
Schweizer Trainer Murat Yakin bleibt nach dem WM-Viertelfinal-Aus beim Nationalteam
Der 51-jährige Trainer und seine Spieler sprachen nach der 1:3-Verlängerungsniederlage gegen Argentinien in Kansas City, wobei Yakin jegliche Abschiedsgerüchte zurückwies.
Die Niederlage verarbeiten
Murat Yakin hielt am Sonntagmorgen in Kansas City seine letzte Pressekonferenz der WM 2026, weniger als zwölf Stunden nach dem Viertelfinal-Aus der Schweiz gegen Argentinien. Der Schweizer Trainer sagte, er habe nur drei oder vier Stunden geschlafen. Er und sein Stab verbrachten einen Teil der Nacht damit, das Turnier Revue passieren zu lassen. Yakin bezeichnete die 40-tägige Reise, die mit dem Abflug in Zürich begann, als eine fantastische Reise und eine Ehre, auch wenn das Viertelfinale bitter endete.
Das Team hat nicht verdient, auf diese Weise auszuscheiden.
Er weigerte sich, das Spiel im Detail zu besprechen, und sagte nur, dass noch ein paar Fragen zur Roten Karte von Breel Embolo offen seien. Embolo war nach einer VAR-Überprüfung wegen Simulation vom Platz gestellt worden, was die Schweiz gegen Argentinien in Unterzahl zurückließ. Direkt nach dem Spiel in Kansas City hatte Yakin den portugiesischen Schiedsrichter Joao Pinheiro und seine Assistenten scharf kritisiert.
Keine Pläne zu gehen
Yakins Vertrag mit der Schweizer Nationalmannschaft läuft bis zum Sommer 2028, und trotz medialer Spekulationen in den letzten Wochen machte er klar, dass er nicht geht. Der Trainer begegnete der Idee eines Berufswechsels mit Humor.
Ich hoffe, Sie glauben nicht, dass ich jetzt eine Karriere als Schauspieler beginnen werde.
Der Scherz bezog sich auf einen kürzlichen Vergleich des Entertainers James Corden, der Yakin mit einem James-Bond-Bösewicht verglichen hatte. Yakin betonte, dass er kein Interesse an einem anderen Job habe, weder innerhalb noch außerhalb des Fußballs.
Ich bin extrem stolz, Trainer der Nationalmannschaft zu sein, und ich habe einen riesigen Wunsch, weiterhin mit diesem Team zu arbeiten. Für mich gibt es null Gedanken daran, einen anderen Weg einzuschlagen.
Er sagte, die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern im Kader sei gut, und kein Spieler habe ihm gesagt, dass er sich aus dem internationalen Fußball zurückziehen wolle, obwohl in den kommenden Tagen Gespräche stattfinden werden. Nach der EM 2024 hatten langjährige Größen wie Xherdan Shaqiri und Yann Sommer ihre Karrieren in der Nationalmannschaft beendet.
Freuler bleibt der Nati treu
Mittelfeldspieler Remo Freuler (34) bestätigte nach der Niederlage gegen Argentinien, dass er weiterhin für die Schweiz spielen will. Er räumte ein, dass er viel über seine Zukunft nachgedacht habe, auch weil sein Vereinsvertrag bei Bologna gerade ausgelaufen sei. Freuler sah dennoch einen klaren Weg vor sich im Nationaltrikot.
Wir haben noch viel mit der Nationalmannschaft vor. Heute haben wir gesehen, dass viele Dinge möglich sind. Also wird es weitergehen.
Yakin begrüßte Freulers Bekenntnis, nannte es sehr erfreulich und stellte fest, dass die Mannschaft aus der WM-Kampagne viele positive Punkte für die anstehenden Aufgaben mitgenommen habe.


