
Waldbrand auf der Insel Samos ausgebrochen, 32 Feuerwehrleute im abgelegenen Gebiet des Berges Karvouni im Einsatz
Am Freitagabend ist in einem abgelegenen Gebiet des Berges Karvouni auf der Insel Samos (Griechenland) ein Waldbrand ausgebrochen. Häuser oder Infrastruktur sind nicht bedroht, aber 32 Feuerwehrleute und eine Drohne sind im Einsatz.
Brand in abgelegenem Wald auf Samos ausgebrochen
Am Freitagabend, dem 24. Juli 2026, brach im Gebiet "Profitis Ilias" des Berges Karvouni auf der griechischen Insel Samos ein Waldbrand aus. Die Einsatzzentrale der Feuerwehr erhielt die Meldung gegen 22:30 Uhr Ortszeit. Der Brand tobt in einem dicht bewaldeten, schwer zugänglichen Gebiet, das weit entfernt von Wohngebieten oder kritischer Infrastruktur liegt. Der Berg Karvouni ist ein bewaldeter Berg im zentralen Teil der Insel. Die abgelegene Lage hat bisher eine unmittelbare Bedrohung von Häusern oder Gebäuden verhindert, aber das unwegsame Gelände erschwert die Löscharbeiten.
Löscheinsatzkräfte mobilisiert
Insgesamt wurden 32 Feuerwehrleute zum Einsatzort entsandt. Das Kontingent umfasst ein spezialisiertes Team der 14. Spezialeinheit für Katastrophenbekämpfung (EMODE) der Griechischen Feuerwehr sowie freiwillige Feuerwehrleute. Zehn Löschfahrzeuge unterstützen den Bodeneinsatz. Die 14. EMODE ist für komplexe Rettungs- und Brandbekämpfungseinsätze in schwierigem Gelände ausgebildet. Die Einsatzkräfte arbeiten unter schwierigen Bedingungen, um die Brandfront einzudämmen und eine weitere Ausbreitung in den Wald zu verhindern. Die Unzugänglichkeit des Geländes zwingt die Feuerwehrleute in einigen Bereichen, sich zu Fuß zu nähern.
Luftüberwachung per Drohne
Während des gesamten Einsatzes erhält die Nationale Koordinationszentrale für Einsätze und Krisenmanagement (ESKEDIK) eine kontinuierliche Live-Übertragung von einer Drohne. Das unbemannte Fluggerät ist sowohl mit optischen als auch mit Wärmebildkameras ausgestattet und bietet der Einsatzleitung Echtzeit-Lageinformationen. Die Drohnenbilder werden in Echtzeit übertragen, was schnelle Entscheidungen ermöglicht. Diese Perspektive aus der Luft ist wertvoll, um Bodeneinheiten zu lenken und das Brandverhalten im schwer zugänglichen Gelände zu überwachen. Die Wärmebildtechnik hilft, Hotspots zu erkennen und die Bewegung des Feuers auch durch Rauch hindurch zu verfolgen.
Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet
Die in Lesvos ansässige Ermittlungseinheit für Brandstiftung wurde aktiviert, um die Brandursache zu ermitteln. Die Ermittler werden den Ort auf Spuren einer vorsätzlichen Entzündung untersuchen. Die Brandursache ist zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Die Einheit wird gemeinsam mit örtlichen Feuerwehrbeamten Beweise sammeln. Der Einsatz der Brandstiftungseinheit ist bei Waldbränden in Griechenland Standardverfahren, insbesondere in abgelegenen Gebieten, in denen natürliche Ursachen weniger wahrscheinlich sind.
Eindämmungsarbeiten laufen weiter
Die Löscharbeiten laufen weiter, mit dem Hauptziel einer sofortigen Eindämmung des Feuers. Es wurden keine Verletzten oder Evakuierungen gemeldet. Die Tatsache, dass sich der Brand in einem abgelegenen Waldgebiet befindet, hat ihn von besiedelten Zonen ferngehalten, aber die Einsatzkräfte bleiben in höchster Alarmbereitschaft, um eine Änderung der Richtung oder Intensität zu verhindern. Die Behörden beobachten die Wetterbedingungen, die das Brandverhalten beeinflussen könnten. Der Einsatz wird voraussichtlich die ganze Nacht über andauern.


