Sprengkommando bereitet Entschärfung einer in Braunsbedra gefundenen 500-Pfund-Weltkriegsbombe vor
Die Behörden in Sachsen-Anhalt haben rund um eine Bahnbrückenbaustelle an der Landesstraße 178 einen 500-Meter-Sperrkreis eingerichtet, um eine amerikanische Fliegerbombe zu entschärfen.
Fund an der Bahnbrückenbaustelle
Techniker entdeckten bei geplanten Untersuchungsarbeiten in Braunsbedra im Landkreis Saalekreis in Sachsen-Anhalt eine nicht explodierte amerikanische Fliegerbombe. Der Sprengkörper wurde bei routinemäßigen Voruntersuchungen für den Bau einer neuen Bahnbrücke an der Landesstraße 178 freigelegt. Vertreter des Landkreises bestätigten, dass die Munition 500 Pfund wiegt und aus dem Zweiten Weltkrieg stammt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes terminierte die technische Entschärfung für Mittwochmorgen. Die Techniker wollen den Sprengsatz direkt vor Ort unschädlich machen, indem sie sowohl den vorderen Kopfzünder als auch den hinteren Heckzünder entschärfen.
Sicherheitsradius und Betriebsevakuierungen
Die Kreisverwaltung Saalekreis ordnete einen verpflichtenden Sicherheitsradius von 500 Metern um den Bombenfundort an der Landesstraße 178 an. Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen innerhalb dieses Radius müssen ihre Betriebsstätten räumen, bevor die Entschärfung beginnt. Die Kreisbehörden bestätigten, dass private Wohngebiete vollständig außerhalb des Sperrradius liegen, sodass für Anwohner keine Evakuierungsanordnungen gelten. Das Rathaus von Braunsbedra wurde als Notunterkunft eingerichtet, um betroffene Beschäftigte während des Einsatzes aufzunehmen. Mitarbeiter der Stadt bereiteten das Verwaltungsgebäude vor, um Evakuierte unterzubringen, bis die Kampfmitteltechniker den Ort als gesichert erklären.
- Drei amerikanische Weltkriegsbomben in der Nähe des Ortsausgangs Richtung Krumpa gefunden und entschärft
- Behörden des Saalekreises melden den Fund einer 500-Pfund-Bombe amerikanischer Herkunft an der Landesstraße 178
- Der Kampfmittelbeseitigungsdienst soll Kopf- und Heckzünder innerhalb des 500-Meter-Bereichs entfernen
Verkehrsumleitungen und Anpassungen im Nahverkehr
Die Entschärfungsarbeiten machen am Mittwoch temporäre Sperrungen im umliegenden Verkehrsnetz erforderlich. Die Behörden planten Straßensperren an allen Verkehrswegen, die den 500-Meter-Sperrkreis queren, um das Gelände zu sichern. Um den örtlichen Verkehr während des Einsatzes fließen zu lassen, setzten die Verantwortlichen die übliche Einbahnstraßenregelung auf der ausgewiesenen Umleitungsstrecke aus. Polizeikräfte regeln den Verkehr direkt an den Kreuzungen, um die Fahrzeuge über die Ausweichrouten zu leiten. Der öffentliche Nahverkehr muss den ganzen Vormittag über mit Fahrplanänderungen und Umleitungen rechnen; die Stadtverwaltung rief Fahrgäste dazu auf, aktuelle Verbindungsinformationen bei den örtlichen Verkehrsbetrieben zu prüfen.
Muster der Kriegsfunde bei Krumpa
Der geplante Einsatz folgt auf eine ähnliche Munitionsentschärfung am selben Infrastrukturstandort. Ende September entdeckten Bautrupps am Bahnbrückenprojekt entlang der Landesstraße 178 drei separate amerikanische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Kampfmittelräumer hatten die Stelle damals gesichert, indem sie in der Nähe des Ortsausgangs in Richtung Krumpa einen identischen 500-Meter-Sicherheitsradius durchsetzten. Der jüngste Fund einer 500-Pfund-Munition erfordert dieselben Sicherheitsmaßnahmen und einen abgestimmten Sperrkreis, um die verbliebene Kriegsmunition unschädlich zu machen.
