
Griechenland bekämpft 60 Waldbrände in 24 Stunden, Evakuierungen in Thessaloniki und Chalkidiki angeordnet
Feuerwehrleute bekämpften am Samstag 60 Agrar- und Waldbrände in ganz Griechenland, wobei 16 fast gleichzeitig in Zentralmakedonien ausbrachen, wo der Risikoindex die Stufe 4 erreichte. Für Gebiete in der Nähe von Thessaloniki und Chalkidiki wurden Evakuierungsanordnungen erlassen.
Feuerwelle in ganz Griechenland
Am Samstag, den 4. Juli 2026, reagierte der griechische Feuerwehrdienst innerhalb von 24 Stunden auf 60 Agrar- und Waldbrände – eine Zahl, die als außergewöhnlich hoch für einen einzigen Tag beschrieben wird. Das Ministerium für Klimakrise und Katastrophenschutz bestätigte die Zahl und stellte fest, dass die meisten Brände in den Nachmittagsstunden ausbrachen. Die Brände strapazierten die Löschkapazitäten, aber der schnelle Einsatz von Boden- und Lufteinheiten verhinderte, dass die meisten zu Großbränden eskalierten.
Zentralmakedonien unter extremem Druck
Die Region Zentralmakedonien war am stärksten betroffen, mit einem Waldbrandrisikoindex der Stufe 4 (sehr hoch). Sechzehn Brände entzündeten sich nach 12:30 Uhr fast gleichzeitig, was die Feuerwehr zwang, ihre Kräfte auf mehrere Fronten zu verteilen. Die gefährlichsten Brände brachen in der Nähe von Wohngebieten in Neoi Epivates, Kallikrateia und Kristoni aus, wo die Flammen Gärten und Nebengebäude erreichten. In Oreokastro bedrohte ein gegen 20:30 Uhr ausgebrochener Brand Häuser, was zu einer Evakuierungsanordnung über das Notfallwarnsystem 112 führte.
Evakuierungen und Notfallwarnungen
Die Behörden verschickten im Laufe des Tages mehrere 112-Nachrichten. In Kallikrateia wurden die Bewohner von Ampelakia und Kipoupoli angewiesen, sich in Richtung Nea Kallikrateia zu evakuieren, während ältere Bewohner vorsorglich in Sicherheit gebracht wurden. In Oreokastro forderte der Alarm um 20:52 die Bewohner von Anthoupoli auf, in Richtung Titan zu gehen. In Koufalia forderte eine 112-Nachricht um 13:55 die Bewohner auf, in Bereitschaft zu bleiben, obwohl der Brand dort keine Häuser direkt bedrohte. Der koordinierte Einsatz von Drohnen mit optischen und Wärmebildkameras durch das Unified Coordination Centre for Operations and Crisis Management (ESKEDIK) ermöglichte eine Echtzeitüberwachung der Fronten.
Brandbekämpfung und Eindämmung
Im ganzen Land arbeiteten Feuerwehrleute, Freiwillige und Luftfahrzeuge daran, die Brände einzudämmen. In Attika wurden Brände in Aspropyrgos, Spata und am Hügel Saranta Martyres schnell unter Kontrolle gebracht. Auf Rhodos wurde ein Brand in der Nähe von Emponas mit 30 Feuerwehrleuten und einem Hubschrauber eingedämmt. Auf Korfu wurden zwei Brände in Vasilika und Apraos rasch gelöscht. Bis zum Abend waren die Brände in Kallikrateia und Neoi Epivates eingedämmt, während die Einsätze in Kilkis und Koufalia fortgesetzt wurden. Die Behörden für Katastrophenschutz betonten, dass gerodete Grundstücke rund um Siedlungen eine entscheidende Rolle bei der Begrenzung der Brandausbreitung spielten.
- Brandausbruch in Aspropyrgos, Attika.
- Brand beginnt in Spata, Attika.
- Mehrere Brände entzünden sich in Zentralmakedonien; Brände in Koufalia und Vasilika beginnen.
- Brand in Emponas, Rhodos, gemeldet.
- Brandausbruch in Neoi Epivates, Thessaloniki; 112-Warnung gesendet.
- Brand beginnt in Kallikrateia, Chalkidiki; 112-Evakuierungsanordnungen folgen.
- Brand bricht in Oreokastro, Thessaloniki aus; Evakuierungsanordnung um 20:52.
Hohes Risiko auch am Sonntag
Die Katastrophenschutzbehörde hat für Sonntag, den 5. Juli, ein sehr hohes Waldbrandrisiko (Stufe 4) für sechs Regionen vorhergesagt, wobei weite Teile des Landes in Alarmbereitschaft bleiben. Das gleichzeitige Ausbrechen mehrerer Brände am Samstag stellte die Einsatzplanung auf die Probe und unterstrich die Bedeutung sofortiger Intervention in den ersten Minuten jedes Vorfalls. Trotz der Belastung blieben die meisten Brände auf ihre Anfangsstadien beschränkt, dank der schnellen Mobilisierung von Einsatzkräften und lokalen Behörden.


