Wisła Kraków verbietet Hooligan-Symbole im Stadion nach tödlichem Angriff in Nowa Huta
Vereinspräsident Jarosław Królewski kündigte an, dass Fans, die Gang-Parolen oder Kleidung mit Bezug zur Młoda Ferajna zeigen, ab dem nächsten Spieltag umgehend aus dem R22-Stadion verwiesen werden.
Sicherheitsumbau im Stadion an der Reymonta
Wisła Kraków hat nach einem gewalttätigen Angriff in der Stadt strenge Sicherheitsregeln für sein Heimstadion erlassen. Vereinspräsident und Mehrheitsaktionär Jarosław Królewski gab die Maßnahmen am Sonntag in einem Beitrag auf der Plattform X bekannt. Die neue Regelung tritt ab dem nächsten Heimspiel des Vereins im Henryk-Reyman-Städtischen Stadion, bekannt als R22, in Kraft. Gemäß den aktualisierten Vorschriften wird der Verein alle Banner, Parolen und Kleidungsstücke verbieten, die mit Fußball-Hooligan-Gruppen in Verbindung stehen. Das Sicherheitspersonal des Stadions wird Personen, die versuchen, die verbotenen Symbole im Stadion zu tragen oder zu zeigen, umgehend des Hauses verweisen.
Ermittlungen zum Angriff in Nowa Huta
Die Sicherheitsänderungen folgen auf die brutale Prügelattacke und den Tod eines 36-jährigen Mannes im Krakauer Stadtteil Nowa Huta. Strafverfolgungsbehörden und Überwachungskameraaufnahmen stellten Verbindungen zwischen den Verdächtigen und Młoda Ferajna her, einer Hooligan-Fraktion, die rund um den Verein aktiv ist. Der Verein distanzierte sich schnell von allen an der Straftat Beteiligten und gab eine formelle Erklärung ab, in der er alle Gewalt- und Aggressionsakte verurteilte. Królewski betonte, dass das Fußballstadion ein sicherer Ort bleiben müsse, frei von kriminellen Organisationen und dem Einfluss der Unterwelt.
- Ein 36-jähriger Mann wird in Nowa Huta von Tätern zusammengeschlagen, die von der Polizei mit Młoda Ferajna in Verbindung gebracht werden
- Wisła Kraków gibt eine offizielle Erklärung ab, in der sie Gewalt verurteilt und sich von den Tätern distanziert
- Vereinspräsident Jarosław Królewski präzisiert auf X die Symbolverbote und sofortigen Stadionverweise
- Das vollständige Verbot von Gang-Emblemen und die Regelung zum sofortigen Verweis treten auf allen Rängen im R22 in Kraft
Verbotene Parolen und Kleidungsstücke
Das Verbot richtet sich auf allen Rängen der Reymonta gegen bestimmte Gruppennamen, Akronyme und feindselige Botschaften. Zu den verbotenen Kennzeichnungen gehören die Begriffe „PDW“, „anty“ sowie alle Namensvarianten in Verbindung mit „Młoda Ferajna“, „Stara Ferajna“, „Podstarzała Ferajna“ und „W średnim wieku Ferajna“. Die Beschränkungen gelten nicht nur für große Banner und Fahnen, sondern auch für persönliche Kleidungsstücke wie T-Shirts, Sweatshirts und andere Bekleidung. Die Vereinsführung bestätigte, dass das Stadionpersonal die Regel ohne Ausnahmen auf allen Tribünen durchsetzen wird.
Królewski erläuterte die Stadionpolitik in seiner am Sonntagmorgen veröffentlichten Botschaft.
Um die gestrige Erklärung zu präzisieren, denn in der Flut der gestrigen Erklärungen könnte dieses wichtige Detail übersehen worden sein, und es ist ziemlich offensichtlich. Ab dem nächsten Spieltag im R22 werden alle Banner und andere Gegenstände mit den Parolen 'anty', 'PDW' oder 'Młoda/Stara/Podstarzała/W średnim wieku Ferajna' (einschließlich dieser Art von T-Shirts und anderen) auf keinem Rang mehr erlaubt sein, und mitgebrachte Gegenstände werden zusammen mit ihren Besitzern umgehend aus dem Stadion von Wisła Kraków entfernt. In Krakau und anderen Städten mangelt es nicht an privaten Balkonen, auf denen solche Inhalte frei gezeigt werden können. Das Spiel dauert nur 90 Minuten; es lohnt sich, diese Zeit zu nutzen, um sich auf die Unterstützung unserer eigenen Mannschaft zu konzentrieren.
Appelle an Behörden und Fußballverbände
Neben den Stadionregeln richtete Wisła Kraków einen Appell an die öffentlichen Behörden und die Sportverbände. Der Verein rief die staatlichen Institutionen und die gesamte polnische Fußballgemeinschaft auf, koordinierte Reaktionen auf die wachsenden Probleme mit Hooligan-Fraktionen zu vereinbaren. Królewski merkte an, dass die Spieldauer von 90 Minuten vollständig dazu diene, die Mannschaft zu unterstützen, und nicht, um Unterweltsverbindungen zur Schau zu stellen. Der Verein bekräftigte, dass Fans, die gangbezogene Parolen zeigen möchten, dies in privaten Räumen tun sollten, nicht in öffentlichen Fußballanlagen. Die neuen Durchsetzungsprotokolle werden beim nächsten Ligaspiel von Wisła Kraków im R22 angewendet.


