
US-Iran-Atomgespräche in der Schweiz nach israelischen Angriffen im Südlibanon auf unbestimmte Zeit verschoben
Die für den 19. Juni auf dem Bürgenstock bei Luzern geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wurden auf unbestimmte Zeit abgesagt. Teheran beschuldigt Israel, den Prozess durch Militäroperationen im Südlibanon zu torpedieren, und macht Washington direkt dafür verantwortlich.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Verschiebung. Sprecher Nicolas Bideau sagte, die Schweiz bleibe bereit und setze die Vorbereitungen fort, und fügte hinzu, dass sie sich weiterhin voll und ganz für die Förderung des Dialogs einsetze.
Die Schweiz bleibt bereit und setzt die Vorbereitungen fort. Sie setzt sich weiterhin voll und ganz für ihre Bemühungen zur Förderung des Dialogs ein.
Laut der Financial Times entsandte der Iran keine Delegation aufgrund einer Reihe tödlicher israelischer Luftangriffe. Iranische Beamte forderten Garantien, dass die Feindseligkeiten im Libanon eingestellt werden, wie im Friedensmemorandum vom 17. Juni vorgesehen. Ein mit der Angelegenheit vertrauter Diplomat sagte, die Vermittler arbeiteten an einer Lösung des Problems.
Die Iraner haben Garantien gefordert, dass die Feindseligkeiten im Libanon eingestellt werden, wie es das unterzeichnete Abkommen vorsieht, und die Vermittler arbeiten derzeit daran, die Angelegenheit zu lösen.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismaeil Baghaei, verurteilte die israelischen Operationen als „terroristische Akte“ und warnte vor unmittelbaren Eskalationsfolgen, wobei er auf Verstöße gegen das Friedensmemorandum hinwies. Ein zuvor zwischen Israel und der Hisbollah vermittelter Waffenstillstand, der von den USA und Katar mit Irans Hilfe ausgehandelt worden war und um 16:00 Uhr Ortszeit beginnen sollte, wurde schnell untergraben: Das israelische Militär griff über 80 Ziele im Südlibanon an, tötete Dutzende Hisbollah-Kämpfer, und ein neuer Angriff traf Sejoud nach der Waffenstillstandsankündigung. US-Präsident Donald Trump sagte, er habe Israel gebeten, den Waffenstillstand zu akzeptieren, und versicherte, dass die USA in der Lage seien, Israel daran zu hindern, den Libanon anzugreifen.


