunen aus, die ab September 2025 eine zweite Religionsstunde aus eigenen Haushalten finanzieren.
Reduzierung der Religionsstunden
Der offizielle, durch den Staat finanzierte Umfang wird im Rahmen der neuen Reform des MEN auf eine Stunde pro Woche reduziert.
Aufsicht über kleine Schulen
Trotz geplanter Hilfe für Gemeinden bei der Rettung von Einrichtungen behält der Bildungskurator das Recht, über die Schließung von Schulen zu entscheiden.
Die Chefin des Ministeriums für Nationale Bildung, Barbara Nowacka, hat eine klare Position zur Finanzierung von Religionsunterricht an öffentlichen Schulen bezogen. Gemäß den neuen Richtlinien, die am 1. September 2025 in Kraft treten, wird der Umfang des aus dem Staatshaushalt finanzierten Religions- oder Ethikunterrichts auf eine Wochenstunde begrenzt. Einige Kommunen haben als Reaktion auf diese Änderungen erklärt, den bisherigen Umfang von zwei Stunden beibehalten zu wollen, indem sie die zusätzliche Stunde aus eigenen Mitteln finanzieren. Ministerin Nowacka hat jedoch Spekulationen über mögliche Zweckentschädigungen für diese Einrichtungen unterbunden und klar erklärt, dass kein Spielraum für solche Geldtransfers bestehe. Die Präsenz von Religion in polnischen Schulen wird durch das Konkordat von 1993 sowie Ministerialverordnungen geregelt, die bis vor kurzem zwei wöchentliche, zentral finanzierte Stunden vorsahen. In einer Reihe von Medienauftritten ging die Ministerin auch auf andere wichtige bildungspolitische Themen ein. Sie bekräftigte die Entscheidung für keine verpflichtenden Hausaufgaben an Grundschulen und argumentierte, dass die bisherige Form der Hausaufgaben an Bedeutung verloren habe und Lehrer sie effektiv durch häufigere Wissensüberprüfungen im Unterricht ersetzten. Nowacka wies die These zurück, dass diese Änderung die Nachhilfenachfrage erhöht habe. Im wirtschaftlichen Kontext erwähnte die MEN-Chefin Pläne, Lehrergehälter an makroökonomische Indikatoren zu koppeln, um Lohnstabilität im Bildungssektor zu gewährleisten. Auch das Thema Bildungskuratoren wurde angesprochen, deren Rolle im Prozess der Schließung kleiner Schulen trotz angekündigter Erleichterungen für Gemeinden, die Einrichtungen vor der Schließung bewahren wollen, entscheidend bleiben soll. „Es gibt eine Religionsstunde, und wenn jemand zusätzlichen Unterricht finanzieren möchte, ist das seine freie Entscheidung, und er trägt dafür die finanzielle Verantwortung.” — Barbara Nowacka Das Bildungsministerium konzentriert sich derzeit auf die Einführung eines neuen Fachs – Gesundheitserziehung –, das die Familien- und Lebenserziehung ersetzen soll. Diese Änderungen sind neben der Reduzierung der Religionsstunden Teil einer umfassenderen Reform, die darauf abzielt, die Stundenpläne der Schüler zu entlasten und die Lehrpläne an moderne gesellschaftliche Herausforderungen anzupassen. Die Ministerin betonte, dass Kommunen das Recht auf eine eigene Bildungspolitik haben, jedoch innerhalb ihrer eigenen Haushalte und ohne Möglichkeit, die Kosten zusätzlicher Projekte auf die Regierungsebene zu verlagern. Änderungen in der Organisation des Religionsunterrichts: Anzahl der aus dem Staatshaushalt finanzierten Stunden: 2 Wochenstunden → 1 Wochenstunde; Finanzierung zusätzlicher Stunden: Möglich aus dem Zentralhaushalt → Ausschließlich aus kommunalen Mitteln Betont das Recht auf eine säkulare Schule sowie die Notwendigkeit einer Rationalisierung der Haushaltsausgaben im Zuge der Lehrplanreform. | Akzentuiert den Eingriff in die Rechte von Eltern und Kommunen sowie das Risiko der Diskriminierung von Schülern, die am Religionsunterricht teilnehmen.
Mentioned People
- Barbara Nowacka — Bildungsministerin, verantwortlich für Lehrplanreformen und Bildungsfinanzierung.