
Waldbrand bei Konitsa nähert sich Aoos-Fluss und Siedlungen nach siebentägigem Feuer
Ein seit dem 31. August im Kiefernwald von Trapezitsa brennender Waldbrand breitete sich am 6. September 2026 in Richtung Konitsa und der Stomio-Schlucht aus und löste 112-Bereitschaftswarnungen aus, während 170 Feuerwehrleute im Einsatz waren.
Ausbreitung durch den Trapezitsa-Wald
Ein Waldbrand, der am Nachmittag des Montags, 31. August 2026, in einem Kiefernwald nahe Trapezitsa ausgebrochen war, flammte am Morgen des Sonntags, 6. September 2026, wieder auf. Siebten Tag in Folge wütend, breitete sich das Feuer durch dichten, unberührten Kiefernbewuchs und zerklüftetes Berggebiet in der Gemeinde Konitsa aus, die in der Region Ioannina in Epirus liegt. Der Brand verlief entlang steiler Sättel, enger Passagen und tiefer Schluchten, was den Bodenzugang einschränkte und die Flammenausbreitung über die Hänge beschleunigte.
Der stellvertretende Sprecher des Griechischen Feuerwehrdienstes, Giannis Artopios, beschrieb die operativen Hindernisse in einem Interview mit dem staatlichen Rundfunk ERT:
Das Feuer brennt an sehr schwierigen Stellen, was den Löscheinsatz erheblich behindert.
Notfallwarnungen und Bedrohung für Siedlungen
Die Zivilschutzbehörden gaben am Sonntag über das 112-Messaging-Netzwerk zwei Notfallwarnungen heraus, um die Bewohner im gesamten Gebiet von Konitsa zu alarmieren. Die erste Warnung, am Sonntagmorgen übermittelt, warnte die Öffentlichkeit vor dichtem Rauch, der in besiedelte Gebiete zog, und ordnete an, dass die Bewohner mit geschlossenen Türen und Fenstern in ihren Häusern bleiben sollten. Als die Feuerfront am Sonntagabend eine Breite von etwa 500 Metern erreichte und sich der Siedlungszone und den umliegenden Dörfern näherte, ordnete eine zweite 112-Nachricht an, dass die Bewohner volle Bereitschaft halten sollten.
Die Feuerwehrleute positionierten Fahrzeuge und Schläuche entlang der Perimetergrenzen außerhalb der Wohnbebauung, um das Feuer von den Häusern fernzuhalten.
Eskalation der Boden- und Luftbekämpfung
Die Einsatzkräfte erhöhten im Laufe des Sonntags stetig die Anzahl der Kräfte am Einsatzort. Die Morgenoperationen begannen mit 150 Feuerwehrleuten, sechs spezialisierten Waldkommandoeinheiten und 48 Fahrzeugen, unterstützt von 12 Luftfahrzeugen. Bis zum Sonntagabend wuchs der Bodeneinsatz auf 170 Feuerwehrleute, mehr als 60 Fahrzeuge und 10 Kommandoteams, die die 1., 2., 5., 6. und 10. Einheit der Spezialeinheit für Forsteinsätze (EMODE) repräsentierten.
- Waldbrand bricht in Kiefernwald nahe Trapezitsa aus
- Flammen flammen in zerklüftetem Gelände auf; 112-Rauchwarnung an nahe Anwohner gesendet
- Bodeneinsatz auf 170 Feuerwehrleute und über 60 Fahrzeuge erweitert
- Aktive 500-Meter-Front nähert sich Wohngebiet und Stomio-Schlucht; neue 112-Warnung herausgegeben
Die Luftfahrzeuge führten Wasserabwürfe über die Bergrücken bis zum Sonnenuntergang durch, als die Luftoperationen eingestellt wurden. Die Luftflotte bestand aus 12 Luftfahrzeugen, darunter acht Hubschrauber und vier Starrflügelflugzeuge, darunter Canadair-Amphibien-Wasserbomber. Die Bodentruppen setzten die Löscharbeiten in der Nacht entlang des nicht eingedämmten Perimeters fort.
Vorrücken zum Aoos-Fluss und zur Stomio-Schlucht
Bis zum späten Sonntag bewegte sich die Feuerfront zu den Ufern des Aoos-Flusses hinab und näherte sich der Stomio-Schlucht. Die Schlucht ist ein ökologisch sensibles und äußerst unzugängliches Kerngebiet des örtlichen Nationalparks. Das steile Gelände in der Schlucht verhinderte, dass schwere Löschfahrzeuge an die aktive Front herankamen, sodass Bodenteams zu Fuß in schwierigem Gelände Brandschneisen anlegen mussten, um das unberührte Kiefernökosystem zu schützen.


