
Hurrikan Simon und Sturm Rachel fordern zwei Tote und zehn Vermisste in Mexiko
Hurrikan Simon und der ehemalige Tropensturm Rachel haben an der Pazifikküste Mexikos sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen gebracht. Simon soll zwischen Mittwoch, 14. Oktober, und Donnerstag, 15. Oktober, Mazatlán in Sinaloa erreichen.
Zwei Tote an Mexikos Pazifikküste
Die Gouverneurin von Guerrero, Evelyn Salgado, bestätigte am Montag, 12. Oktober, in einer Pressekonferenz, dass ein 71-jähriger Mann während des Hurrikans Simon starb, nachdem eine Stützmauer unter dem Gewicht der starken Regenfälle eingestürzt war. Nach Angaben der in Guerrero ansässigen Agentur IRZA, die von Al Jazeera zitiert wird, hatte der Mann am westlichen Rand von Chilpancingo seine Tiere gefüttert, als die Mauer auf ihn stürzte. Laura Velázquez Alzúa, die nationale Koordinatorin von Protección Civil, bestätigte denselben Todesfall am selben Morgen bei der Pressekonferenz des Präsidenten im Nationalpalast.
In Baja California berichtete Gouverneurin Marina del Pilar Ávila, dass ein Mädchen an den Folgen von Rachel starb, die laut Al Jazeera Anfang Oktober als Sturm der Kategorie 3 ihren Höhepunkt erreichte. Rachel erreichte den Bundesstaat am Wochenende, und laut dpa dokumentierten lokale Medien Überschwemmungen, Sachschäden und Stromausfälle in mehreren Gemeinden auf der Halbinsel. Al Jazeera beschreibt den Sturm zum Zeitpunkt des Landgangs als posttropisch, während dpa ihn als Tropensturm bezeichnet.
El País, zitiert von Al Jazeera, berichtete zudem, dass in Mazatlán in Sinaloa ein Klippenspringer starb, nachdem er ins Meer gesprungen war.
Zehn Vermisste und beschädigte Häuser
Gouverneurin Marina del Pilar Ávila bezifferte die Zahl der Vermissten in Baja California auf 10, davon acht in Ensenada an der Pazifikküste und zwei in der Fischerstadt San Felipe am Golf von Kalifornien, wie Al Jazeera berichtet. Die Lokalzeitung La Jornada meldet 11 Vermisste in dem Bundesstaat, und die Zahlen sind weiterhin vorläufig. Weiter südlich berichtet ANSA, dass Simon in Acapulco und Colima Schäden verursachte, wo 71 Häuser und 35 Geschäftsbetriebe beschädigt wurden.
In den anderen von Simon betroffenen Bundesstaaten Michoacán, Colima und Jalisco meldet Protección Civil keine erheblichen Schäden. Velázquez sagte bei der Pressekonferenz des Präsidenten:
Es gibt keine größeren Auswirkungen
- Guerrero, Tote
- 1 Personen
- Baja California, Tote
- 1 Personen
- Baja California Vermisste, laut Gouverneurin
- 10 Personen
- Baja California Vermisste, laut La Jornada
- 11 Personen
Simons Zugbahn und Vorhersage
Dpa berichtet, dass Simon am Sonntagmorgen, 11. Oktober, noch als Hurrikan der Kategorie 4 geführt wurde, und El País zufolge drohte er, in Jalisco und Colima als Kategorie 4 an Land zu gehen, bevor er seinen Kurs änderte. Bis zum späten Montagmorgen, 12. Oktober, hatte sich der Sturm laut dem von Al Jazeera zitierten US National Hurricane Center auf Kategorie 2 mit maximalen anhaltenden Winden von etwa 155 km/h (100 mph) abgeschwächt, während ANSA 175 km/h angibt. Sein Zentrum lag etwa 115 km westsüdwestlich von Cabo Corrientes in Jalisco und driftete mit 3 km/h nach Westen. El País beschreibt Simon am Montag als Hurrikan der Kategorie 3.
Die Vorhersagen unterscheiden sich beim Zeitpunkt. ANSA zufolge wird der Landgang bei Mazatlán zwischen Mittwoch, 14. Oktober, und Donnerstag, 15. Oktober, erwartet, dpa legt die Annäherung auf die Nacht zum Donnerstag, 15. Oktober, und Al Jazeera nennt Donnerstag oder Freitag, 15. oder 16. Oktober. Die Behörden warnen weiterhin vor starkem Regen, heftigen Winden, hoher Brandung und Erdrutschen entlang der Pazifikküste.
- Simon wird laut dpa noch als Hurrikan der Kategorie 4 geführt
- Simon schwächte sich laut dem US National Hurricane Center über Al Jazeera auf Kategorie 2 ab
- Vorhergesagtes Zeitfenster für Simons Landgang bei Mazatlán, Sinaloa
Notfallmaßnahmen
Präsidentin Claudia Sheinbaum garantierte laut ANSA die Aktivierung von Notfallplänen in sieben Bundesstaaten, um die Versorgung und den Zugang zu abgeschnittenen Gebieten zu sichern. El País berichtet, dass sie die Streitkräfte anwies, den Plan DN-III-E aktiv zu halten, um die Bevölkerung zu schützen und zu unterstützen. Sie rief die Bürger auf, offizielle Informationskanäle zu nutzen und sich vom Meer fernzuhalten. Al Jazeera berichtet, dass Experten warnen, die Zahl der Todesopfer beider Stürme könnte steigen, da umgestürzte Bäume, starke Winde und Flutwasser die Anwohner weiterhin beeinträchtigen.


