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Klima·vor 6 Std.

Wrocław richt erstes Naturschutzgebiet innerhalb des Stadtgebiets ein und schützt den 13 Hektar großen Wald Las Pilczycki am Zusammenfluss der Oder

Am 15. Juni 2026 eröffnete Klimaministerin Paulina Hennig-Kloska das erste Naturschutzgebiet in Wrocław, den 13,21 Hektar großen Auwald Las Pilczycki am Zusammenfluss von Ślęza und Oder, der seltenen Spechten, Fledermäusen, Ottern und Bibern als Lebensraum dient.

Eine Premiere für Wrocław

Am 15. Juni 2026 rief die polnische Ministerin für Klima und Umwelt, Paulina Hennig-Kloska, offiziell das Reservat „Las Pilczycki im. prof. Dariusza Tarnawskiego“ ins Leben – das erste Schutzgebiet dieser Art innerhalb der administrativen Grenzen von Wrocław. Das Gelände umfasst 13,21 Hektar Auwald an der Mündung der Ślęza in die Oder. Die Ministerin betonte die Seltenheit städtischer Naturschutzgebiete und bezeichnete sie als „die Lungen der Städte“.

Solche Objekte innerhalb von Städten sind bereits eine ziemliche Seltenheit, aber da sie ein so reichhaltiges Gebiet darstellen, müssen wir versuchen, sie für zukünftige Generationen zu bewahren, da wir bereits dokumentiert haben, mit wie viel Verlust an biologischer Vielfalt wir es zu tun haben.

Dies ist das 180. Reservat, das in ihrer aktuellen Amtszeit geschaffen wurde, wodurch die Gesamtzahl in Niederschlesien auf 76 steigt.

Reiche Artenvielfalt

Der Wald ist ein gut erhaltener Eichen-Ulmen-Eschen-Auwald, der zu den wertvollsten Ökosystemen Polens zählt. Sein hoher Grad an Natürlichkeit spiegelt sich in reichlich stehendem und liegendem Totholz wider, das Mikrohabitate für Insekten, Pilze und Vögel bietet. Das Reservat beherbergt seltene und geschützte Arten: mehrere Fledermausarten, Schwarzspecht (Dryocopus martius), Mittelspecht (Dendrocoptes medius), Grünspecht (Picus viridis), Fischotter und Europäischer Biber. Förster aus der Oberförsterei Miękinia weisen auf das Vorkommen des Eremiten (Osmoderma eremita), des Großen Eichenbocks (Cerambyx cerdo), des Goldglänzenden Rosenkäfers (Protaetia speciosissima) sowie des extrem seltenen Käfers Leiestes seminiger hin, einem Urwaldrelikt, das an feuchtes, verrottendes Holz gebunden ist.

Gedenken an einen Wissenschaftler

Das Reservat ist nach Professor Dariusz Tarnawski (1953–2021) benannt, einem renommierten Entomologen, Taxonomen und Umweltbiologen an der Universität Wrocław. Er war ein weltweit führender Experte für Schnellkäfer (Elateridae), beschrieb über 300 neue Arten und seine Forschung bildete die Grundlage für die Ausweisung von Natura-2000-Gebieten und anderen Schutzgebieten in ganz Niederschlesien. Während der Zeremonie wurde eine Gedenktafel enthüllt.

Regeln und zukünftige Forschung

Hennig-Kloska erklärte, sie wolle, dass der Wald eine Oase natürlicher Prozesse bleibe, die Gegenstand kontinuierlicher wissenschaftlicher Untersuchungen sei.

Ich möchte, dass dieser Wald als Oase natürlicher Prozesse fortbesteht und sein Gebiet Gegenstand weiterer Expertenstudien und Analysen durch Wissenschaftler wird, die diese Prozesse verfolgen werden.

Es gelten strenge Regeln: Campen, Feuer machen sowie das Sammeln von Pilzen oder Unterholz sind verboten, Hunde dürfen nicht mitgeführt werden und Besucher müssen auf den markierten Wegen bleiben. Der östliche Rand des Reservats grenzt an einen Verkehrskorridor unter dem Viadukt der Autobahn A8, eine bauliche Lösung, die Wildtieren den Durchgang ermöglicht.

Städtische Rarität

Städtische Reservate sind ungewöhnlich, und die Ministerin merkte an, dass sie ständigem Druck durch Bebauung und Infrastruktur ausgesetzt seien.

Persönlich erfreuen mich städtische Reservate auf eine besondere Weise. Sie sind von Natur aus seltener, da Städte stärker bebaut sind und unter größerem Druck durch Kommunalverwaltungen und Investoren stehen.

Sie fügte hinzu, dass solche Gebiete neben der Erholung auch als Zentren für ökologische Bildung und den Erhalt der biologischen Vielfalt dienen.

Wrocław

5 Quellen

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