
Isabell Werth feiert vier Siege beim Dressur-WM-Qualifikationsturnier in Hagen
Die 56-jährige deutsche Reiterin führte die Nationalmannschaft zum Nations-Cup-Sieg und holte drei Einzelsiege, womit sie sich ihren Platz bei den bevorstehenden Weltmeisterschaften in Aachen sicherte.
Dominante Leistung in Hagen
Isabell Werth zeigte eine überragende Leistung beim zweiten WM-Qualifikationsturnier in Hagen am Teutoburger Wald und gewann alle vier Prüfungen, an denen sie teilnahm. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Geschichte führte die deutsche Mannschaft zum Sieg im Nations Cup und sicherte sich drei Einzelsiege mit ihrem Spitzenpferd Wendy und dem sich schnell verbessernden jungen Talent Viva Gold. Das Turnier, das nur wenige Tage vor der Nominierungsfrist stattfand, ließ keinen Zweifel an ihrem Platz im Kader für die Weltmeisterschaften.
Mannschafts- und Einzelerfolg
Werths Nations-Cup-Triumph gelang als Teil einer deutschen Mannschaft, zu der auch Olympiasieger im Mannschaftswettbewerb Frederic Wandres gehörte. Wandres, der auf Bluetooth ritt, trug zum Mannschaftssieg bei und gewann am Samstagabend die Kür, was seinen eigenen Anspruch auf einen WM-Startplatz weiter untermauerte. Die Leistungen des Paares unterstrichen die Tiefe des deutschen Aufgebots vor dem globalen Ereignis in Aachen.
Abwesenheiten schwächen den Nationalkader
Mehrere hochkarätige Reiter fehlten beim Turnier in Hagen. Ingrid Klimke, Mitglied der deutschen Goldmedaillenmannschaft bei den Europameisterschaften des letzten Jahres in Frankreich, zog sich zurück, weil ihr Pferd Vayron nicht fit war. Charlott-Maria Schürmann, ursprünglich für die Nationalmannschaft nominiert, sagte ebenfalls kurzfristig ab, nachdem ihr Pferd Dante's Pearl Anzeichen von Unwohlsein gezeigt hatte. Die vierfache Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl entschied sich freiwillig, mit Kimet nicht zu starten. Diese Abwesenheiten schränkten das Auswahlbild ein, beeinträchtigten jedoch nicht die Dominanz des Teams.
WM-Team formiert sich
Werths Platz ist sicher, und auch Wandres hat sich sein Ticket für Aachen gesichert. Das komplette vierköpfige WM-Quartett muss bis Montag, den 6. Juli, nominiert werden. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen aus Hagen steht der deutsche Verband vor seinen endgültigen Entscheidungen, bei denen es darum geht, bewährte Kräfte gegen aufstrebende Talente abzuwägen. Die Weltmeisterschaften in Aachen werden eine große Prüfung für das Gastgeberland sein, und die Hagen-Qualifikation hat Klarheit über den Kern des Teams gebracht.


