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Heutiger Brief

Bordeaux brennt, Berlin trauert

Waldbrände bedrohen Bordeaux, Iran-Krieg weitet sich aus und Berlin trauert nach Pride-Angriff

Europas Feuersaison schlug von düster in beängstigend um, als die Flammen bis in Sichtweite von Bordeaux vorrückten und Spanien seinen größten je registrierten Waldbrand zählte. Zugleich drängte der Iran-Konflikt Richtung Rotes Meer und Kaspisches Meer, während Berlin einen tödlichen Angriff auf seine Pride-Parade verarbeitete.

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    Teheran bestellt den französischen Botschafter ein, um gegen angebliche Einmischung zu protestieren, und verweist auf die Festnahme zweier französischer Diplomaten.

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    De la Espriella kündigt die Schließung von 14 Botschaften an und plant den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kuba und Nicaragua.

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Welt · Aktualisiert vor 35 m

Die USA unter Trump: zweite Amtszeit

US-Beamte knüpften künftige Zollbefreiungen für europäische Verbündete explizit an höhere Militärausgaben und direkte logistische Unterstützung für den Iran-Feldzug – dies markiert eine neue transaktionale Dimension in den Bündnisbeziehungen.

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© Berliner Zeitung
Klima·12. Juni

Wal ‚Timmy‘ überlebte nach Freilassung in der Nordsee vier bis fünf Tage, zeigen Trackingdaten

Der umstritten freigelassene Buckelwal schwamm 215 Kilometer, bevor er starb, wie ein Satellitensender zeigt. Ergebnisse vorgestellt von Umweltminister in Schwerin.

Trackingdaten zeigen Überlebensfenster

Der Buckelwal mit dem Spitznamen ‚Timmy‘, der in der Ostsee mehrfach gestrandet war, lebte nach seinem Transport in die Nordsee und der Freilassung am 2. Mai etwa vier bis fünf Tage. Ausgewertete Daten eines Satellitensenders am Tier zeigen, dass die Übertragung zwischen dem 6. und 7. Mai stoppte, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Der Wal legte nach seiner Freilassung rund 215 Kilometer zurück, die Bewegungslinien führten westlich von Skagen.

Der Wal ist nicht unmittelbar nach der Freilassung verendet; er hat gelebt und ist getaucht.

— Till Backhaus

Umstrittene Rettungsaktion verteidigt

Eine private Initiative hatte den Wal im Bereich der Wismarbucht auf einen Lastkahn verladen und später im Skagerrak auf die offene See gezogen. Meeresbiologen hatten die Aktion als Tierquälerei kritisiert und gewarnt, dass das kranke und geschwächte Tier zusätzlichem Stress ausgesetzt sei und wahrscheinlich bald sterben werde. Backhaus sagte vor Journalisten in Schwerin, sein Ministerium halte den Rettungsversuch ‚rechtlich und fachlich für vertretbar‘ und bezeichnete ihn als ‚erfolgreich‘, um den Wal in die Nordsee zu bringen.

Es gibt keine belastbaren Hinweise darauf, dass der Transport oder die Freilassung unmittelbar zum Tod des Tieres beigetragen haben.

— Till Backhaus

Backhaus fügte hinzu, Deutschland sei auf Strandungen solcher Tiere nicht vorbereitet, und es gebe ‚hohen Nachholbedarf‘.

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Obduktion und Kadaververwertung

Der Wal, ein Weibchen, wurde am 14. Mai tot treibend nahe der dänischen Insel Anholt entdeckt, der Sender am 16. Mai geborgen. Vorläufige Obduktionsbefunde zeigten keine Hinweise auf schwere äußere oder innere Verletzungen, Gewalteinwirkung oder Fremdkörper im Körper. Organuntersuchungen stehen noch aus. Der Kadaver wurde an das dänische Verwertungsunternehmen Daka in Randers übergeben, wo Fett zu Biodiesel verarbeitet wird und Knochen, Sehnen und Haut zu Mehl für die Biomasseverbrennung gemahlen werden. Einige Knochen gehen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in Kopenhagen.

Zeitplan des gestrandeten Buckelwals
  1. 23. März 2026Erste Strandung bei Timmendorfer Strand, Rettungsversuche beginnen
  2. 7. Apr. 2026Expertenbericht vorgelegt; Land bereitet sich auf mögliche Kadaverbergung vor
  3. 2. Mai 2026Private Initiative transportiert Wal per Lastkahn und setzt ihn im Skagerrak frei
  4. 7. Mai 2026Satellitensender stellt zwischen 6. und 7. Mai die Übertragung ein; Wal vermutlich tot
  5. 14. Mai 2026Toter Wal nahe der Insel Anholt, Dänemark, entdeckt
  6. 12. Juni 2026Umweltminister Backhaus präsentiert Trackingdaten in Schwerin

Offene Fragen

Während der Bewegungsradius nun klar ist, müssen andere Sensordaten noch ausgewertet werden. Die private Initiative hat weitere Aufzeichnungen, die voraussichtlich in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Das Ministerium erklärte, die Senderdaten lieferten wichtige Erkenntnisse für eine Gesamtbewertung des Falls.

Schwerin · Anholt
Till Backhaus
SchwerinTill BackhausAnholtPoelSkagen

8 Quellen

  • Ostsee: Buckelwal lebte nach Befreiung wohl noch fünf Tage weiter
    ZEIT ONLINE·12. Juni
  • Backhaus: Buckelwal ist nach vier bis fünf Tagen verendet
    Frankfurter Allgemeine·12. Juni
  • Buckelwal "Timmy" starb kurz nach Rettungsaktion: Todesdatum bekannt
    Berliner Zeitung·12. Juni
  • Satellitensender-Auswertung: Buckelwal absolvierte nach Freilassung rund 200 Kilometer
    ZEIT ONLINE·12. Juni
  • Wal Timmy lebte nach Freilassung noch 5 Tage
    Blick.ch·12. Juni
  • Sender-Daten veröffentlicht: Buckelwal Timmy wohl seit 6. oder 7. Mai tot
    watson.ch/·12. Juni
  • Der Tag: Buckelwal lebte wohl noch bis zum 6. oder 7. Mai
    N-tv·12. Juni
  • Von Sichtung bis Obduktion: Chronologie zum Ostsee-Buckelwal
    DIE WELT·12. Juni

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