Film & Medien · Berlin

Wim Wenders schneidet Nacktszene aus 'Falsche Bewegung' und entschuldigt sich bei Nastassja Kinski nach 15-jährigem Streit

Regisseur Wim Wenders hat eine umstrittene Nacktszene aus seinem Film 'Falsche Bewegung' von 1975 dauerhaft entfernt und sich bei der Schauspielerin Nastassja Kinski entschuldigt, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 13 Jahre alt war. Eine gemeinsame Erklärung beendete den 15-jährigen Konflikt und drückte die Hoffnung aus, die Freundschaft wiederherzustellen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Focus, ZEIT ONLINE, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Patrik Tschudin, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2005
Wie es dazu kam
  1. Mai 2026 (Filmpreis)Wenders sagt, er würde die Szene heute nicht wiederholen, weigert sich aber, sie zu schneiden
  2. Anfang Juni 2026Wenders-Stiftung zieht den Film aus dem öffentlichen Zugang zurück
  3. 31. Juli 2026Gemeinsame Erklärung: Wenders entschuldigt sich und schneidet die Szene dauerhaft heraus, Konflikt beigelegt

Die Szene, die einen 15-jährigen Kampf auslöste

In Wim Wenders' Roadmovie 'Falsche Bewegung' von 1975 ist die 13-jährige Nastassja Kinski etwa zwei Minuten lang oben ohne zu sehen. Ein Mann schlägt ihr ins Gesicht und streichelt sie dann, während sie nur eine Unterhose trägt. Die Dreharbeiten fanden 1974 statt, als Wenders 30 Jahre alt war. Kinski, heute 65, erzählte der Süddeutschen Zeitung im Mai 2026, dass sie sich während der Dreharbeiten unwohl gefühlt habe und seit etwa 2011 versuche, die Szene entfernen zu lassen. Sie beschrieb, dass ihr als Kind klar geworden sei, dass es nicht in Ordnung war, und dass Wenders, ihr erster Regisseur, sie nicht beschützt habe. Anfang 2026 engagierte sie einen Anwalt, und formelle rechtliche Schritte gegen den Regisseur wurden angekündigt.

Wachsender Druck und Wenders' erste Entschuldigung

Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im Mai 2026 sagte Wenders, er würde eine solche Szene heute nicht mehr drehen, weigerte sich jedoch, sie zu schneiden, mit der Begründung, er könne seinem jüngeren Ich keinen Vorwurf für einen Film seiner Zeit machen. Er deutete an, dass Filmemacher mit dem Umgang mit ihrem Vermächtnis ringen müssten. Die öffentliche Kritik nahm zu, und Anfang Juni wies die Wenders-Stiftung Streaming-, Fernseh- und Vertriebspartner an, 'Falsche Bewegung' nicht mehr verfügbar zu machen. Kurz darauf sprach Wenders eine direkte Entschuldigung aus.

„Als einziger der damals für 'Falsche Bewegung' Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski besser hätte geschützt werden müssen. Dafür entschuldige ich mich bei Dir, Nastassja, ohne Wenn und Aber.“

Wim Wenders, Regisseur von 'Falsche Bewegung'

Die gemeinsame Lösung

Am 31. Juli 2026 veröffentlichte die Stiftung eine gemeinsame Erklärung von Wenders und Kinski. Sie gaben bekannt, dass der Konflikt beigelegt sei und Wenders zugestimmt habe, die umstrittene Szene aus allen zukünftigen Versionen des Films zu entfernen. Die Szene wurde aus Respekt vor Kinski 'ersatzlos' gestrichen, und der neue Schnitt wurde ihr zur Überprüfung vorgelegt. Es ist kein Rechtsfall mehr anhängig.

„Wim Wenders hat sich bei Nastassja Kinski entschuldigt und ihrem Wunsch entsprochen, die von ihr beanstandete Szene aus dem Film zu schneiden. Uns eint der Wunsch, dass die Erinnerung an den Film nicht länger von diesem Konflikt überschattet wird und die langjährige freundschaftliche Beziehung wiederhergestellt werden kann.“

Wim Wenders und Nastassja Kinski

ARD streicht 'Reifezeugnis' aus dem Programm

Der öffentlich-rechtliche Sender ARD handelte parallel: Er zog den Kriminalfilm 'Reifezeugnis' von 1977 dauerhaft aus dem Programm. In diesem Kult-Fernsehfilm spielte Kinski eine Schülerin, die eine Beziehung mit einem Lehrer hat; auch er enthielt Nacktszenen mit der damals minderjährigen Schauspielerin. Die ARD begründete die Entscheidung mit der breiteren Kritik, die durch den Fall 'Falsche Bewegung' ausgelöst wurde, und markierte damit eine weitere institutionelle Reaktion auf die Debatte über die Darstellung Minderjähriger auf der Leinwand.

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Quellen und Kontext

Berlin · Deutschland

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