Tennis · London und Paris

Tennisstars schränken Medienauftritte bei Wimbledon ein – Protest gegen Preisgeld wird von French Open ausgeweitet

Top-Tennisstars wie Aryna Sabalenka und Jannik Sinner werden in der ersten Wimbledon-Woche ihre Presseauftritte auf 15 Minuten pro Match beschränken. Damit weiten sie einen Protest gegen den Anteil der Grand-Slam-Einnahmen aus, der als Preisgeld ausgeschüttet wird.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, Süddeutsche Zeitung, rts.ch und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

London, Paris · Vereinigtes Königreich, Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 24.06.Spielervertreter informieren Wimbledon, dass der Boykott auf die erste Woche der Meisterschaften ausgeweitet wird
  2. 27.06.Traditioneller Vor-Wimbledon-Medientag; Spieler schränken Auftritte auf 15 Minuten ein
  3. 29.06.Wimbledon beginnt; Pressekonferenzen nach den Spielen werden während der gesamten ersten Woche auf 15 Minuten beschränkt

Der Protest weitet sich auf Wimbledon aus

Nach einem ähnlichen Test bei den French Open haben führende Spieler die Wimbledon-Organisatoren informiert, dass sie die Vor-Turnier-Medientage-Interviews und die Pressekonferenzen nach den Spielen während der gesamten ersten Turnierwoche einschränken werden. Die 15-Minuten-Grenze spiegelt direkt den Prozentsatz der Einnahmen wider, den der All England Club derzeit für Preisgelder bereitstellt – ein Wert, der nach Angaben der Spieler knapp unter 15 % liegt. Samstag, der 27. Juni, ist der traditionelle Medientag vor der Meisterschaft, und die Einschränkung gilt für die meisten Top-10-Konkurrenten, darunter die Weltranglistenersten Aryna Sabalenka und Jannik Sinner, der amtierende Herrenchampion.

Preisgeld und die Einnahmenlücke

Wimbledon kündigte am 11. Juni eine Erhöhung um 20 % im Vergleich zum Vorjahr an, wodurch das gesamte Preisgeld auf einen Rekordwert von 64,2 Millionen Pfund (74,4 Millionen Euro) stieg – der höchste Ein-Jahres-Anstieg in der Turniergeschichte. Die Einzel-Champions erhalten jeweils 3,6 Millionen Pfund, während Verlierer in der ersten Runde 80.000 Pfund bekommen. Trotz der Erhöhung liegt der Spieleranteil an den prognostizierten Einnahmen bei 14,4 %, knapp über den 14,3 %, die in Roland Garros gezahlt werden, aber immer noch unter den 14,9 %, die das Turnier vor zehn Jahren ausgeschüttet hat. Die Vertreter der Spieler, darunter der ehemalige WTA-Chef Larry Scott, hatten die Grand Slams aufgefordert, sich für 2026 auf mindestens 16 % festzulegen, während spanischsprachige Berichte von einer langfristigen Forderung nach 22 % bis 2030 sprechen.

Anteil der Turniereinnahmen, der als Preisgeld ausgezahlt wird%
Roland Garros 2026
14.3 %
Wimbledon 2026
14.4 %
Wimbledon 2016
14.9 %
Forderung der Spieler (2026)
16 %

Daten aus dem Artikeltext

Wimbledon reagiert enttäuscht

Der All England Lawn Tennis Club erklärte, er sei „überrascht und enttäuscht“ über den angedrohten Boykott und betonte, dass die Spieler „im Mittelpunkt all unserer Entscheidungen“ stünden. Vorsitzende Debbie Jevans, die sich während der French Open mit Scott traf, betonte, dass der Club eine gemeinnützige Organisation sei, die 90 % ihres Überschusses in den britischen Tennis fließen lasse und stark in Spielereinrichtungen investiere.

„Es ergibt keinen Sinn, das Preisgeld anhand der Einnahmen zu bestimmen. Wir sind gemeinnützig und ganz anders als ein Masters 1000.“

Debbie Jevans, Vorsitzende des All England Lawn Tennis Club

BBC-Experte Andrew Castle bezeichnete den Protest während der Wimbledon-Qualifikation als „taktlos“.

Spielersolidarität und der Kampf für Fairness

Bei den French Open argumentierte Sabalenka, dass es bei der Kampagne nicht um Spitzenspieler gehe. Auch Iga Swiatek, Coco Gauff und Taylor Fritz beteiligten sich an der Aktion in Paris, Novak Djokovic hingegen nicht. Sinner hat das Thema zuvor als eine Frage des „Respekts“ bezeichnet. French-Open-Siegerin Mirra Andreeva überschritt während ihrer Presseauftritte in Paris die 15-Minuten-Grenze, was zeigt, dass die Einhaltung nicht einheitlich ist.

„Es geht um die Spieler, die weiter unten in der Rangliste stehen, die kämpfen müssen, um Spieler, die nach Verletzungen zurückkommen, um die nächste Generation. Ich habe das Gefühl, ich muss aufstehen und für diese Spieler kämpfen.“

Aryna Sabalenka, Weltranglistenerste

„Sie wissen, wie sehr wir Sie respektieren. Es richtet sich nicht gegen Sie, wir kämpfen nur für einen faireren Anteil.“

Aryna Sabalenka, Weltranglistenerste

Was erwartet uns, wenn das Spiel beginnt

Da die Meisterschaften am Montag, dem 29. Juni, beginnen und bis zum 12. Juli dauern, soll der Medienboykott die gesamte erste Woche andauern. Die Spielererklärung vom 24. Juni erkannte die „willkommene aktuelle 20-prozentige Erhöhung“ an, bestand jedoch darauf, dass strukturelle Fragen ungelöst blieben. Offizielle Gespräche sind noch nicht angesetzt, aber die Aktion bereitet einen angespannten Auftakt zum ältesten Major-Turnier des Sports.

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