Wirtschaft · San Francisco
Bundesrichter weist xAI-Klage wegen Geschäftsgeheimnissen gegen OpenAI endgültig ab – zweite juristische Niederlage für Musk in vier Wochen
Ein US-Bundesrichter hat am Montag die Klage von xAI abgewiesen, in der OpenAI der Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vorgeworfen wurde. Das Gericht entschied, dass das Unternehmen keine Verbindung zwischen OpenAI und einer angeblichen Veruntreuung durch einen ehemaligen xAI-Ingenieur nachweisen konnte. Die endgültige Abweisung markiert Elon Musks zweite juristische Niederlage gegen OpenAI innerhalb eines Monats.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Verge, The Next Web, The Wall Street Journal und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Richterin Rita Lin entschied, dass xAI nicht nachweisen konnte, dass OpenAI den Ex-Ingenieur Xuechen Li zur Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen angestiftet hat, und bezeichnete weitere Änderungen als 'zwecklos'.
Das Urteil folgt auf ein Jury-Urteil vom 18. Mai, das Musks 150-Mrd.-USD-Klage gegen OpenAI aufgrund der Verjährungsfrist abwies.
Lin schrieb, dass die Befragung von Bewerbern zu ihrer früheren Arbeit Arbeitgeber nicht der Haftung aussetzen könne – ein Standard, der in der Praxis nicht umsetzbar wäre.
Alle 11 ursprünglichen Mitgründer haben xAI verlassen; das Unternehmen wurde in einem 1,25 Billionen USD schweren Deal von SpaceX übernommen, und Musk sagt, es müsse neu aufgebaut werden.

Die Abweisung
Die US-Bezirksrichterin Rita Lin wies am Montag die Klage von xAI wegen Geschäftsgeheimnissen gegen OpenAI endgültig ab und beendete damit das Verfahren dauerhaft. Lin urteilte, dass xAI nicht habe belegen können, dass OpenAI den ehemaligen xAI-Ingenieur Xuechen Li dazu angestiftet habe, vertrauliche Informationen preiszugeben, oder dass Li während einer Rekrutierungspräsentation tatsächlich Geschäftsgeheimnisse offenbart habe. Weitere Änderungen an der Klageschrift seien "zwecklos", so die Richterin.
Das Urteil markiert die zweite große juristische Niederlage für Elon Musk gegen OpenAI innerhalb von vier Wochen. Am 18. Mai wies eine Bundesjury in Oakland einstimmig seine Klage über 150 Mrd. USD gegen Sam Altman ab und befand, dass Musk seine Ansprüche nach Ablauf der Verjährungsfrist eingereicht hatte. Die Jury beriet weniger als zwei Stunden.
Die Vorwürfe
Die im September 2025 eingereichte Klage warf OpenAI vor, ehemalige xAI-Mitarbeiter abgeworben und Geschäftsgeheimnisse im Zusammenhang mit dem Chatbot Grok gestohlen zu haben. xAI behauptete, dass vertraulicher Quellcode entwendet wurde, als Ingenieure zu OpenAI wechselten. Der Fall konzentrierte sich auf eine Präsentation, die Li hielt, während OpenAI ihn für eine Position rekrutierte, die er laut OpenAI nie innehatte.
xAI behauptete, OpenAI habe Geschäftsgeheimnisse bezüglich Grok 4 gesucht, das im Juli 2025 veröffentlicht wurde, und machte geltend, dass das eigene ChatGPT-Update bei komplexen Schlussfolgerungen "nicht konkurrenzfähig" sei und bei den von Li verstandenen Techniken des bestärkenden Lernens (Reinforcement Learning) "hinterherhinke". Lin ließ sich davon nicht überzeugen.
„Andernfalls wären Arbeitgeber potenziell bei jeder Nachfrage nach der früheren Arbeit eines Kandidaten einer Haftung ausgesetzt.“
Ein Muster an Niederlagen
Die endgültige Abweisung folgt auf ein Urteil vom Februar, das die Klage zunächst abwies, xAI jedoch erlaubte, die Klageschrift zu ändern. Die geänderte Fassung war nicht erfolgreicher. Die Entscheidung vom Montag bedeutet, dass xAI dieselben Ansprüche nicht erneut geltend machen kann.
Die beiden juristischen Niederlagen unterstreichen einen umfassenden Rückzug von xAI. Alle elf ursprünglichen Mitgründer haben das Unternehmen verlassen, und die Firma wurde im Februar in einem 1,25 Billionen USD schweren Gesamtdeal von SpaceX übernommen. Musk selbst bemerkte, dass xAI "beim ersten Mal nicht richtig aufgebaut wurde" und einen Neuaufbau benötige.
Routinemäßige Einstellungsanfrage
Richterin Lins Begründung behandelte den Rekrutierungsaustausch als gewöhnlich. OpenAI argumentierte, es habe nie Geheimnisse von xAI erworben und benötige diese auch nicht. Die Anwälte des Unternehmens reichten eine deutliche Stellungnahme ein:
„OpenAI benötigt oder will niemandes Geschäftsgeheimnisse, insbesondere nicht von xAI, das auf dem Markt scheitert und Talente verliert.“
Das Gericht fand keine Beweise dafür, dass OpenAI-Ingenieure wussten, dass Li vertrauliche Informationen preisgegeben haben könnte. Lin kam zu dem Schluss, dass die Befragung eines Kandidaten zu früheren Arbeiten ein Standardverfahren sei und nicht die Grundlage für eine Klage wegen Geschäftsgeheimnissen bilden könne.
Wie es weitergeht
Musks Anwaltsteam hat angekündigt, gegen das Jury-Urteil vom Mai Berufung einzulegen. Die Abweisung vom Montag ist jedoch endgültig, sofern sie nicht in der Berufung aufgehoben wird. Vorerst setzt das Urteil eine Grenze dafür, wie weit Unternehmen gehen können, wenn sie Konkurrenten während der routinemäßigen Einstellung des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen beschuldigen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- The VergeElon Musk loses against OpenAI in court, again.
- The Next WebJudge kills xAI trade secret case against OpenAI
- The Wall Street JournalJudge Dismisses Elon Musk's xAI Trade-Secret Lawsuit Against OpenAI
- engadgetxAI's lawsuit accusing OpenAI of stealing trade secrets has been thrown out - Engadget
- Rita Lin
- US-Bezirksrichterin, die die xAI-Klage endgültig abwies
- Elon Musk
- Gründer von xAI, dessen Klagen gegen OpenAI abgewiesen wurden
- Sam Altman
- CEO von OpenAI, Ziel von Musks Klagen
- Xuechen Li
- Ehemaliger leitender Ingenieur bei xAI, der im Zentrum der Vorwürfe wegen Geschäftsgeheimnissen steht
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