
Personenzüge kollidieren in Großpolen: Zwei Verletzte, Zugverkehr bei Białośliwie eingestellt
Ein Regionalzug von Polregio und ein PKP-Intercity-Zug sind am Donnerstag kurz nach 18 Uhr in Białośliwie im Westen Polens zusammengestoßen. Rettungskräfte eilten zum Unfallort, an dem sich etwa 200 Fahrgäste befanden und mindestens zwei Menschen verletzt wurden.
Was geschah
Ein Intercity-Zug von Białogard nach Warschau und ein Polregio-Zug auf der Strecke Piła–Bydgoszcz sind am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, nahe dem Bahnhof in Białośliwie (Woiwodschaft Großpolen) zusammengestoßen. Der erste Notruf ging laut örtlicher Feuerwehr um 18:04 Uhr ein. Beide Züge entgleisten teilweise, und der Bahnbetreiber PKP PLK stellte den Verkehr auf der betroffenen Strecke sofort ein.
Opfer
Ersten Meldungen zufolge befanden sich insgesamt rund 200 Fahrgäste an Bord. Bis zum frühen Abend wurden keine Todesfälle bestätigt. Ein Fahrgast erlitt eine Kopfverletzung, zwei weitere wurden noch am Unfallort behandelt, vor allem wegen eines Schocks. In einer ersten Polizeimitteilung hieß es, eine Person mit einer Kopfverletzung werde versorgt, zwei weitere Fahrgäste benötigten nur minimale Hilfe. Die örtlichen Feuerwehren entsandten 14 Einheiten zum Unfallort.
Offizielle Reaktion
Die Züge auf der Strecke Piła–Bydgoszcz sind derzeit angehalten. Der Betrieb wird wieder aufgenommen, sobald wir überprüft haben, ob es eine Entgleisung gab, und den Zustand der Infrastruktur kontrolliert haben.
Der leitende Feuerwehrmann Martin Halasz bestätigte, dass zwei Personenzüge kollidiert seien. Polizeisprecher Łukasz Kędziora erklärte, die ersten Informationen deuteten auf eine Kollision zwischen einem Personen- und einem Güterzug hin, spätere Berichte anderer Quellen beschrieben beide Züge jedoch als Personenzüge. Die Behörden betonten, die Lage sei dynamisch und die Zahl der Verletzten könne sich noch ändern.
Ermittlungen
Die Ursache des Zusammenstoßes ist weiterhin unklar. PKP PLK kündigte an, eine Sonderkommission werde die Ermittlungen aufnehmen. Es gab zunächst keine Hinweise darauf, ob menschliches Versagen, ein Signalausfall oder die Wetterbedingungen zu dem Vorfall beigetragen haben. Technische Teams des Bahnbetreibers waren bereits vor Ort, um Inspektionen durchzuführen.

