
Tiger Woods will neues Geständnis im DUI-Fall in Florida ablegen
Golfer Tiger Woods soll am Mittwochmorgen vor Richter Darren Steele im Martin County, Florida, erscheinen, um sein „nicht schuldig“-Geständnis nach einem Überschlagunfall im März zu ändern.
Geplanter Gerichtstermin
Tiger Woods soll am Mittwochmorgen vor einem Gericht in Florida erscheinen, um sein „nicht schuldig“-Geständnis in einem laufenden Fall von Fahren unter Einfluss formell zu ändern. Der Verteidiger Douglas Duncan reichte am Dienstag einen Antrag beim Circuit Court des Martin County ein, in dem er die Verhandlung zur Änderung des Geständnisses beantragte. Die Anhörung beginnt um 8:30 Uhr Ortszeit (12:30 GMT) vor Richter Darren Steele. Die Verfahrensordnung in Florida verlangt, dass der 50-jährige Angeklagte persönlich erscheint, anstatt einen Anwalt für sich auftreten zu lassen. Der Termin findet wenige Tage vor einer geplanten Anhörung am 8. September statt, einer vorgerichtlichen Sitzung, in der das Gericht die Prozessbereitschaft feststellen sollte. Die Gerichtsakten geben die genauen Bedingungen oder das neue Geständnis, das Woods abgeben will, nicht preis.
Der Unfall im März und die polizeiliche Untersuchung
Die Vergehen gehen auf einen Überschlagunfall am 27. März auf Jupiter Island, Florida, in der Nähe von Woods‘ Wohnsitz zurück. Laut Polizeiberichten und Zeugenaussagen fuhr Woods einen Range Rover, der durchgezogene Doppellinien überquerte und einem Pickup mit Anhänger auswich. Das Fahrzeug streifte den Pickup und überschlug sich, wobei weder Woods noch der andere Fahrer Verletzungen meldeten. Woods musste durch die Beifahrertür aussteigen, um das Fahrzeug zu verlassen. Einsatzkräfte des Martin County Sheriff berichteten, dass Woods lethargisch und langsam wirkte, mit erweiterten Pupillen, glasigen Augen und starkem Schwitzen. Während ein Atemalkoholtest keinen Alkohol ergab, lehnte Woods einen chemischen Urintest ab, und die Beamten fanden zwei Hydrocodon-Tabletten in seiner Tasche.
Ein im April von der Polizei veröffentlichtes Körperkameravideo zeigt, wie Woods den Beamten am Unfallort den Zusammenstoß erklärt.
Ich schaute auf mein Handy, und plötzlich, bumm.
Behandlung im Ausland und Beweisentscheidungen
Woods blieb nach dem Unfall für die gesetzlich vorgeschriebenen acht Stunden in Haft, bevor er gegen Kaution freikam. Am 31. März plädierte Duncan auf „nicht schuldig“ wegen Fahrens unter Einfluss mit Sachschaden und Verweigerung eines rechtmäßigen Tests und beantragte zunächst ein Geschworenenverfahren. Richter Steele genehmigte einen Antrag der Verteidigung, der Woods erlaubte, die USA zu verlassen, um sich in einer spezialisierten medizinischen Einrichtung in der Schweiz behandeln zu lassen. Im April reichten die Staatsanwälte einen Antrag auf Vorladung gegen die Lewis Pharmacy ein, um Rezepte vom Jahresanfang 2026 bis zum Unfalldatum zu erhalten. Das Gericht gewährte daraufhin Staatsanwälten, Ermittlern und Sachverständigen eingeschränkten Zugang zu Krankenhaus- und Medikamentenunterlagen.
Woods gab nach dem Vorfall eine öffentliche Erklärung zu seiner Entscheidung ab, seine sportliche Karriere zu pausieren.
Ich trete für eine Weile zurück, um mich behandeln zu lassen und mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren. Dies ist notwendig, damit ich mein Wohlbefinden priorisieren und auf eine dauerhafte Genesung hinarbeiten kann.
Karrierekontext und nächste Schritte
Woods kehrte im Juni bei der Travelers Championship der PGA Tour nach Abschluss seines Behandlungsprogramms in die Öffentlichkeit zurück. Der 50-jährige Golfer hat 15 Major-Titel gewonnen, nur Jack Nicklaus hat mehr, und teilt sich mit Sam Snead den PGA-Tour-Siegrekord von 82 Titeln. Das Verfahren in Florida ist seine zweite Festnahme im Zusammenhang mit Fahren unter Einfluss. Die Anhörung am Mittwoch wird entscheiden, ob der Fall ohne das zuvor beantragte Geschworenenverfahren zu einer Lösung kommt.
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