Konflikte · Beirut, Washington, D.C. und Teheran
Israel missachtet neue Waffenruhe im Libanon mit tödlichen Angriffen – USA warnen, Netanjahu könnte Iran-Friedensplan sabotieren
Eine von den USA und dem Iran vermittelte, neue Waffenruhe im Libanon trat am Freitag in Kraft, wurde jedoch sofort durch israelische Luftangriffe und Drohnenangriffe der Hisbollah verletzt, wobei 47 Libanesen und vier israelische Soldaten getötet wurden. Der US-Geheimdienst hat gewarnt, dass Ministerpräsident Netanjahu wahrscheinlich aktive Schritte unternehmen wird, um das umfassendere US-Iran-Abkommen zu untergraben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, El Confidencial, EL MUNDO und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Eine neue, von USA und Iran vermittelte Waffenruhe begann am Freitagnachmittag, aber israelische Luftangriffe töteten 47 Menschen im Libanon und die Hisbollah tötete vier israelische Soldaten.
Ein Geheimbericht besagt, dass der israelische Premierminister wahrscheinlich aktive Schritte unternehmen wird, um das US-Iran-Friedensabkommen zu untergraben, angetrieben durch innenpolitischen Druck vor den Wahlen im Herbst.
Teheran sagte die erste Runde der technischen Gespräche in der Schweiz ab, und Vizepräsident Vance verschob seine Reise, was die 60-Tage-Frist für ein endgültiges Abkommen gefährdet.
Das US-Iran-Memorandum zielt darauf ab, die strategische Wasserstraße wieder zu öffnen und eine durch die Blockade einer wichtigen Ölroute verursachte globale Wirtschaftskrise zu verhindern.
Der israelische Finanzminister Smotrich forderte, die „Tore der Hölle“ zu öffnen, und der Minister für nationale Sicherheit, Ben Gvir, verlangte, dass „tausend libanesische Mütter für jede israelische Träne weinen“.
- 20.06.Die von USA und Iran vermittelte Waffenruhe tritt offiziell in Kraft.
- 20.06.Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, die Waffenruhe gebrochen zu haben; die Kämpfe gehen weiter.
- 20.06.Iran setzt technische Gespräche aus; Vizepräsident Vance verschiebt Reise in die Schweiz.
Die Waffenruhe trat am Freitag um 16:00 Uhr Ortszeit (15:00 Uhr in Spanien, 09:00 Uhr in Washington) in Kraft, aber keine Partei bestätigte sie offiziell. Innerhalb von Stunden griffen israelische Kampfflugzeuge Ziele im Süden des Libanon und in der Bekaa-Ebene an und töteten 47 Menschen – einer der tödlichsten 24-Stunden-Zeiträume seit Wochen. Die Hisbollah antwortete mit einem Drohnenangriff, bei dem vier israelische Soldaten, darunter ein Offizier des 52. Bataillons, getötet wurden, und beschuldigte Israel später, das US-Iran-Abkommen torpedieren zu wollen.
„Wir werden die Waffenruhe respektieren, wenn Israel sie respektiert, und wir behalten uns das Recht auf eine Antwort vor.“
Politische Folgen
Ultranationalistische israelische Minister heizten die Krise an. Finanzminister Bezalel Smotrich forderte, „die Tore der Hölle“ im Libanon zu öffnen, während der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, sagte: „Tausend libanesische Mütter sollten für jede Träne einer israelischen Mutter weinen.“ Die Äußerungen unterstrichen den innenpolitischen Druck, dem Netanjahu vor den Wahlen im Herbst ausgesetzt ist; US-Geheimdienstmitarbeiter, zitiert von der Washington Post, schätzen ein, dass sein politisches Überleben davon abhängt, zu zeigen, dass er die Truppen nicht aus dem Süden des Libanon abziehen wird und die Kampagne möglicherweise sogar verschärft.
„Wir haben einen kleinen Streit über den Libanon. Ich habe ihn gebeten, nicht jedes Mal ein Gebäude einzureißen, wenn ein Hisbollah-Mitglied es betritt.“
US-Beamte befürchten zunehmend, dass Netanjahu das von Trump mit dem Iran unterzeichnete Memorandum of Understanding aktiv sabotieren wird. Ein diese Woche verbreiteter Geheimdienstbericht kam zu dem Schluss, dass der Premierminister wahrscheinlich Maßnahmen ergreifen wird, die das Streben des Präsidenten nach einem dauerhaften Frieden zunichtemachen könnten.
Diplomatische Lähmung
Die Auswirkungen waren schnell spürbar. Der Iran setzte die erste Runde der für die Schlussvereinbarung in der Schweiz geplanten technischen Gespräche aus, und Vizepräsident J.D. Vance verschob seine Reise zu den Gesprächen. Der Gipfel in der Schweiz, der ein 60-tägiges Zeitfenster für den Abschluss eines dauerhaften Abkommens eröffnen sollte, steht nun auf der Kippe. Washington hat von Israel gefordert, seine Offensive im Libanon zu stoppen, um den diplomatischen Kanal zu schützen; Trump drängte Netanjahu, „sanfter vorzugehen“.
„Wir werden so lange bleiben, wie nötig.“
Trotz der Waffenruhe besteht das israelische Militär darauf, weiterhin im Süden des Libanon zu operieren. IDF-Sprecher Effie Defrin erklärte, die Angriffe der Hisbollah stellten „Verstöße gegen die Waffenruhe“ dar, und die Armee werde „weiterhin unmittelbare Bedrohungen beseitigen“, ohne auf den nächsten Angriff zu warten.
Was auf dem Spiel steht
Das Memorandum zwischen Washington und Teheran zielt darauf ab, eine regionale Waffenruhe zu konsolidieren, die Straße von Hormus wieder zu öffnen und eine durch die Blockade einer der wichtigsten Ölarterien der Welt ausgelöste globale Wirtschaftskrise zu verhindern. Seine erste Klausel verlangt eine Waffenruhe „an allen Fronten, einschließlich des Libanon“ und garantiert die territoriale Integrität und Souveränität des arabischen Landes, was faktisch einen israelischen Rückzug aus den seit der Eskalation der Hisbollah besetzten Gebieten erfordert. Der Iran erhält im Gegenzug Sanktionserleichterungen und Wiederaufbaumittel im Rahmen des Abkommens, während beide Unterzeichner bestrebt sind, sich vor ihrem jeweiligen innerstaatlichen Publikum als Sieger darzustellen.
Da die Waffenruhe bereits bröckelt, befindet sich das Weiße Haus in der Zwickmühle zwischen einem Verbündeten, der seine Waffenruhe-Forderungen ignoriert, und einem Gegner, der die Verhandlungen in dem Moment einstellte, als die Bomben wieder fielen. Die nächsten 48 Stunden werden entscheiden, ob das Treffen in der Schweiz gerettet werden kann oder ob das gesamte US-Iran-Rahmenwerk zusammenbricht, bevor es überhaupt in Gang kommt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSLa guerra de Líbano lleva al límite el plan de paz de Trump
- El ConfidencialTrump y Netanyahu: la milonga de un cabestro y un lunático
- EL MUNDONetanyahu busca la salida del laberinto ante el pacto de Trump
- LaSextaLa negativa de Netanyahu a frenar su ofensiva en Líbano enfada a Trump por poner en peligro el pacto de EEUU con Irán
- Benjamin Netanyahu
- Israels Ministerpräsident, der unter US-Druck steht, die Libanon-Offensive zu stoppen; besteht darauf, dass die Truppen ‚so lange wie nötig‘ bleiben werden.
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten; vermittelte das Memorandum of Understanding mit dem Iran und forderte Israel auf, sanfter vorzugehen.
- Bezalel Smotrich
- Israels Finanzminister, der forderte, die ‚Tore der Hölle‘ im Libanon zu öffnen.
- Itamar Ben Gvir
- Israels Minister für nationale Sicherheit, der sagte, tausend libanesische Mütter sollten für jede israelische Träne weinen.
- Ibrahim al-Moussawi
- Hisbollah-Sprecher, der erklärte, die Gruppe werde die Waffenruhe respektieren, wenn Israel dies tue, behalte sich aber das Recht auf eine Antwort vor.
- Effie Defrin
- IDF-Sprecher, der der Hisbollah vorwarf, die Waffenruhe gebrochen zu haben, und sagte, Israel werde weiterhin Bedrohungen beseitigen.
- J. D. Vance
- Vizepräsident der Vereinigten Staaten; verschob seine Reise, um die US-Delegation bei den Gesprächen in der Schweiz zu leiten.
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