KI-generiert·Mehr erfahren
© TVP Info
Sicherheit·vorgestern

Wildschwein stößt Kinderwagen in Krakau um – Kind im Krankenhaus; Stadt beruft Krisensitzung ein

Eine Bache mit Frischlingen griff am Donnerstagnachmittag eine Mutter mit Kinderwagen an und schickte ein 13 Monate altes Mädchen mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Die Stadt kündigte für Freitagmorgen eine außerordentliche Sitzung des Krisenstabs an, während Anwohner ihren Unmut über tägliche Wildschweinsichtungen äußerten.

Was geschah

Am Donnerstag, dem 18. Juni, kurz vor 17 Uhr, erschien eine Wildschweinbache mit Jungen auf einem Weg in der Nähe der Kirche St. Rafał Kalinowski auf der Siedlung Kliny-Zacisze in Krakau. Augenzeugen berichteten lokalen Medien, dass das Tier plötzlich auf einen Kinderwagen zustürmte, der von einer Mutter geschoben wurde. Die Bache stieß den Wagen um; das 13 Monate alte Mädchen fiel heraus und schlug mit dem Kopf auf dem Bürgersteig auf. Rettungskräfte brachten es ins Krankenhaus, wo es untersucht wurde. Polizeisprecherin Anna Zbroja erklärte, die Beamten seien zunächst nicht über den Vorfall informiert gewesen, hätten sich aber nach Medienberichten mit dem Krankenhaus in Verbindung gesetzt, um den Zustand des Kindes zu überprüfen. Sie bestätigte, dass keine Lebensgefahr bestehe.

Reaktion der Stadt

Innerhalb weniger Stunden kündigten die Krakauer Stadtbehörden eine außerordentliche Sitzung des Städtischen Krisenmanagementteams an. Das Treffen wurde für Freitag, den 19. Juni, um 8:00 Uhr angesetzt, mit Fokus auf die verstärkte Wildschweinaktivität im Gebiet Kliny. Teilnehmer sind der Stadtschreiber, die Stadtdienste, ein Tierarzt, Vertreter des Amtes für Sicherheit und Krisenmanagement sowie Einheiten für Tierfang. Der Sprecher der Stadtwache, Marek Anioł, beschrieb die unmittelbaren Maßnahmen:

Wir haben eine Meldung eines Anwohners erhalten, dass sich in Kliny Wildschweine befinden. Wir haben eingegriffen und sind vor Ort. Wir sichern das Gebiet und werden die Tiere überwachen, bis das Auffangzentrum eintrifft.

Schlüsselereignisse: Wildschweinangriff und Reaktion der Stadt
  1. Bache mit Frischlingen stürmt auf der Siedlung Kliny-Zacisze auf einen Kinderwagen zu; 13 Monate altes Mädchen stürzt, schlägt mit dem Kopf auf den Bürgersteig.
  2. Die Krakauer Stadtverwaltung kündigt für den nächsten Morgen eine Sitzung des Krisenmanagementteams an.
  3. Außerordentliche Sitzung des Städtischen Krisenmanagementteams, mit Schwerpunkt auf verstärkter Wildschweinaktivität in Kliny.

Alarm der Anwohner

Anwohner erklärten gegenüber Nachrichtenportalen, dass Begegnungen mit Wildschweinen keine Seltenheit mehr seien. „Das war schon immer ein Problem, aber in den letzten Tagen hat es sich definitiv verschlimmert“, sagte ein Bewohner dem Portal lovekrakow.pl. „Wir haben langsam Schwierigkeiten, uns zu bewegen, aus Angst vor den Wildschweinen.“ Anwohner berichten, dass ganze Gruppen von Bachen und Frischlingen fast täglich in der Nähe von Wohnblöcken, Spielplätzen und Fußwegen zu sehen sind. In einem früheren Fall musste die Stadtwache einen Spielplatz absperren, damit Kinder sicher passieren konnten. Mehrere Anwohner betonten, dass sie die Stadt wiederholt gebeten hätten, das Problem anzugehen.

Eine altbekannte urbane Herausforderung

Die Wildschweinpopulation in Krakau wächst seit Jahren. Ein vor zwei Jahren von der Stadtverwaltung einberufener Arbeitskreis schätzte den Bestand auf dem 33.000 Hektar großen Stadtgebiet auf 1.000 bis 1.500 Tiere. Neuere lokale Berichte deuten darauf hin, dass die Zahl inzwischen bei etwa 2.000 liegen könnte. Die Tiere werden durch den leichten Zugang zu Nahrung aus ungesicherten Mülltonnen sowie gelegentlicher Fütterung und das mildere Stadtklima angelockt.

Sicherheitshinweise der Stadt

In einer nach dem Angriff veröffentlichten Erklärung wiederholten die Stadtbeamten die grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen: Wenn Sie ein Wildschwein sehen, bleiben Sie ruhig und ziehen Sie sich ohne schnelle Bewegungen zurück. Nähern Sie sich den Tieren nicht und füttern Sie sie nicht. Bei einer direkten Begegnung ist es am sichersten, regungslos stehen zu bleiben. Bachen mit Frischlingen sind besonders gefährlich, da sie beim Schutz ihrer Jungen sehr aggressiv werden können. Hundehalter werden angewiesen, ihre Tiere an der Leine zu führen und niemals auf ein Wildschwein zu hetzen.

Krakau

8 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft