Waldbrand in Orés stabilisiert: 14.400 Hektar verbrannt, 1.000 Evakuierte warten nach fünftägigem Kampf auf Rückkehr
Der Waldbrand in Orés in der Provinz Saragossa wurde am Sonntagnachmittag für stabilisiert erklärt, nachdem er 14.400 Hektar verbrannt und die Evakuierung von etwa 1.000 Menschen aus sechs Gemeinden erzwungen hatte. Die Behörden bereiten nun die schrittweise Rückkehr der Bewohner vor, sobald Häuser und grundlegende Dienstleistungen überprüft sind.
Der Waldbrand, der am 15. Juli in Orés in der Region Cinco Villas in Saragossa ausgebrochen war, wurde am Nachmittag des Sonntags, 19. Juli, für stabilisiert erklärt. Die Ankündigung erfolgte nach einer Nacht, in der sich die Brandgrenze nicht mehr ausdehnte und die Feuerwehrleute die Flammen auf einer 78 Kilometer langen Front eindämmen konnten. Die verbrannte Fläche beträgt laut Satellitenbildern des Copernicus-Sentinel-Programms 14.400 Hektar, während der gesamte betroffene Umkreis 15.700 Hektar umfasst.
- Brand bricht in Orés, Saragossa aus
- Flammen breiten sich schnell aus; Evakuierungen von Orés, Asín, Luesia, Malpica de Arba, Uncastillo und Petilla de Aragón
- Brandgrenze dehnt sich über Nacht nicht aus; CECOPI bestätigt günstige Entwicklung
- Brand für stabilisiert erklärt; Behörden beginnen mit Planung der Rückkehr der Evakuierten
Löscharbeiten und aktueller Stand
Mehr als 450 Einsatzkräfte der Regierung von Aragón, der Militärischen Notfalleinheit (UME) und der Feuerwehren verschiedener Verwaltungen arbeiteten am Wochenende daran, die Brandgrenze zu festigen. Der Löschdirektor Alfonso González bezeichnete die Situation im Vergleich zu den Vortagen als „recht ermutigend“ und stellte fest, dass keine Flammen sichtbar seien und nur noch wenige Rauchsäulen vorhanden seien. Er betonte jedoch, dass die Priorität darin liege, „die Brandgrenze zu festigen“ und mehrere unverbrannte Vegetationsinseln im Brandgebiet zu überwachen, die wieder aufflammen könnten.
Heute ist der erste Tag, an dem wir durchatmen, der erste Tag, an dem das Feuer anders aussieht als in den vergangenen Tagen. Es gibt nicht nur keine Flammen, sondern wir sehen auch nur wenige Rauchsäulen, aber das bedeutet nicht, dass wir die Wachsamkeit senken werden.
Präsident Jorge Azcón äußerte sich nach einem Überflug des Gebiets in einem Koordinationshubschrauber. Die Einsatzstufe bleibt auf Stufe 2 des Sonderschutzplans für Waldbrände (PROCINFO), und die Löscharbeiten werden fortgesetzt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Evakuierungen und Schäden
Rund 1.000 Bewohner wurden aus Orés, Asín, Luesia, Malpica de Arba, Uncastillo und der navarresischen Exklave Petilla de Aragón evakuiert. Am Samstagabend befanden sich noch etwa 60 Menschen in einer Sporthalle in Ejea de los Caballeros, während andere in Hotels in Ejea, Sádaba, Tauste und Huesca untergebracht wurden. Ältere Bewohner aus Pflegeheimen wurden in ein Zentrum in Saragossa verlegt und befinden sich Berichten zufolge in gutem Zustand.
Das Feuer drang in das Stadtgebiet von Asín ein und beschädigte zehn Häuser. Es wurden kontrollierte Konvois organisiert, damit die Bewohner Medikamente, Kleidung und andere Gegenstände abholen und Vieh füttern können. Fünf Straßen in der Gegend bleiben gesperrt.
- Verbrannte Fläche
- 14400 ha
- Perimeterfläche
- 15700 ha
Vorbereitung der Rückkehr
Nach der Stabilisierung des Feuers hat das Integrierte Operative Koordinationszentrum (CECOPI) mit der Planung der Deeskalation des Notfalls begonnen. Stadtrat Roberto Bermúdez de Castro sagte, dass „das Feuer stabilisiert ist, was nicht bedeutet, dass es unter Kontrolle oder gelöscht ist“, aber die günstige Entwicklung erlaube es, mit der Wiederherstellung der grundlegenden Dienstleistungen zu beginnen. Strom, Telefon und Trinkwasser sollen bis Montagmorgen in den fünf evakuierten Gemeinden vollständig verfügbar sein, eine Voraussetzung für die sichere Rückkehr der Bewohner.
Mit der gebotenen Vorsicht wird der Zustand der Häuser und der Infrastruktur überprüft, damit die Menschen in ihre Häuser zurückkehren können, eine Entscheidung, die in den kommenden Tagen getroffen werden kann.
Vizepräsidentin Mar Vaquero bestätigte, dass die neun anderen in Alarmbereitschaft versetzten Gemeinden nicht evakuiert werden mussten, und bezeichnete die Gesamtaussichten als „viel günstiger und optimistischer“.
Wetter und nächste Schritte
Die Wetterbedingungen verschafften den Feuerwehrleuten am Sonntag eine leichte Verschnaufpause, da die Windböen 30 Kilometer pro Stunde nicht überschritten, obwohl eine für den Nachmittag vorhergesagte Richtungsänderung und hohe Temperaturen die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft hielten. Die Hauptsorge gilt weiterhin den Sektoren 5 und 6 des Brandes, wo eine erneute Aktivierung die Flammen in Richtung der Sierra de Santo Domingo treiben könnte. Die Regierung von Aragón hat die Öffentlichkeit erneut aufgefordert, sich dem Gebiet nicht zu nähern und falschen Gerüchten in den sozialen Medien über unzureichende Ressourcen keine Beachtung zu schenken.


