Tennis · London und Paris
Tennisstars schränken Medienauftritte bei Wimbledon ein – Protest gegen Preisgeld wird von French Open ausgeweitet
Top-Tennisstars wie Aryna Sabalenka und Jannik Sinner werden in der ersten Wimbledon-Woche ihre Presseauftritte auf 15 Minuten pro Match beschränken. Damit weiten sie einen Protest gegen den Anteil der Grand-Slam-Einnahmen aus, der als Preisgeld ausgeschüttet wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, Süddeutsche Zeitung, rts.ch und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Spieler werden während der ersten Wimbledon-Woche alle Medienpflichten vor und nach den Spielen auf 15 Minuten begrenzen, was dem derzeitigen Anteil von unter 15 % an den Grand-Slam-Einnahmen entspricht.
Die 20-prozentige Erhöhung von Wimbledon hat das gesamte Preisgeld auf ein Allzeithoch gehoben, aber der Spieleranteil an den prognostizierten Einnahmen beträgt 14,4 %, unter den vor einem Jahrzehnt gezahlten 14,9 % und weit entfernt von den geforderten 16 %.
Clubvorsitzende Debbie Jevans betonte, dass Wimbledon eine gemeinnützige Einrichtung ist, die 90 % ihres Überschusses in den britischen Tennis reinvestiert, und dass der Vergleich der Einnahmenanteile mit regulären Turnieren irreführend sei.
Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka sagt, der Kampf gelte den niedriger platzierten Spielern, während sowohl sie als auch Jannik Sinner an dem Protest in Roland Garros teilnahmen, bei dem Novak Djokovic nicht mitmachte.
- 24.06.Spielervertreter informieren Wimbledon, dass der Boykott auf die erste Woche der Meisterschaften ausgeweitet wird
- 27.06.Traditioneller Vor-Wimbledon-Medientag; Spieler schränken Auftritte auf 15 Minuten ein
- 29.06.Wimbledon beginnt; Pressekonferenzen nach den Spielen werden während der gesamten ersten Woche auf 15 Minuten beschränkt
Der Protest weitet sich auf Wimbledon aus
Nach einem ähnlichen Test bei den French Open haben führende Spieler die Wimbledon-Organisatoren informiert, dass sie die Vor-Turnier-Medientage-Interviews und die Pressekonferenzen nach den Spielen während der gesamten ersten Turnierwoche einschränken werden. Die 15-Minuten-Grenze spiegelt direkt den Prozentsatz der Einnahmen wider, den der All England Club derzeit für Preisgelder bereitstellt – ein Wert, der nach Angaben der Spieler knapp unter 15 % liegt. Samstag, der 27. Juni, ist der traditionelle Medientag vor der Meisterschaft, und die Einschränkung gilt für die meisten Top-10-Konkurrenten, darunter die Weltranglistenersten Aryna Sabalenka und Jannik Sinner, der amtierende Herrenchampion.
Preisgeld und die Einnahmenlücke
Wimbledon kündigte am 11. Juni eine Erhöhung um 20 % im Vergleich zum Vorjahr an, wodurch das gesamte Preisgeld auf einen Rekordwert von 64,2 Millionen Pfund (74,4 Millionen Euro) stieg – der höchste Ein-Jahres-Anstieg in der Turniergeschichte. Die Einzel-Champions erhalten jeweils 3,6 Millionen Pfund, während Verlierer in der ersten Runde 80.000 Pfund bekommen. Trotz der Erhöhung liegt der Spieleranteil an den prognostizierten Einnahmen bei 14,4 %, knapp über den 14,3 %, die in Roland Garros gezahlt werden, aber immer noch unter den 14,9 %, die das Turnier vor zehn Jahren ausgeschüttet hat. Die Vertreter der Spieler, darunter der ehemalige WTA-Chef Larry Scott, hatten die Grand Slams aufgefordert, sich für 2026 auf mindestens 16 % festzulegen, während spanischsprachige Berichte von einer langfristigen Forderung nach 22 % bis 2030 sprechen.
- Roland Garros 2026
- 14.3 %
- Wimbledon 2026
- 14.4 %
- Wimbledon 2016
- 14.9 %
- Forderung der Spieler (2026)
- 16 %
Daten aus dem Artikeltext
Wimbledon reagiert enttäuscht
Der All England Lawn Tennis Club erklärte, er sei „überrascht und enttäuscht“ über den angedrohten Boykott und betonte, dass die Spieler „im Mittelpunkt all unserer Entscheidungen“ stünden. Vorsitzende Debbie Jevans, die sich während der French Open mit Scott traf, betonte, dass der Club eine gemeinnützige Organisation sei, die 90 % ihres Überschusses in den britischen Tennis fließen lasse und stark in Spielereinrichtungen investiere.
„Es ergibt keinen Sinn, das Preisgeld anhand der Einnahmen zu bestimmen. Wir sind gemeinnützig und ganz anders als ein Masters 1000.“
BBC-Experte Andrew Castle bezeichnete den Protest während der Wimbledon-Qualifikation als „taktlos“.
Spielersolidarität und der Kampf für Fairness
Bei den French Open argumentierte Sabalenka, dass es bei der Kampagne nicht um Spitzenspieler gehe. Auch Iga Swiatek, Coco Gauff und Taylor Fritz beteiligten sich an der Aktion in Paris, Novak Djokovic hingegen nicht. Sinner hat das Thema zuvor als eine Frage des „Respekts“ bezeichnet. French-Open-Siegerin Mirra Andreeva überschritt während ihrer Presseauftritte in Paris die 15-Minuten-Grenze, was zeigt, dass die Einhaltung nicht einheitlich ist.
„Es geht um die Spieler, die weiter unten in der Rangliste stehen, die kämpfen müssen, um Spieler, die nach Verletzungen zurückkommen, um die nächste Generation. Ich habe das Gefühl, ich muss aufstehen und für diese Spieler kämpfen.“
„Sie wissen, wie sehr wir Sie respektieren. Es richtet sich nicht gegen Sie, wir kämpfen nur für einen faireren Anteil.“
Was erwartet uns, wenn das Spiel beginnt
Da die Meisterschaften am Montag, dem 29. Juni, beginnen und bis zum 12. Juli dauern, soll der Medienboykott die gesamte erste Woche andauern. Die Spielererklärung vom 24. Juni erkannte die „willkommene aktuelle 20-prozentige Erhöhung“ an, bestand jedoch darauf, dass strukturelle Fragen ungelöst blieben. Offizielle Gespräche sind noch nicht angesetzt, aber die Aktion bereitet einen angespannten Auftakt zum ältesten Major-Turnier des Sports.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Aryna Sabalenka
- Weltranglistenerste der Frauen, führt den Protest in Wimbledon an
- Jannik Sinner
- Weltranglistenerster der Herren und amtierender Wimbledon-Champion, nimmt am Medienboykott teil
- Iga Swiatek
- Vierfache French-Open-Siegerin, die sich dem Protest in Paris anschloss
- Coco Gauff
- Amerikanischer Tennisstar, der seine Medienauftritte bei den French Open einschränkte
- Novak Djokovic
- Tennisgröße der Herren, der nicht am French-Open-Protest teilnahm
- Taylor Fritz
- Amerikanischer Spieler, einer von etwa 20, die der Protestanweisung in Paris folgten
- Debbie Jevans
- Vorsitzende des All England Lawn Tennis Club, verteidigte die Preisgeldstruktur von Wimbledon
- Larry Scott
- Ehemaliger WTA-Geschäftsführer, der jetzt die Spieler in den Einnahmenverhandlungen vertritt
- Andrew Castle
- BBC-Tennis-Experte, der den Protest als „taktlos“ bezeichnete
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen