
Rumänien rettet 12 Besatzungsmitglieder, nachdem dominikanisches Frachtschiff getroffen wird und im Schwarzen Meer sinkt
Alle 12 Besatzungsmitglieder des Frachtschiffs Progress IV wurden aus 2,5 Meter hohen Wellen vor Sfântu Gheorghe gezogen, nachdem ihr Schiff Feuer fing und nach einem offenbar erfolgten Zusammenstoß sank.
Untergang der Progress IV vor Sfântu Gheorghe
Am Abend des 27. August 2026 fing das unter der Flagge der Dominikanischen Republik fahrende kommerzielle Frachtschiff Progress IV Feuer, erlitt schwere Schäden und sank im Schwarzen Meer innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens. Der Notfall begann um 17:55 Uhr, als das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC), das der Rumänischen Seebehörde (ANR) untersteht, einen COSPAS-SARSAT-Notruf empfing. Die Übermittlung gab die letzten bekannten Koordinaten des Schiffs etwa 15 bis 20 Seemeilen südöstlich der rumänischen Küstensiedlung Sfântu Gheorghe an. Das Feuer erfasste das Frachtschiff schnell und verursachte schwere Schäden, die alle 12 Besatzungsmitglieder zwangen, ins offene Wasser zu gehen, als das Schiff zu sinken begann.
- MRCC erhält COSPAS-SARSAT-Notfallalarm von der Progress IV
- Grenzpolizei der Küstenwache über Brand informiert und startet Such- und Rettungseinsatz
- Alle 12 Besatzungsmitglieder lebend aus dem Meer geborgen
- Rettungseinsatz von der Rumänischen Küstenwache offiziell abgeschlossen
Einsatz und Rettung in rauer See
Gegen 19:00 Uhr informierte das MRCC Constanța die Grenzpolizeibeamten der Rumänischen Küstenwache offiziell darüber, dass an Bord des Transitschiffs ein Feuer ausgebrochen war. Das Koordinierungszentrum leitete einen Such- und Rettungseinsatz ein und bestimmte das Küstenwachschiff MAI 0201 zum Einsatzleiter vor Ort. Die rumänischen Behörden entsandten mehrere Einheiten zu den Koordinaten, darunter zwei spezialisierte Rettungsschiffe der Rumänischen Agentur zur Rettung von Menschenleben auf See (ARSVOM), die SAR Ares und die SAR Artemis. Zusätzlich leitete das MRCC das nahe gelegene Handelsschiff Mohamad B um, um bei der maritimen Suche zu helfen.
Die Einsatzbedingungen im Schwarzen Meer waren schwer, die Rettungskräfte navigierten durch Wellen von etwa 2,5 Metern Höhe. Die Besatzung eines nahe gelegenen Handelsschiffs entdeckte als erste mehrere Seeleute im Wasser, sodass die koordinierte Rettungsflotte ihre Positionen schnell lokalisieren konnte. Grenzpolizisten an Bord der MAI 0201 zogen zehn Besatzungsmitglieder direkt aus dem Meer, während die Besatzung des Handelsschiffs Mohamad B die restlichen zwei Seeleute rettete. Alle 12 Personen wurden bis 20:47 Uhr lebend aus dem Wasser geborgen, und die Behörden schlossen den vollständigen Rettungseinsatz um 21:00 Uhr ab.
- Küstenwache MAI 0201
- 10 Seeleute
- Mohamad B
- 2 Seeleute
Opfer und offizielle Stellungnahmen aus Chișinău
Unter den 12 geretteten Seeleuten erlitt ein Besatzungsmitglied schwere Verletzungen, darunter einen Armbruch, der spezielle medizinische Behandlung erforderte. Die übrigen elf Besatzungsmitglieder entgingen ernsthaften körperlichen Schäden und wurden an Bord der Rettungsschiffe gebracht, um zurück zum rumänischen Festland transportiert zu werden. Der rumänische Präsident Nicușor Dan äußerte sich am Donnerstagabend während einer Pressekonferenz in Chișinău, Moldawien, zu dem Schifffahrtsvorfall und deutete an, dass das Schiff vor dem Sinken getroffen worden war.
Heute Abend gab es einen Vorfall in rumänischen Hoheitsgewässern. Ein Schiff wurde getroffen. Glücklicherweise wurden die Besatzungsmitglieder gerettet. Die Küstenwache griff schnell ein, niemand wurde verletzt.
Während Präsident Dans erste Äußerungen besagten, dass niemand verletzt worden sei, bestätigten spätere medizinische Berichte der Rettungsteams den Armbruch des Besatzungsmitglieds. Offizielle Quellen identifizierten die Ursache des Zusammenstoßes zunächst nicht und gaben keine weiteren Details darüber, was das Schiff getroffen hatte. Sowohl das rumänische Küstenwachschiff MAI 0201 als auch das Handelsschiff Mohamad B fuhren mit den 12 Überlebenden an Bord zu Hafenanlagen an der rumänischen Küste.


