KI-generiert·Mehr erfahren
© El Confidencial
Migration·vor 3 Std.

Trumps Einwanderungspolitik überschattet WM-Auftakt: Spieler gefilzt, Visa verweigert, Iran muss nach Mexiko ausweichen

Wenige Tage vor dem Anpfiff der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird das Turnier von scharfen Sicherheitskontrollen gegen afrikanische und asiatische Teams, der Ausweisung eines Spitzen-Schiedsrichters und Visaverweigerungen überschattet, die den Iran zwangen, sein Trainingslager nach Mexiko zu verlegen – alles unter Trumps rigider Einwanderungspolitik.

US-Einwanderungsbehörden treffen Teams und Offizielle

Mehrere Teams aus Afrika und Asien wurden bei der Ankunft ungewöhnlichen Sicherheitsprotokollen unterzogen. Am Montag wurde Usbekistans Mannschaft von Sicherheitskräften empfangen, als sie in New York aus dem Bus stieg, einer nach dem anderen gefilzt und aufgefordert, ihr Gepäck für eine Durchsuchung durch Polizeihunde zurückzulassen. Trainer Fabio Cannavaro, der italienische Weltmeister, beklagte:

Man sagte mir, das seien die Regeln, aber am Ende galt die Kontrolle nur für uns.

Einen Tag zuvor wurde die senegalesische Delegation auf dem Rollfeld des Flughafens Raleigh vor einem Flug nach San Antonio durchsucht; der senegalesische Verband erklärte später, das Verfahren sei mit den Behörden vereinbart worden, um die Reise zu beschleunigen.

Der schwerwiegendste Fall betraf Omar Artan, den somalischen Schiedsrichter, der 2025 zu Afrikas Bestem gewählt wurde. Laut der New York Times wurde Artan elf Stunden lang verhört, festgenommen und dann aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen, obwohl er ein Diplomatenvisum besaß. Er klagte:

Ich bin sehr enttäuscht. Ich bin nur ein Schiedsrichter, der seinen Traum verwirklichen wollte: zu einer WM zu gehen.

Andrew Giuliani, Exekutivdirektor des Weißen Hauses für die WM, rechtfertigte die Ablehnung:

Wer mit bösen Akteuren kommuniziert, die planen, den USA zu schaden, kommt nicht ins Land. Egal wie groß die Veranstaltung ist, wenn sie Amerikaner bedroht.

Der Schweizer Stürmer Breel Embolo erhielt seine elektronische Reisegenehmigung, doch drei Stunden vor seinem Flug wurde er aufgefordert, sich für zusätzliche Kontrollen in der Botschaft zu melden, und schloss sich seiner Mannschaft zwei Tage verspätet an. Südafrikas Reise wurde durch Visahürden verzögert, die der Sportminister des Landes als „beschämend und offenkundig ungerecht“ bezeichnete.

Irans beispiellose Lage als verfeindeter Ausrichter

Die tiefste Kluft besteht mit dem Iran, der sich im aktiven militärischen Konflikt mit den Vereinigten Staaten befindet. Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an und töteten den obersten Führer Ali Chamenei; seit April gilt eine brüchige Waffenruhe. Obwohl der iranische Sportminister zunächst erklärte, die Nationalmannschaft könne nicht in einem Land teilnehmen, das „unseren Führer ermordet“ habe, bestanden die Spieler auf:

Niemand kann uns ausschließen. Das Gremium, das dieses Turnier leitet, ist die FIFA, nicht irgendein einzelnes Land.

Iran national team
Die FIFA bestätigte Irans Teilnahme.

Dennoch waren die praktischen Hürden massiv. Die Mannschaft beantragte, alle ihre Spiele nach Mexiko zu verlegen; die FIFA lehnte ab. Ihr offizielles Trainingslager, ursprünglich in Tucson, Arizona, wurde nach Tijuana verlegt, nach wiederholten Visumsproblemen. Fünfzehn Delegationsmitglieder, darunter Verbandspräsident Mehdi Taj, erhielten wegen angeblicher Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden kein Visum. Trainer Amir Ghalenoei sagte, die Mannschaft sei eine Woche zu spät angekommen und habe dadurch wertvolle Zeit zur Eingewöhnung an den 12-stündigen Zeitunterschied verloren.

Entscheidend ist, dass die US-Behörden den Iranern nur erlauben, in der Nacht vor jedem Spiel amerikanisches Territorium zu betreten – eine Bedingung, die das Heimatschutzministerium auf „die Großzügigkeit von Präsident Donald Trump“ zurückführte. Trump hatte den Iran zuvor gewarnt, „um seines eigenen Lebens und seiner Sicherheit willen“ nicht in den USA zu bleiben, und sie aufgefordert, das Turnier zu verlassen. Der Verband verlor auch sein Ticketkontingent, obwohl Fans bereits Reisepläne gemacht hatten.

Wichtige Daten vor der WM 2026
  1. Die USA und Israel starten Operationen gegen den Iran, töten Ayatollah Ali Chamenei und lösen einen regionalen Konflikt aus
  2. Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beginnt; die USA sind Gastgeber von 78 der 104 Spiele

FIFAs verhaltene Reaktion und der Schatten von Trumps Lob

Die FIFA hat eine auffallend passive Linie verfolgt. Im Fall Artan erklärte sie:

Die FIFA mischt sich nicht in die Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes ein, einschließlich Visumentscheidungen, und die Behörden haben mitgeteilt, dass sich die Situation von Herrn Artan vorerst nicht ändern wird.

FIFA
Dies steht im Gegensatz zu einer Rede von Präsident Gianni Infantino im Jahr 2025, in der er erklärte:

Jeder wird in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko zur WM willkommen sein. Genau daran arbeiten wir.

Der Widerspruch wird durch die eigene Entscheidung der FIFA vom Dezember 2025 unterstrichen, Trump einen Friedenspreis für seine „außergewöhnliche Arbeit zur Förderung von Dialog und Deeskalation“ zu verleihen – eine Geste, die nun im Widerspruch zur Realität eines Gastgeberlandes steht, das sich im Krieg mit einem Teilnehmer befindet und anderen die Einreise im Rahmen einer Reiseverbotsliste verweigert.

Eine WM unter innenpolitischer Härte

Die Einwanderungsmaßnahmen fügen sich in ein breiteres Muster ein. Trumps Regierung hat 2025 über 400.000 Menschen abgeschoben und führt eine Liste von 39 „verbotenen Ländern“ (ein separater Artikel erwähnt 19 Länder für das Reiseverbot). Somalia, Artans Herkunftsland, steht darauf. Tausende von Fans, Journalisten und Offiziellen sollen nicht in die Vereinigten Staaten einreisen können, was die Auswirkungen der bereits teuersten WM der Geschichte verstärkt.

Das Turnier beginnt am 12. Juni mit 78 der 104 Spiele in den USA, aber die Vorfälle haben die Integrität des Wettbewerbs in Frage gestellt und Teams aus mehreren Regionen benachteiligt.

San Antonio · New York · Tijuana

5 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft