Zenith hat ein Konsultationsverfahren zur Massenentlassung eröffnet, das rund 100 der 196 Stellen in der Manufaktur in Le Locle betrifft; weitere 101 Positionen im internationalen Vertriebsnetz stehen ebenfalls auf dem Spiel.
Zenith will sein Kernsegment von 8.000 bis 15.000 Schweizer Franken verlassen und sich auf das oberste Segment konzentrieren, wobei das Modell Calibre 135 knapp unter 50.000 Franken beginnt. Die Reorganisation soll bis 2029 abgeschlossen sein.
LVMH wies im Januar 2026 Gerüchte über einen Verkauf der verlustreichen Marke zurück, und eine interne Quelle bestritt erneut jegliche Verkaufsabsicht.
Zenith, die Uhrenmarke des französischen Luxuskonzerns LVMH, hat ein Konsultationsverfahren für eine Massenentlassung in ihrer Manufaktur in Le Locle im Kanton Neuenburg eröffnet. Eine Sprecherin bestätigte den Schritt gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur AWP und AFP, nachdem die Tageszeitung Le Temps zuerst darüber berichtet hatte. Nach Angaben einer internen Quelle sind rund 100 der 196 Stellen am Standort betroffen, weitere 101 Positionen im internationalen Vertriebsnetz stehen ebenfalls auf dem Spiel. Le Temps bezifferte den Personalbestand der Manufaktur auf 200 Mitarbeitende, die Ausgangszahl unterscheidet sich also je nach Bericht. Das Unternehmen erklärte, bis zum Abschluss der Konsultation keine weiteren Einzelheiten bekannt zu geben. Weltweit umfasst der Plan rund 200 Stellen.
Die Beschäftigten erfuhren am Donnerstagmorgen, 22. Oktober, von dem Plan, als Konzernchef Benoît de Clerck zu ihnen sprach. Le Temps liegt ein Transkript eines Teils seiner Ausführungen vor; er führt die Marke seit Januar 2024. Er sagte den Mitarbeitenden, die Marke durchlaufe im mittleren Segment eine schwierige Phase, und verwies auf mehrere Belastungen:
„Wir alle durchlaufen eine sehr schwierige Phase in dem, was wir unser Zwischensegment nennen.“
Er nannte den starken Schweizer Franken, US-Zölle und die sinkende Nachfrage in wichtigen Märkten wie dem Nahen Osten und Asien. Zudem verwies er auf Stellenabbau-Ankündigungen von Wettbewerbern, darunter Montblanc, das Kürzungen in Le Locle angekündigt hatte. Zenith sei von diesem Klima nicht ausgenommen, fügte er hinzu.
Zenith will sich von seinem bisherigen Markt lösen und sich auf das oberste Luxussegment konzentrieren, das Le Temps als Haute Horlogerie bezeichnet. Das derzeitige Kernsegment der Marke liegt laut Le Temps zwischen 8.000 und 15.000 Schweizer Franken. Die Strategie stützt sich teilweise auf das Modell Zenith G.F.J. Calibre 135, das beim Grand Prix d'Horlogerie de Genève einen Preis gewann und knapp unter 50.000 Franken beginnt – zum aktuellen Wechselkurs rund 54.000 Euro. Eine interne Quelle sagte, der Schritt sei eine Frage des Überlebens, weil die geplanten Produktionsmengen nicht mehr zur Nachfrage passten. Die Reorganisation soll bis 2029 abgeschlossen sein; die Marke schreibt seit einem Aufschwung nach Covid Jahr für Jahr Verluste, obwohl sich einige Kollektionen gut verkaufen.
Daten aus dem Artikeltext
Quellen beschreiben die Abschwächung als dauerhaft und nicht als vorübergehend. Eine interne Quelle sagte, der Markt habe sich dauerhaft verändert und strukturelle Probleme lasteten auf dem Unternehmen. Die Organisation von Produktion und Vertrieb sei überdimensioniert und treibe die Kosten in die Höhe, fügte die Quelle hinzu. In derselben Ansprache an die Belegschaft sagte der Konzernchef:
„Das ist kein Luftloch, das ist ein Markt, der sich dauerhaft verändert hat.“
LVMH wies im Januar 2026 Gerüchte über einen Verkauf der verlustreichen Marke entschieden zurück. Die interne Quelle bestritt erneut jegliche Verkaufsabsicht.
Die Konsultationsfrist zwischen den Sozialpartnern beginnt am Montag, 26. Oktober, um Lösungen zu suchen. Die Gewerkschaft Unia will die Beschäftigten am selben Montag treffen. Zenith erklärte, für die rund 100 von Entlassung bedrohten Mitarbeitenden Alternativen innerhalb der LVMH-Gruppe und bei anderen Unternehmen der Region suchen zu wollen. In der Ansprache sagte der Konzernchef zudem:
„Unser Haus hat dennoch echte Werte, die es einbringen kann: unsere Geschichte, unser Know-how, unsere außergewöhnlichen Kaliber.“
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Die Schweizer Uhrenmarke aus dem LVMH-Konzern hat ein Verfahren zur Massenentlassung eröffnet, das rund 100 der 196 Stellen in ihrer Manufaktur in Le Locle betrifft. Auch 101 weitere Positionen im internationalen Vertriebsnetz stehen auf dem Spiel.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von SRF News, BFMTV, watson.ch/ und weiteren Medien. Veröffentlicht .
Kurs der letzten Sitzung. LVMH im Bereich Märkte