
Trump-Regierung gibt zu: 7,5 Mrd. Dollar an Zuschüssen für saubere Energie aufgrund von Wahlverhalten der Bundesstaaten gestrichen
Aus einer Gerichtsvorlage geht hervor, dass das Energieministerium 7,5 Milliarden Dollar an Biden-Ära-Zuschüssen für saubere Energie einzig deshalb kündigte, weil die Empfänger in demokratischen Bundesstaaten lagen – entgegen früheren Behauptungen, die Maßnahme ziele auf Verschwendung ab.
Die Gerichtsvorlage
Als die Trump-Regierung im Oktober letzten Jahres mehr als 7,5 Milliarden Dollar an Zuschüssen für saubere Energie aus der Biden-Ära strich, beschrieben Beamte dies als dringenden Schritt, um die Steuerzahler vor verschwenderischen Ausgaben zu schützen. Diese Begründung zerfiel in diesem Monat in einer Gerichtsvorlage, in der Regierungsanwälte erklärten, die Kündigungen seien „ausschließlich auf der Grundlage der politischen Identität des Bundesstaates des Zuschussempfängers“ (ob ein Blue State oder ein Nicht-Blue State) erfolgt und nicht auf der Grundlage programmatischer, gesetzlicher, kostensenkender oder leistungsbezogener Faktoren.
[Das Energieministerium] akzeptiert, dass weder die Aufnahme des ARCHES-Zuschusses noch anderer Zuschüsse in die Oktober-Tranche auf programmatischen, gesetzlichen, kostensenkenden oder leistungsbezogenen Faktoren beruhte.
Die Vorlage räumte auch ein, das Ministerium werde „nicht behaupten, dass es über den/die Hauptzuschussempfänger hinausgeblickt hat, um die politische Identität oder geografische Verteilung der nachgelagerten Begünstigten der Zuschussmittel zu berücksichtigen.“
Reaktion der Regierung
Das Energieministerium wehrte sich am Freitag. Ein Sprecher bezeichnete die Berichterstattung als „Falschdarstellung“ und bestand darauf, dass „keine der Kündigungsentscheidungen auf politischen Erwägungen beruhte“. Die Anerkennung der politischen Identität, so der Sprecher, beziehe sich nur auf den Zeitpunkt der Ankündigung, nicht auf den Inhalt der Entscheidungen.
Das ist eine Falschdarstellung der Gerichtsvorlage. Keine der Kündigungsentscheidungen beruhte auf politischen Erwägungen.
Die Klage
Die Eingeständnisse stammen aus einer Klage, die von sechs Fakultätsmitgliedern der University of California und anderen Forschern eingereicht wurde und die die abrupte Kündigung bereits bewilligter Zuschüsse anficht. Die Kläger beschrieben die Kündigungen als Teil einer „politischen ‚Kostensenkungs‘-Agenda und einer ideologischen Reinheitskampagne.“
- Die Trump-Regierung streicht über 7,5 Milliarden Dollar an Biden-Ära-Zuschüssen für saubere Energie und stellt dies als Maßnahme gegen Verschwendung dar.
- Sechs Fakultätsmitglieder und Forscher der University of California reichen Klage gegen die Kündigungen ein.
- In einer Gerichtsvorlage räumt das Energieministerium ein, dass die Kündigungen ‚ausschließlich‘ auf der politischen Identität der Bundesstaaten beruhten.
- Das Weiße Haus finalisiert Regeln, die dem Präsidenten mehr Kontrolle über jährlich eine Billion Dollar an Bundesbeihilfen geben sollen.
Breiteres Muster
Der Vorfall veranschaulicht, wie Präsident Trump in seiner zweiten Amtszeit Bundesmittel für Bildung, Energie, Gesundheit, Wohnungsbau und Infrastruktur als Druckmittel eingesetzt hat. Kritiker sehen das gleiche Vorgehen am Werk, während das Weiße Haus Regeln finalisiert, die dem Präsidenten mehr Kontrolle über mehr als eine Billion Dollar an jährlichen Bundesbeihilfen geben würden.
Das Risiko, dass die Trump-Regierung bereit ist, bei der Politisierung der Zuschussvergabe bis zum Äußersten zu gehen, ist keine Hypothese. Wenn sie so offenkundig damit umgehen, dann sollten wir meiner Meinung nach ernst nehmen, wenn sie einen Rahmen vorlegen, der eine extreme Politisierung der Zuschussvergabe in der gesamten Bundesregierung ermöglichen würde.
O'Connor, ein Senior Fellow am Center on Budget and Policy Priorities und ehemaliger Haushaltsbeamter des Weißen Hauses unter Biden, bezeichnete die Gerichtsvorlage als ein Signal, dass die Regierung ihren Rahmen umsetzen werde, wenn sich die Gelegenheit biete.


