
Copernicus kartiert 248 Hektar verbrannt beim Waldbrand von Siviri auf der Halbinsel Kassandra von Chalkidiki
Ein Waldbrand, der am 13. August in Siviri, Kassandra, ausbrach, verbrannte laut Copernicus-Satellitendaten 248 Hektar. 446 Menschen wurden evakuiert, und am 15. August waren noch 110 Feuerwehrleute im Einsatz.
Ausbruch und Evakuierung
Ein Waldbrand brach am Donnerstag, 13. August 2026, um etwa 14:00 Uhr in Siviri auf der Halbinsel Kassandra von Chalkidiki aus. Das Gebiet war zu dieser Zeit stark durch den erhöhten Touristenverkehr belastet, was die Reaktion erschwerte. Die Behörden aktivierten aufeinanderfolgende 112-Notfallwarnmeldungen, um Bewohner und Besucher aus Siviri und der nahegelegenen Siedlung Fourka in sicherere Gebiete zu evakuieren. Die Evakuierung war besonders schwierig, da es nur eine Hauptverkehrsachse für die Ausfahrt aus dem ersten Teil der Halbinsel Chalkidiki gibt. Nach Angaben einer Quelle wurden 446 Menschen über diese Route evakuiert. Das Feuer wurde eingedämmt und galt am Freitag, 14. August, um die Mittagszeit als ohne aktive Front.
Copernicus-Satellitenbewertung
Das EU-Copernicus-Satellitensystem wurde wenige Stunden nach Ausbruch des Feuers aktiviert, auf Anordnung des Generalsekretärs für Katastrophenschutz Nikos Papaiastathiou, über die Direktion für Planung der Notfallreaktion des Generalsekretariats für Katastrophenschutz. Ziel war es, kartografische Produkte und Daten für Gebiete der Gemeinde Kassandra zu erstellen, um die an der Notfallreaktion und Folgenbewältigung beteiligten Behörden zu unterstützen. Der Antrag wurde von der Europäischen Union angenommen, und am Nachmittag des Freitags, 14. August, wurden Satellitenbilder erstellt, die den Umfang der verbrannten Fläche erfassen. Das Satellitenbild vom 14. August 2026 um 18:56 Uhr zeichnete einen verbrannten Gesamtumfang von 248 Hektar auf, was 2.480 Stremmata entspricht.
- Feuer bricht in Siviri, Kassandra, Chalkidiki aus
- Feuer eingedämmt, keine aktive Front
- Copernicus-Satellitenbild registriert 248 Hektar verbrannt
Aufteilung der verbrannten Fläche
Von den insgesamt 2.480 Stremmata entfallen 1.388 Stremmata (etwa 56 %) auf Waldfläche, während die restlichen 1.092 Stremmata (etwa 44 %) hauptsächlich Grünland und Buschland sind. Diese Unterscheidung ist für die Bewertung der Folgen des Waldbrandes von besonderer Bedeutung, da die kartierte Gesamtfläche nicht ausschließlich aus Waldökosystemen besteht. In Grünland- und Buschlandgebieten kann die natürliche Regeneration schneller erfolgen, insbesondere nach Rückkehr der Herbstniederschläge, im Gegensatz zu Waldgebieten, wo die Wiederherstellung der Vegetation in der Regel viel langsamer verläuft.
- Wald
- 138.8 Hektar
- Grünland und Buschland
- 109.2 Hektar
Laufende Löscharbeiten
Stand Samstag, 15. August, ist der Brand in Chalkidiki eingegrenzt und hat keine aktive Front, aber 110 Feuerwehrleute mit 50 Fahrzeugen sind weiterhin in Siviri im Einsatz, um vereinzelte Glutnester und rauchende Stellen zu bekämpfen und ein mögliches Wiederaufflammen zu verhindern. Die Einsatzkräfte in Chalkidiki bleiben in Alarmbereitschaft. Landesweit werden 11 Waldbrände überwacht, bei denen Kräfte der Feuerwehr noch in den Gebieten stationiert sind, in denen in den vergangenen Tagen Fronten ausgebrochen waren, bereit, jede Wiederentzündung sofort zu bekämpfen.
Datenverteilung und Einschränkungen
Die Daten und Karten des Copernicus-Notfallmanagementdienstes/Kartierung werden von der Direktion für Planung der Notfallreaktion kostenlos an alle beteiligten Behörden für deren operative Nutzung verteilt. Die Satellitenkartierung wird als wichtiges Instrument zur Abschätzung der Auswirkungen großer Waldbrände beschrieben, da sie die Abgrenzung der betroffenen Gebiete und die Unterscheidung verschiedener Landbedeckungstypen ermöglicht. Die Copernicus-EMS-Kartierung enthält Einschränkungen hinsichtlich des Aufnahmedatums, der Analyse von Satellitendaten und des Interpretationsprozesses. Die Kartierung stellt für sich genommen keine abschließende Umwelt- oder Verwaltungsschadensbewertung dar.


