
Polnischer Kameramann Witold Płóciennik im Alter von 56 Jahren in Lubniewice tot aufgefunden
Rettungskräfte in Westpolen entdeckten am 3. September 2026 die Leiche des 56-jährigen Kameramanns Witold Płóciennik in der Nähe des Sees Krzywe. Damit endete eine viertägige Suche, nachdem er während der Dreharbeiten in Lubniewice vermisst gemeldet wurde.
Entdeckung in der Woiwodschaft Lebus
Polnische Behörden entdeckten am 3. September 2026 die Leiche des 56-jährigen Kameramanns Witold Płóciennik in der Woiwodschaft Lebus. Der Fund beendete eine mehrtägige Suchaktion in der Gemeinde Lubniewice, wo Płóciennik sich aufgehalten hatte. Mariola Wojciechowska-Grześkowiak, Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Gorzów Wielkopolski, bestätigte, dass Suchteams die Leiche in einem Waldgebiet nahe dem See Krzywe fanden. Ermittler und Forensiker führten unter staatsanwaltschaftlicher Aufsicht am Tatort Verfahrenshandlungen durch. Die örtlichen Behörden wiesen darauf hin, dass das Gelände, in dem die Retter die Leiche fanden, aus sumpfigem und wasserdurchzogenem Boden bestand.
Die Leiche von Witold Płóciennik wurde heute bei Suchaktionen in der Woiwodschaft Lebus gefunden.
Verschwinden in Lubniewice
Płóciennik hielt sich in Westpolen im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Kameramann an der Netflix-Produktion „Ołowiane dzieci“ auf. Während seiner freien Zeit am Samstag, dem 29. August 2026, ging er zum See Lubiąż, um spazieren zu gehen und Zeit am Wasser zu verbringen. Familienmitglieder erhielten ein letztes Foto, das von einem Wanderweg rund um den See gesendet wurde, bevor jeder Telefon- und Nachrichtenkontakt abbrach. Der Kameramann erschien am Montagmorgen, dem 31. August 2026, nicht am Filmset, was Kollegen dazu veranlasste, ihn bei der Polizei als vermisst zu melden. Die Polizei des Kreises Sulęcin veröffentlichte daraufhin einen öffentlichen Aufruf um Hinweise zu seinem Aufenthaltsort rund um den See Lubiąż und den See Lubniewsko.
Suchaktion und Einsatz
Der Einsatz mobilisierte regionale Rettungskräfte, Forstarbeiter und Freiwillige über vier Tage Feldeinsätze. Die Polizei von Sulęcin koordinierte die Zusammenarbeit mit der Staatlichen Feuerwehr (PSP), Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr (OSP) und dem Wasserrettungsdienst (WOPR). Spezialausrüstung wurde zu Lande, zu Wasser und in der Luft eingesetzt, darunter ein Polizeihubschrauber, Quads, Sonargeräte und Wärmebilddrohnen. Kriminalbeamte arbeiteten mit Hundeführern und spezialisierten Suchgruppen zusammen, um Feuchtgebiete, Wälder und örtliche Wasserwege zu durchkämmen. Auch Crewmitglieder der Filmproduktion beteiligten sich an den Suchtrupps vor Ort.
Wir haben die Leiche eines Mannes gefunden, und am Tatort laufen derzeit unter Aufsicht eines Staatsanwalts Verfahrenshandlungen.
- Płóciennik wird zuletzt am See Lubiąż gesehen, nachdem er ein Foto von einem Wanderweg gesendet hat
- Filmemacher wird als vermisst gemeldet, nachdem er nicht am Netflix-Set erschienen ist
- Suchteams finden Płócienniks Leiche im Waldgebiet nahe dem See Krzywe
Karriere und Branchenauszeichnungen
Płóciennik absolvierte die Filmhochschule Łódź und war Mitglied der Polnischen Kameramannsvereinigung (Stowarzyszenie Autorów Zdjęć Filmowych). 2019 gewann er den Preis für die beste Kameraarbeit auf den Polnischen Filmfestspielen in Gdynia für „Ikar. Legenda Mietka Kosza“. 2020 erhielt er den Hauptpreis im Wettbewerb der polnischen Filme auf dem Internationalen Filmfestival Camerimage in Toruń für „Zieja“. Seine frühen Arbeiten brachten ihm 2002 auch Branchenanerkennung für Musikvideos der Rockgruppen Hey („Cisza, ja i czas“) und O.N.A. („Niekochana“) ein.
Sein Portfolio an Spielfilmen umfasste „Wymyk“, „Carte Blanche“, „Za niebieskimi drzwiami“, „Jak pies z kotem“, „Mistrz“, „Prosta historia o morderstwie“ und „Święto ognia“. In diesen Projekten arbeitete Płóciennik mit den Regisseuren Maciej Barczewski, Kinga Dębska, Arkadiusz Jakubik, Janusz Kondratiuk, Jacek Lusiński und Maciej Pieprzyca zusammen. Im Fernseh- und Streamingbereich fotografierte er Serien wie „Klangor“ und „Minuta ciszy“ für Canal+, „Stulecie Winnych“ für TVP, „Kruk“ sowie die Netflix-Projekte „Idź przodem, bracie“ und „Ołowiane dzieci“.

